Rohingya in Bangladesch: Gruppe Kinder im überschwemmten Flüchtlingscamp

ROHINGYA: MONSUN BEDROHT FLÜCHTLINGSKINDER

ÜBERSCHWEMMUNGEN IN BANGLADESCH – JETZT SPENDEN

Die ersten schweren Monsun-Regenfälle liegen hinter den Rohingya in den Flüchtlingscamps in Bangladesch. Hunderte Unterkünfte, Wasserstellen und Straßen stehen seitdem unter Wasser. Und das war erst der Anfang der monatelangen Monsunzeit, die sich für die Rohingya schnell zur Katastrophe entwickeln könnte. 

Im letzten Jahr waren Hunderttausende Rohingya vor der Gewalt in Myanmar geflohen. Die meisten von ihnen flüchteten in das Nachbarland Bangladesch, vor allem in die Küstenregion Cox's Bazar. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder. UNICEF hat sich in den letzten Monaten in den Flüchtlingscamps intensiv um die Menschen gekümmert und sich auf den Monsun vorbereitet.
Dafür brauchen wir dringend weiter Ihre Hilfe!

Überschwemmungen und Erdrutsche bedrohen die Kinder 

Die Regenzeit kann für die Rohingya in den Flüchtlingscamps schnell zur "Krise in der Krise" werden. Schon jetzt machen die heftigen Regenfälle ihnen das Leben noch schwerer als zuvor. UNICEF schätzt, dass 200.000 Rohingya von Erdrutschen und Überschwemmungen besonders bedroht sind. Die Hälfte von ihnen sind Kinder.

Einige Teile der Flüchtlingscamps stehen in Hanglage. Durch den Regen besteht die Gefahr von Erdrutschen und Erosionen. Deshalb hat UNICEF schon Tausende Menschen innerhalb der Lager an sicherere Orte umgesiedelt.

Der anhaltende Regen führt in den Flüchtlingscamps zu starken Überschwemmungen. Durch überflutete Toiletten kann das Trinkwasser verseucht werden. Dadurch käme es sehr leicht zum Ausbruch von gefährlichen Krankheiten wie der Cholera.

Monsun zerstört Unterkünfte und Schulen

Durch den Regen wurden bereits mehrere Hundert Unterkünfte zerstört. Auch Wasserstellen und Toiletten-Anlagen sind beschädigt. Viele der Zugangsstraßen zu den Camps stehen unter Wasser. Manche der Notschulen und kinderfreundliche Zentren mussten geschlossen werden, weil sie überschwemmt wurden.

Jetzt für die Rohingya spenden

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe für die Kinder in Bangladesch! Jeder Beitrag hilft vor Ort.

100 Dosen Masernimpfstoff
Wasserreinigungstabletten für Trinkwasser (20.000 Stück)
5 Erste-Hilfe-Pakete mit Medikamenten und Nährstoffpulver

Größtes Flüchtlingslager der Welt in Bangladesch

Kutupalong ist momentan das größte Flüchtlingscamp weltweit: Mehr als 500.000 Rohingya leben hier in provisorischen Hütten, die sie aus Bambus und Plastikplanen gebaut haben. Wie gigantisch groß das Lager ist, zeigt das unten stehende Drohnen-Video:

HILFE FÜR DIE ROHINGYA

Unsere Mitarbeiter sind vom ersten Tag an vor Ort und an der Seite der Kinder. Bereits die ersten Flüchtlinge im August 2017 wurden von unseren Teams schnell und gezielt mit Wasser und Medikamenten versorgt. Kinder erhielten feste Anlaufstellen und Betreuung durch geschultes Personal. Mittlerweile ist UNICEF in den Flüchtlingscamps fest eingerichtet und versorgt Kinder jeden Tag mit Wasser, Nahrung, Kleidung und medizinischer Hilfe.

Ein paar Beispiele, was wir für die Rohingya in Bangladesch tun:

In der Regenzeit steigt die Gefahr, dass Krankheiten wie Cholera ausbrechen. Im Mai hat UNICEF deshalb innerhalb von einer Woche 900.000 Rohingya in den Camps gegen die gefährliche Durchfallerkrankung geimpft.

Inmitten des Monsuns brauchen die Mädchen und Jungen sichere Zonen, in denen sie spielen und lernen können. UNICEF hat deshalb in den Flüchtlingscamps in Bangladesch spezielle Kinderzentren aufgebaut, in denen die Kinder sich aufhalten können.

300.000 Rohingya in den Camps erhalten von UNICEF sauberes Trinkwasser. UNICEF hat außerdem die Toiletten-Anlagen überprüft: Die nicht mehr sicheren Latrinen werden abgebaut, stattdessen baut UNICEF bis August 1.500 neue einfache Toiletten-Anlagen.

