Rohingya in Bangladesch: Mohamed (8) nach seiner Ankunft im Flüchtlingscamp

ROHINGYA: FLUCHT AUS MYANMAR – JETZT SPENDEN

Mehr als 1,2 Millionen Rohingya sind vor der Gewalt in Myanmar geflohen. Die meisten von ihnen flüchteten in das Nachbarland Bangladesch, vor allem in die Küstenregion Cox's Bazar. Hunderttausende unter ihnen sind Kinder. Viele der geflüchteten Mädchen und Jungen haben die Notunterkünfte Bangladeschs in einem schlechten Zustand erreicht. Sie sind oft traumatisiert, verletzt oder krank und dringend auf unsere Hilfe angewiesen.

Nahender Monsun macht Situation noch dramatischer

Jetzt droht die Situation für die geflüchteten Rohingya noch dramatischer zu werden: Mit dem nahenden Monsun könnte es zur Krise in der Krise kommen. Denn die anhaltenden Regenschauer können in den Flüchtlingscamps leicht zu Überschwemmungen, Erdrutschen und zum Ausbruch von Krankheiten führen. Lesen Sie im Blog, wie UNICEF sich in den Flüchtlingscamps in Bangladesch auf den Monsun vorbereitet.

Rohingya Bangladesch: Kinder in notdürftiger Unterkunft

© UNICEF/UN0204928/Sokol

HILFE FÜR DIE ROHINGYA

Unsere Mitarbeiter sind seit dem ersten Tag an vor Ort und an der Seite der Kinder. Bereits die ersten Flüchtlinge im August 2017 wurden von unseren Teams schnell und gezielt mit Wasser und Medikamenten versorgt. Kinder erhielten feste Anlaufstellen und Betreuung durch geschultes Personal. Mittlerweile ist UNICEF in den Flüchtlingscamps fest eingerichtet und versorgt Mädchen und Jungen jeden Tag mit Wasser, Nahrung, Kleidung und medizinischer Hilfe.

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe für die Rohingya in Bangladesch jetzt mit Ihrer Spende!

TAUSENDE ROHINGYA-KINDER LEBEN IN FLÜCHTLINGSLAGERN

Im Grenzgebiet von Myanmar und Bangladesch sowie in den Übergangslagern drohen viele Rohingya-Kinder durch die katastrophalen hygienischen Zustände zu erkranken. Es gibt einfach nicht genug sauberes Wasser, um Infektionen zu vermeiden. Außerdem sind viele Kinder mangelernährt, u.a. durch die tagelange Unterversorgung auf der Flucht aus Myanmar.

Rohingya-Kinder sind durch den Konflikt in Gefahr

Viele Kinder waren von der Flucht extrem geschwächt. Noch immer erreichen jeden Tag neue Flüchtlinge die Camps und Notunterkünfte. Um große Epidemien in den Massenunterkünften zu verhindern, führen wir gemeinsam mit unseren Partnern große Impfaktionen durch. Dabei wurden bereits Hunderttausende Kinder gegen Polio, Masern und andere Krankheiten geimpft.

In einer großen Impfkampagne speziell gegen Cholera impft UNICEF eine Million Menschen gegen die gefährliche Durchfallerkrankung, die vor allem für Kinder schnell lebensbedrohlich wird.

Wer sind die Rohingya?

Die Rohingya sind eine muslimische und staatenlose Minderheit, die im überwiegend buddhistischen Myanmar lebt. Sie sind staatenlos - werden also von Myanmar nicht als Staatsbürger anerkannt. In Myanmar werden sie seit Jahrzehnten diskriminiert und verfolgt. Sie dürfen z.B. dort nicht wählen und haben keinen Zugang zu höherer Bildung. Die meisten Rohingya sind deshalb sehr arm. Die Vereinten Nationen bezeichnen sie dadurch als die "am stärksten verfolgte Minderheit der Welt".

Die Vorfahren der Rohingya waren vermutlich zumindest teilweise muslimische Bengalis. Ab dem 16. Jahrhundert siedelten sie sich im Norden des heutigen Myanmars an. Seit August 2017 fliehen Hunderttausende von ihnen vor der gegen sie gerichteten Gewalt in Myanmar - überwiegend nach Bangladesch.

JETZT SPENDEN – FÜR DIE GEFLOHENEN ROHINGYA

100 Dosen Masernimpfstoff
Wasserreinigungstabletten für Trinkwasser (20.000 Stück)
5 Erste-Hilfe-Pakete mit Medikamenten und Nährstoffpulver

Kinderzentren in Bangladesch: spielen, lernen, Kind sein

In Notsituationen ist es für Kinder extrem schwer, mit dem Stress, der Gewalt und Angst umzugehen und das Erlebte zu bewältigen. Daher richten wir in Flüchtlingslagern so genannte "kinderfreundliche Orte" ein: Das sind meist Zelte, in denen geschulte Betreuer mit den Kindern reden, ihnen Spielsachen geben und sie betreuen.

Auch für die Rohingya-Kinder gibt es diese Orte, beispielsweise in Kutupalong, dem momentan größten Flüchtlingscamp in Bangladesch. Außerdem können die Mädchen und Jungen in den UNICEF-Lernzentren für die Schule lernen und Unterricht nachholen, den sie durch die Flucht verpasst haben.

Auch der 13-jährige Nur aus Myanmar hat eine lange Flucht hinter sich. Im Video berichtet er über den grausamen Tod seiner Eltern in Myanmar und von der Flucht nach Bangladesch. Hier lebt er jetzt in einem Flüchtlingslager mit seinen jüngeren Brüdern und den Großeltern in Sicherheit. In den UNICEF-Lernzentren kann er außerdem lernen. So holt er sich ein Stück Alltag zurück.

Hilfe durch Spenden für die Rohingya-Kinder aus Myanmar

Möchten Sie für Kinder wie Nur da sein und den Flüchtlingskindern helfen? Dann spenden Sie jetzt und unterstützen Sie die UNICEF-Arbeit für die Rohingya-Kinder aus Myanmar ganz gezielt. Ihre Hilfe kommt an und wird dringend gebraucht. Vielen Dank!

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