Hunger in Äthiopien: UNICEF hilft mangelernährten Kindern und leistet Nothilfe
Hunger in Äthiopien: UNICEF hilft mangelernährten Kindern und leistet Nothilfe

Spenden für Äthiopien: Dürre und drohende Hungersnot

Region Tigray: Mangelernährte Kinder brauchen dringend Hilfe

In einem Gesundheitszentrum in der äthiopischen Region Tigray wird die eineinhalbjährige Meseret (Foto oben) von einem Gesundheitshelfer untersucht und gemessen. Sie leidet an Durchfall, der für mangelernährte Kinder schnell lebensgefährlich werden kann.

Hungerhilfe in Äthiopien

Helfen Sie den Kindern mit einer Spende für Lebensmittel und Trinkwasser!

Die Hungerkrise in weiten Teilen Äthiopiens hat sich über die letzten Monate immer weiter verschärft. Vor allem die seit mehreren Jahren anhaltende Dürre hat dazu beigetragen. Rund 17 Millionen Menschen in Äthiopien wissen nicht, wann sie ihre nächste Mahlzeit haben werden. Alleine in der umkämpften Region Tigray im Norden des Landes stehen Hunderttausende Menschen am Rande einer Hungersnot.

Mehr als 13 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt in Tigray – genauso wie rund die Hälfte aller schwangeren und stillenden Frauen. Das hat schwerwiegende Folgen: Nicht selten sterben Frauen bei der Geburt oder bringen ihre Kinder viel zu klein und schwach auf die Welt. Die körperliche und seelische Entwicklung der Kinder leidet häufig langfristige Schäden, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Rund 12,5 Millionen Kinder insgesamt benötigen in Äthiopien humanitäre Hilfe (Stand: August 2022).

Die Kinder in der Region Tigray und weiteren Teilen Äthiopiens sind in einer katastrophalen Ernährungssituation. Sie brauchen Lebensmittel und andere lebenswichtige Hilfsgüter. Wenn wir ihnen jetzt nicht schnell helfen, könnten Zehntausende verhungern.

Hunger in Äthiopien: Ein Baby beißt in einen nährstoffhaltigen Keks.

UNICEF unterstützt die Ernährung von Kindern im Norden Äthiopiens, um Mangelernährung entgegenzuwirken – zum Beispiel mit nährstoffreichen Spezialkeksen.

© UNICEF/UN0412581/Leul Kinfu

  • 1,2 Mio.
    Kinder

    in Äthiopien sind schwer mangelernährt

  • 2,75 Mio.
    Binnenflüchtlinge

    sind innerhalb von Äthiopien auf der Flucht

  • 10 Mio.
    Äthiopier*innen

    haben keinen Zugang zu sauberem Wasser

Konflikt in der Region Tigray

Seit November 2020 ist der Konflikt in der umkämpften Region Tigray eskaliert und hat sich auf die angrenzenden Staaten Amhara und Afar ausgeweitet. Seitdem hat sich die Lage für Millionen Menschen immer mehr zugespitzt. Über 80 Prozent der Menschen in Tigray leiden an Hunger. Familien wissen nicht mehr, wie sie ihren Kindern eine nährstoffreiche Mahlzeit ermöglichen können und Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht.

Katastrophe für Flüchtlinge: Ein äthiopischer Junge sitzt vor einer Zeltunterkunft in einem Flüchtlingscamp.

Tausende äthiopische Familien sind vor der Gewalt in ihrer Heimat geflüchtet.

© UNICEF/UN0403220/Abdalkarim
Blog

Äthiopien: Kinder aus Tigray brauchen dringend Hilfe

Sie haben ihr Zuhause zurückgelassen, können sich nicht mehr um die Landwirtschaft und die Ernten in ihrer Heimat kümmern. Dadurch hat sich die Nahrungsmittelkrise im Land noch weiter verstärkt. Hinzukommende Dürren verschärfen die Ernährungsunsicherheit in Äthiopien.

Anhaltende Dürre treibt Menschen an den Abgrund

Auch im Süden und Osten des Landes ist die Situation der Menschen katastrophal: Die anhaltende Dürre trifft dort Kinder und ihre Eltern hart. Vier Jahre hintereinander ist die Regenzeit ausgeblieben – ein neuer Negativrekord für das Land. Brunnen sind vertrocknet, und Kadaver von Vieh säumen den staubigen Boden des Flachlandes.

Äthiopien: Durch die anhaltende Dürre sind unzählige Nutztiere gestorben.

Ihre Ziegen, Schafe und Kamele sind eine wichtige Lebensgrundlage für Hafsa und ihre Familie. Doch einige Tiere hat sie aufgrund der Dürre bereits verloren. Jetzt bangt Hafsa, ob sie ihre jungen Kamele retten kann. Denn Wasser wird streng rationiert, und für Futter hat die Familie nicht genug Geld.

© UNICEF/UN0583934/

"Die Auswirkungen dieser Dürre sind absolut verheerend", sagt Gianfranco Rotigliano, UNICEF-Länderdirektor in Äthiopien. "Kinder und ihre Familien wissen nicht, wie sie überleben sollen. Die Dürre hat ihnen alles genommen: das Vieh, die Ernten, ihren Lebensunterhalt." Mehrere Millionen Menschen in den Dürregebieten brauchen Hilfe, und die Prognosen für die kommenden Monate sind düster. Familien fliehen vor der Dürre und dem Hunger in andere Gebiete des Landes. Auch die Wirtschaft des Landes liegt aufgrund des Konflikts, der Dürre, einer großen Heuschreckenplage und der Covid-19 Pandemie am Boden.

