500 FRAUEN UND KINDER AUS BELAGERTER STADT HOMS GERETTET

14. Februar 2014 - Trotz der nur brüchigen Feuerpause ist es den Vereinten Nationen und dem syrischen Roten Halbmond in den vergangenen Tagen gelungen, mehrere Hundert Zivilisten aus der belagerten Stadt Homs zu retten. Unter ihnen waren mindestens 500 Frauen und Kinder – darunter auch 20 schwangere Frauen.

UNICEF-Mitarbeiter mit Mädchen in Homs. © EPA/STR

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“Die Kinder, die wir dort rausgeholt haben, sahen schwach und ausgehungert aus“, sagte UNICEF-Mitarbeiter Tarek Hefnawy, der bei der Rettungsaktion dabei war.

UNICEF bringt Kinder in Sicherheit

Besonders gefährdete Kinder wurden von UNICEF-Mitarbeitern begleitet, bis sie im Aufnahmezentrum außerhalb der Stadt in Sicherheit waren. Sie versorgten die unterernährten Kinder sofort mit therapeutischer Nahrung und impften insgesamt 380 Mädchen und Jungen gegen Polio, Diphterie, Tetanus, Hepatitis B und andere vermeidbare Krankheiten.

Der Waffenstillstand war die erste humanitäre Pause für die Menschen in der seit 600 Tagen belagerten syrischen Stadt. Obwohl der Hilfskonvoi angegriffen wurde, konnten am 8. Februar wichtige Vorräte in die Stadt geliefert werden, unter anderem genügend Wasseraufbereitungstabletten für die verbleibende Bevölkerung.

Sorge um die verbliebenen Kinder in Homs

„Das ist ein sehr positiver Durchbruch, aber das darf nur der Anfang sein“, so Youssouf Abdel Jelil, Leiter von UNICEF Syrien. UNICEF schätzt, dass vor Beginn der humanitären Operation mehr als 1.000 Kinder in Homs gefangen waren.

„Wir sind noch immer sehr besorgt über das Schicksal der Kinder, die weiterhin in Homs und anderen belagerten Gemeinden gefangen sind. Die Konfliktparteien müssen Kinder schützen, humanitäre Waffenstillstände respektieren und laut internationalem Völkerrecht die Lieferung von humanitärer Hilfe an all jene, die sie dringend brauchen, ermöglichen“, fügte Abdel Jelil hinzu. 

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