Rohingya in Bangladesch: Gruppe Kinder im überschwemmten Flüchtlingscamp

ROHINGYA: MONSUN ERREICHT FLÜCHTLINGSCAMPS

ÜBERSCHWEMMUNGEN IN BANGLADESCH – JETZT SPENDEN

Der gefürchtete Monsun hat die Rohingya-Flüchtlingscamps in Bangladesch erreicht: Seit mehreren Wochen gibt es starke Regenfälle in der Region Cox's Bazar. Dort liegen die riesigen Flüchtlingscamps der Rohingya. Hunderttausende von ihnen waren im letzten Jahr vor der Gewalt in ihrer Heimat Myanmar in das Nachbarland Bangladesch geflohen. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder.

Die zweijährige Rumana auf dem Weg zu ihrer neuen Hütte.

Die zweijährige Rumana zieht mit ihrer Familie an einen sichereren Ort innerhalb des Camps um. Tausende Kinder wie sie sind vom Monsun bedroht. 
© UNICEF/UN0219084/Modola

In den Lagern sieht man mittlerweile überall die Folgen des Monsuns: Der anhaltende Regen hat ganze Straßen überflutet, zahlreiche Latrinen überschwemmt und Lernzentren zerstört. Manche Unterkünfte stehen unter Wasser oder sind akut erdrutschgefährdet.

UNICEF hat sich in den letzten Monaten in den Flüchtlingscamps intensiv um die Menschen gekümmert und sich auf den Monsun vorbereitetDafür brauchen wir dringend weiter Ihre Hilfe!

Überschwemmungen und Erdrutsche bedrohen die Kinder 

Die monatelange Regenzeit kann noch bis November andauern. Für die Rohingya kann diese schwierige Situation schnell zur "Krise in der Krise" werden, denn die heftigen Regenfälle machen ihnen das Leben noch schwerer als zuvor. Der anhaltende Regen führt in den Flüchtlingscamps zu immer stärkeren Überschwemmungen.

Noch dazu stehen Teile der Flüchtlingscamps in Hanglage. Die Rohingya, die hier leben, sind von Erdrutschen bedroht. Deshalb hat UNICEF schon Tausende Menschen innerhalb der Lager an sicherere Orte umgesiedelt. Durch überflutete Toiletten kann das Trinkwasser verseucht werden. Dadurch käme es sehr leicht zum Ausbruch von gefährlichen Krankheiten wie der Cholera.

Monsun zerstört Unterkünfte und Schulen

Der heftige Regen hat bereits Hunderte Unterkünfte zerstört. Auch Wasserstellen und Toiletten-Anlagen sind beschädigt. Viele der Zugangsstraßen zu den Camps sind extrem schlammig oder stehen unter Wasser. Zwischenzeitlich sind dadurch immer wieder wichtige Zufahrtsstraßen blockiert.

Auch vor den Lernzentren und notdürftig eingerichteten Schulen macht der Monsun nicht halt: Einige von ihnen mussten geschlossen werden, weil sie überschwemmt oder komplett zerstört wurden. Andere lassen sich behelfsmäßig wieder reparieren – zum Beispiel mit großen Zeltplanen – sodass sie schnell wieder genutzt werden können.

Jetzt für die Rohingya spenden

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe für die Kinder in Bangladesch! Jeder Beitrag hilft vor Ort.

100 Dosen Masernimpfstoff
Wasserreinigungstabletten für Trinkwasser (20.000 Stück)
5 Erste-Hilfe-Pakete mit Medikamenten und Nährstoffpulver

Größtes Flüchtlingslager der Welt in Bangladesch

Kutupalong ist momentan das größte Flüchtlingscamp weltweit: Mehr als 500.000 Rohingya leben hier in provisorischen Hütten, die sie aus Bambus und Plastikplanen gebaut haben. Wie gigantisch groß das Lager ist, zeigt das unten stehende Drohnen-Video:

HILFE FÜR DIE ROHINGYA

Unsere Mitarbeiter sind vom ersten Tag an vor Ort und an der Seite der Kinder. Bereits die ersten Flüchtlinge im August 2017 wurden von unseren Teams schnell und gezielt mit Wasser und Medikamenten versorgt. Kinder erhielten feste Anlaufstellen und Betreuung durch geschultes Personal. Mittlerweile ist UNICEF in den Flüchtlingscamps fest eingerichtet und versorgt die Kinder jeden Tag mit Wasser, Nahrung und medizinischer Hilfe. Um gegen den Monsun gewappnet zu sein, erhalten die Familien auch Gummistiefel und Regenumhänge von uns.

Ein paar weitere Beispiele, was wir für die Rohingya in Bangladesch tun:

In der Regenzeit steigt die Gefahr, dass Krankheiten wie Cholera ausbrechen. Kürzlich hat UNICEF deshalb 900.000 Rohingya in den Camps gegen die gefährliche Durchfallerkrankung geimpft.

Inmitten des Monsuns brauchen die Mädchen und Jungen sichere Zonen, in denen sie spielen und lernen können. UNICEF hat deshalb in den Flüchtlingscamps spezielle Kinderzentren aufgebaut, in denen die Kinder sich aufhalten können.

