Sauberes Trinkwasser in Kambodscha: Ein neuer Brunnen

KAMBODSCHA: SAUBERES TRINKWASSER UND HYGIENE

MÄDCHEN UND JUNGEN WERDEN WENIGER KRANK

Es sieht einigermaßen sauber aus, also trinkt sie es. Was soll Rhina Mao, 7, auch sonst tun, denn sie hat Durst und es gibt nur das Wasser aus dem Fluss, der durch ihr Dorf Phoum Thom im Südosten Kambodschas fließt. Doch dann kommen Bauchkrämpfe, Fieber von 40 Grad, später Durchfälle, Haarausfall: typische Anzeichen von Typhus. Rhina Mao stirbt fast an der Krankheit. Ihre Familie hat bereits ein Kind verloren: Chenda, ihre kleine Schwester, ist an Durchfall gestorben, weil auch sie verschmutztes Wasser getrunken hat.

Wie durch ein Wunder hat Rhina überlebt. Heute ist sie zwölf und freut sich besonders, dass UNICEF mit Spenden aus Deutschland alle Familien im Dorf mit sauberem Wasser versorgen konnte. 80.000 Familien hat UNICEF in Kambodscha in den letzten fünf Jahren schon helfen können. Helfen Sie mit, dass es noch mehr werden.

Bringen Sie mit Ihrer Spende Kindern sauberes Wasser

Kosten pro Schüler für hygienische Schullatrinen
Wasserfilter für fünf Familien
Regenwasser-Auffangsystem für 20 Schüler

Kinder sterben, weil sauberes Wasser und Waschgelegenheiten fehlen

Rhina Maos Schwester Chenda ist nur eines der vielen Kinder in Kambodscha, die an Durchfallerkrankungen sterben. Sie sind für ein Fünftel aller Todesfälle von Kindern im Land verantwortlich. Dabei wäre der Schutz so einfach: sauberes Trinkwasser und gute Hygiene. Doch zwei Drittel der Landbevölkerung hat kein sauberes Wasser. Hier waschen sich nach dem Toilettengang auch nur 40 Prozent der Menschen die Hände mit Seife. Sie wissen nicht, dass viele Krankheiten durch schlechte Hygiene entstehen. Flüsse werden zum Waschen und Baden und gleichzeitig für die Notdurft genutzt, weil es kaum Toiletten gibt.

Einige Regionen sind besonders betroffen, zum Beispiel in Siem Reap im Nordwesten des Landes. Hier fehlen in den meisten Schulen Toiletten und Waschgelegenheiten. Die Kinder verrichten ihr „Geschäft“ im Freien. Händewaschen ist nicht möglich oder wird als nicht so wichtig erachtet, weil Kindern und Lehrern das Wissen über Hygiene fehlt. In Regionen wie in Kampong Cham ist das Trinkwasser arsenverseucht. Die Folgen sind lebensbedrohliche Vergiftungen und Krebserkrankungen. Nur jeder Dritte kennt die Gefahren von Arsen.

In den Armenvierteln der Hauptstadt Phnom Penh sind die Herausforderungen ähnlich groß: Die wenigen Schulen in den Vierteln, die überhaupt Toiletten haben, können die Abwässer nicht richtig entsorgen. Urin und Exkremente geraten ungehindert ins Grundwasser. Für die Kinder hat das dramatische Folgen.

Das ist mit Ihrer Spende möglich

Mit Ihrer Hilfe können wir in Kambodscha Brunnen und Latrinen bauen – in den besonders betroffenen Provinzen Kampong Cham und Siem Reap und in der Hauptstadt Phnom Penh.

  • Sauberes Trinkwasser: UNICEF testet die Wasserquellen auf Arsen und baut mit den Dorfbewohnern und lokalen Partnern gemeinsam Wasserleitungen mit Filtern, Tiefbrunnen oder Regenauffangsystemen, die für sauberes Wasser sorgen. Dorfkomitees nehmen an Schulungen teil, um die Anlagen instand zu halten. Familien versorgen wir mit Wasserfiltern und klären sie über Hygiene und Gesundheit auf. 285.000 Men-schen werden so erreicht, darunter 85.000 Kinder unter 14 Jahren.
  • Latrinen und Kompost-Toiletten: UNICEF versorgt 20 Schulen in der Provinz Siem Reap mit Wasseranschlüssen und sanitären Anlagen. Dafür kommen auch umweltfreundliche Technologien zum Einsatz – zum Beispiel Komposttoiletten. Sie verbrauchen wenig Wasser beim Nachspülen. Lehrer schulen wir so, dass sie die neuen Einrichtungen selbst instandhalten können.
    Mit Ihrer Hilfe stellt UNICEF an acht Schulen in Siem Reap und Phnom Penh auch eine umweltfreundliche Abwasser-Entsorgung sicher. Urin und Exkremente gelangen nicht ins Grundwasser, sondern werden zu Dünger umgewandelt und unterstützen so die Landwirtschaft. 

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