Mangelernährung bedeutet Lebensgefahr

Immer mehr Kleinkinder und Babys in Äthiopien leiden Hunger. Mehr als eine Million Kinder sind schwer mangelernährt, ihr Leben ist in Gefahr. Der Mangel an sauberem Wasser verschlimmert die Situation. Kinder trinken schmutziges Wasser und bekommen schweren Durchfall. Durchfall ist eine der Haupttodesursachen für Kinder unter fünf Jahren.

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Hungersnot, Ernährungskrise, Mangelernährung – Was ist das?

Die mangelernährten Kinder und auch schwangere und stillende Frauen brauchen dringend unsere Hilfe. UNICEF-Helfer*innen sind vor Ort und versorgen die Kinder mit Spezialnahrung, Wasser und Medikamenten. Wir müssen jetzt gemeinsam handeln, um den Mädchen und Jungen in Äthiopien zu helfen.

Jetzt mit Ihrer Spende Kinder in Äthiopien vor dem Hunger bewahren

Hungerhilfe in Äthiopien: So setzen wir Ihre Spende ein

  • Wir untersuchen Kinder auf ihren Ernährungszustand hin und behandeln mangelernährte Kinder mit therapeutischer Nahrung.

  • In großen Tanks liefern wir das dringend benötigte saubere Trinkwasser in die Region und versorgen so Hunderttausende Familien in Äthiopien und den Nachbarländern.

  • Wir beschaffen Medikamente für die Kinder und kümmern uns darum, dass die Mädchen und Jungen die wichtigsten Impfungen erhalten.

  • Unsere mobilen Gesundheitsteams erreichen auch Kinder in entlegenen Gebieten, damit auch sie eine medizinische Grundversorgung bekommen.

Hungerkrise Tigray: Eine Mutter und ihr Baby mit einem UNICEF-Mitarbeiter.

Bild 1 von 5 | Tigray: Eine Mutter und ihr Baby bekommen Hilfe von einem UNICEF-Mitarbeiter. Viele Frauen und Kinder in der Region sind gefährlich mangelernährt.

© UNICEF/UN0539173/Leul Kinfu
Hunger in Äthiopien: Eine Ernährungsexpertin misst den Armumfang eines Babys.

Bild 2 von 5 | Geübt misst die Ernährungsexpertin den Oberarmumfang eines Babys und sieht auf einen Blick, dass das Maßband Rot anzeigt: Das Baby ist unterernährt und braucht sofort spezielle Nahrung.

© UNICEF/NYHQ2011-1329/Indrias Getachew
Äthiopien: Eine Frau und ein Kind beim Händewaschen.

Bild 3 von 5 | Die kleinen Dinge machen den Unterschied: Richtiges Händewaschen verhindert, dass sich Krankheiten ausbreiten. UNICEF-Mitarbeitende zeigen den Kindern an mobilen Wasserstationen, wie sie sich besser schützen können.

© UNICEF/UN0140205/Sewunet
Äthiopien Hungerkrise: Ein unterernährtes Baby bekommt Spezialnahrung gegen den Hunger.

Bild 4 von 5 | Eine Mutter hat ihre mangelernährte, sechsmonatige Tochter in ein UNICEF-Gesundheitszentrum gebracht. Das Baby erhält jetzt Spezialnahrung, um wieder zu Kräften zu kommen. Schon nach vier Tagen sei es mit ihrer Tochter bergauf gegangen, erzählt die Mutter froh.

© UNICEF/UN0475527/
Hunger in Äthiopien: Ein Baby in einer spielfreundlichen Zone sieht einen UNICEF-Helfer skeptisch an.

Bild 5 von 5 | Ein skeptischer Blick von der Seite: Dieses Baby scheint sich noch nicht sicher zu sein, was es von dem UNICF-Helfer mit Maske halten soll. Vielleicht merkt es in Zukunft, dass es hier an diesem kinderfreundlichen Ort viel zu spielen gibt, für jede Altersgruppe.

© UNICEF/UN0403199/Abdalkarim
Humanitäre Hilfe Äthiopien: Mädchen in einem Flüchtlingscamp freuen sich, dass sie miteinander spielen können.

Danke, dass Sie den Kindern mit Ihrer Spende in der aktuellen Hungerkrise helfen!

© UNICEF/UN0403202/Abdalkarim
Info

Situation in Äthiopien


  • Äthiopien ist eins der ärmsten Länder der Welt.
  • Noch dazu ist es eins der trockensten.
  • Immer wieder kommt es zu anhaltenden Dürreperioden und Missernten. Der Klimawandel verschärft die Naturkatastrophen.
  • In 2020 gab es eine Heuschrecken-Plage in Ostafrika, durch die Ernten noch schlechter ausfielen und viele Familien ihre Lebensgrundlage verloren.
  • Die Ernährungsunsicherheit in Äthiopien ist hoch: Millionen Kinder im Land haben nicht genug zu essen, vielen droht der Hungertod.
  • In besonders trockenen Regionen hat nur eine Minderheit Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • Die Zivilbevölkerung leidet unter dem Konflikt in der Provinz Tigray: Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht.
  • Hinzu kommt die weltweite Corona-Pandemie, die das Gesundheitssystem zusätzlich belastet.
  • Die Bevölkerung Äthiopiens wächst schnell und liegt mittlerweile bei weit über 110 Millionen Einwohner*innen.

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