Mehr als 300.000 Rohingya erhalten von UNICEF sauberes Trinkwasser in den Camps. UNICEF hat außerdem die Toiletten-Anlagen überprüft: Die nicht mehr sicheren Latrinen werden abgebaut, stattdessen baut UNICEF 1.500 neue einfache Toiletten-Anlagen.

Damit die Kinder in den Flüchtlingslagern ein kleines Stück Normalität bewahren können, richtet UNICEF Not-Schulen ein. 90.000 Rohingya unter 14 Jahren können dank UNICEF an Bildungsprogrammen teilnehmen.

UNICEF bringt in großen Trucks sauberes Trinkwasser in die Lager.

Zweimal täglich bringt UNICEF in großen Trucks sauberes Trinkwasser in die Camps. In langen Schlangen stehen die geflüchteten Rohingya an: Jeder erhält pro Tag zwei Liter Wasser.
© UNICEF/UN0216997/LeMoyne

Impfkampagnen schützen die Kinder

Um große Epidemien in den Massenunterkünften zu verhindern, führen wir gemeinsam mit unseren Partnern und anderen Hilfsorganisationen große Impfaktionen durch. Dabei wurden bereits Hunderttausende Kinder gegen Polio, Masern und andere Krankheiten geimpft.

In einer großen Impfkampagne speziell gegen Cholera hat UNICEF fast eine Million Menschen gegen die gefährliche Durchfallerkrankung geimpft. Ein Kind, das an Cholera erkrankt ist, muss so schnell wie möglich behandelt werden. Unbehandelt kann ein Kind innerhalb weniger Stunden an Cholera sterben.

Spenden für die Rohingya-Kinder aus Myanmar

Möchten Sie den Rohingya-Flüchtlingskindern helfen? Dann spenden Sie jetzt und unterstützen Sie die UNICEF-Arbeit für die Rohingya ganz gezielt. Ihre Hilfe kommt an und wird dringend gebraucht. Vielen Dank!

Die Kinder erhalten von UNICEF Rücksäcke mit Schulmaterialien.

Mitten in der aktuellen Notlage ist UNICEF weiterhin für die Kinder da. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende – damit die Rohingya-Kinder sicher durch den Monsun kommen!
© UNICEF/UN0216599/Sokol

Wer sind die Rohingya?

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit, die im überwiegend buddhistischen Myanmar lebt. Sie sind staatenlos – werden also von Myanmar nicht als Staatsbürger anerkannt. In Myanmar werden sie seit Jahrzehnten diskriminiert und verfolgt. Sie dürfen z.B. dort nicht wählen und haben keinen Zugang zu höherer Bildung. Die meisten Rohingya sind deshalb sehr arm. Die Vereinten Nationen bezeichnen sie dadurch als die "am stärksten verfolgte Minderheit der Welt".

Die Vorfahren der Rohingya waren vermutlich zumindest teilweise muslimische Bengalis. Ab dem 16. Jahrhundert siedelten sie sich im Norden des heutigen Myanmars an. Seit August 2017 sind Hunderttausende von ihnen vor der gegen sie gerichteten Gewalt in Myanmar geflohen – überwiegend nach Bangladesch.

MEHR INFOS ZU ROHINGYA IN BANGLADESCH

Zwei Rohingya-Kinder in Bangladesch sehen besorgt in Richtung Himmel.

Rohingya in Bangladesch: Der Monsun naht

Mit dem nahenden Monsun könnte es in den Flüchtlingscamps der Rohingya schnell zur Katastrophe kommen. Lesen Sie im Blog, wie UNICEF sich auf die heftigen Regenfälle vorbereitet. Weiterlesen


Ein Mann trägt zwei Kinder vom Boot durch das Meer

Fotoreportage: Das Elend der Rohingya-Kinder

Die Gewalt gegen Rohingya kostet viele Kinderleben und zerstört alles, was sie kennen. Ein Fotoreportage zur aktuellen UNICEF-Hilfe in Bangladesch, wohin immer mehr Rohingya fliehen. Weiterlesen


Cox’s Bazar: Der Exodus der Rohingya

UNICEF-Foto des Jahres: Der Exodus der Rohingya

Im Sommer 2017 hat der international arbeitende Fotojournalist K.M. Asad die Ankunft der Rohingya-Flüchtlinge am Strand von Cox’s Bazar in Bangladesch festgehalten. Weiterlesen


Schulkinder im Irak

PROJEKTE WELTWEIT

In rund 150 Ländern setzt sich UNICEF mit Hilfsprojekten für Kinder ein – besonders für die ärmsten und am stärksten benachteiligten Kinder.

Erfahren Sie mehr

UNICEF-Pate werden und dauerhaft spenden

WERDEN SIE UNICEF-PATE

Als UNICEF-Pate machen Sie verlässliche Hilfe möglich. Mit Ihrer monatlichen Spende hat unsere gemeinsame Hilfe eine große Wirkung.

UNICEF-Pate werden