Damit die Kinder in den Flüchtlingslagern ein kleines Stück Normalität bewahren können, richtet UNICEF Not-Schulen ein. 90.000 Rohingya unter 14 Jahren konnten dank UNICEF an Bildungsprogrammen teilnehmen.

UNICEF bringt in großen Trucks sauberes Trinkwasser in die Lager.

Zweimal täglich bringt UNICEF in großen Trucks sauberes Trinkwasser in die Camps. In langen Schlangen stehen die geflüchteten Rohingya an: Jeder erhält pro Tag zwei Liter Wasser.
© UNICEF/UN0216997/LeMoyne

Impfkampagnen schützen die Kinder

Um große Epidemien in den Massenunterkünften zu verhindern, führen wir gemeinsam mit unseren Partnern und anderen Hilfsorganisationen große Impfaktionen durch. Dabei wurden bereits Hunderttausende Kinder gegen Polio, Masern und andere Krankheiten geimpft.

In einer großen Impfkampagne speziell gegen Cholera hat UNICEF fast eine Million Menschen gegen die gefährliche Durchfallerkrankung geimpft. Ein Kind, das an Cholera erkrankt ist, muss so schnell wie möglich behandelt werden. Unbehandelt kann ein Kind innerhalb weniger Stunden an Cholera sterben.

Spenden für die Rohingya-Kinder aus Myanmar

Möchten Sie den Rohingya-Flüchtlingskindern helfen? Dann spenden Sie jetzt und unterstützen Sie die UNICEF-Arbeit für die Rohingya ganz gezielt. Ihre Hilfe kommt an und wird dringend gebraucht. Vielen Dank!

Die Kinder erhalten von UNICEF Rücksäcke mit Schulmaterialien.

Mitten in der aktuellen Notlage ist UNICEF weiterhin für die Kinder da. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende – damit die Rohingya-Kinder sicher durch den Monsun kommen!
© UNICEF/UN0216599/Sokol

Wer sind die Rohingya?

Die Rohingya sind eine muslimische und staatenlose Minderheit, die im überwiegend buddhistischen Myanmar lebt. Sie sind staatenlos - werden also von Myanmar nicht als Staatsbürger anerkannt. In Myanmar werden sie seit Jahrzehnten diskriminiert und verfolgt. Sie dürfen z.B. dort nicht wählen und haben keinen Zugang zu höherer Bildung. Die meisten Rohingya sind deshalb sehr arm. Die Vereinten Nationen bezeichnen sie dadurch als die "am stärksten verfolgte Minderheit der Welt".

Die Vorfahren der Rohingya waren vermutlich zumindest teilweise muslimische Bengalis. Ab dem 16. Jahrhundert siedelten sie sich im Norden des heutigen Myanmars an. Seit August 2017 fliehen Hunderttausende von ihnen vor der gegen sie gerichteten Gewalt in Myanmar - überwiegend nach Bangladesch.

MEHR INFOS ZU ROHINGYA IN BANGLADESCH

Zwei Rohingya-Kinder in Bangladesch sehen besorgt in Richtung Himmel.

Rohingya in Bangladesch: Der Monsun naht

Mit dem nahenden Monsun könnte es in den Flüchtlingscamps der Rohingya schnell zur Katastrophe kommen. Lesen Sie im Blog, wie UNICEF sich auf die heftigen Regenfälle vorbereitet. Weiterlesen


Ein Mann trägt zwei Kinder vom Boot durch das Meer

Fotoreportage: Das Elend der Rohingya-Kinder

Die Gewalt gegen Rohingya kostet viele Kinderleben und zerstört alles, was sie kennen. Ein Fotoreportage zur aktuellen UNICEF-Hilfe in Bangladesch, wohin immer mehr Rohingya fliehen. Weiterlesen


Cox’s Bazar: Der Exodus der Rohingya

UNICEF-Foto des Jahres: Der Exodus der Rohingya

Im Sommer 2017 hat der international arbeitende Fotojournalist K.M. Asad die Ankunft der Rohingya-Flüchtlinge am Strand von Cox’s Bazar in Bangladesch festgehalten. Weiterlesen


Schulkinder im Irak

PROJEKTE WELTWEIT

In rund 150 Ländern setzt sich UNICEF mit Hilfsprojekten für Kinder ein – besonders für die ärmsten und am stärksten benachteiligten Kinder.

Erfahren Sie mehr

UNICEF-Pate werden und dauerhaft spenden

WERDEN SIE UNICEF-PATE

Als UNICEF-Pate machen Sie verlässliche Hilfe möglich. Mit Ihrer monatlichen Spende hat unsere gemeinsame Hilfe eine große Wirkung.

UNICEF-Pate werden