Hunger in der Welt: Der zweijährige Aseel leidet unter Mangelernährung.

Weltweite Hungerkrise droht zu eskalieren – jetzt spenden!

Hunger in der Welt: Ukraine-Krieg verschärft Mangelernährung

In vielen Ländern der Welt stehen wir vor einem nie dagewesenen Ausmaß an Hunger. Die Zahl der hungernden Menschen hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt auf alarmierende 275 Millionen (Stand: Mai 2022).

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Mehr und mehr Kinder sind lebensbedrohlich mangelernährt. Jahrelange Dürren und andere Folgen des Klimawandels, Kriege und Konflikte sowie die weltweite Corona-Pandemie haben den Hunger in vielen Ländern massiv verschärft. Viele Länder stehen am Rande einer Hungersnot. Jetzt hat der Ukraine-Krieg mit seinen fatalen Auswirkungen diese dramatische Lage noch zusätzlich verschlimmert.

Hunger in der Welt: Ein mangelernährtes Baby in Äthiopien.

Weltweit hungern Millionen Kinder – so wie dieses Baby in Äthiopien, das schwer mangelernährt war.

© UNICEF/UN0494131/Nesbitt

Hunger: Lebensgefahr für Millionen Kinder 

Durch den Ukraine-Krieg fallen Lebensmittel-Importe plötzlich weg, und die Preise für Nahrungsmittel explodieren. In den ärmsten Ländern braut sich eine Hungerkrise zusammen, die Millionen Kinder in Lebensgefahr bringt.

Wir müssen deshalb dringend unsere humanitäre Hilfe für die Kinder verstärken und sie vor dem Hungertod bewahren. Wir bei UNICEF wissen, mit welchen Mitteln wir den mangelernährten Kindern helfen können: Unsere Erdnusspaste bringt sie innerhalb weniger Wochen wieder auf die Beine. Sauberes Trinkwasser schützt sie vor Krankheiten. Und mit Medikamenten behandeln wir sie gegen weitere Krankheiten. Genau diese Hilfsmaßnahmen – sauberes Wasser, gesunde Ernährung, medizinische Versorgung – wirken zugleich auch vorbeugend gegen den Hunger. Denn am besten ist es, wenn die Kinder gar nicht erst an Mangelernährung erkranken.

Lassen Sie uns gemeinsam die Hunger-Katastrophe abwenden!

Horn von Afrika, Südasien und andere Krisenländer: Globale Nahrungsmittelkrise?

Noch nie zuvor hatten so viele Menschen nicht ausreichend zu essen wie jetzt. Durch den Ukraine-Krieg sind die Preise für Getreide oder Öl in die Höhe geschnellt, und Lebensmittel werden immer knapper. Besonders groß ist der Hunger in Afrika (vor allem am Horn von Afrika, im Südsudan und in der Sahelzone) sowie in Ländern in Südasien (zum Beispiel Bangladesch, Nepal, Pakistan). Krisenregionen wie Afghanistan oder Jemen sind ebenfalls dramatisch von Hunger betroffen.

In vielen dieser Länder werden aktuell immer neue traurige Rekordzahlen von Hunger leidenden Kindern erreicht. Einige Länder stehen kurz vor einer Hungersnot. Kinder – vor allem diejenigen unter fünf Jahren – sind am stärksten gefährdet, an den Folgen von Hunger und Mangelernährung zu sterben. Das Leben von Millionen Mädchen und Jungen hängt an einem seidenen Faden.

1 Mio.
Kinder unter 5

sind 2021 an Hunger gestorben

275 Mio.
Menschen

weltweit leiden akut Hunger

13,6 Mio.
Kinder

sind lebensbedrohlich mangelernährt

Hintergrund

Ukraine & weltweite Hungerkrise

Zahlreiche Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind auf Weizen und andere Lebensmittelimporte aus der Ukraine und Russland angewiesen. Russland und die Ukraine gelten als "die Kornkammern der Welt": Ein Drittel der weltweiten Weizenlieferungen kommen aus den beiden Ländern. Doch durch den Krieg sind die Produktion und die Lieferungen dieser Lebensmittel unterbrochen. Preissteigerungen sind die Folge, und vor allem die ärmsten Familien bekommen sie zu spüren. Lebensmittel wie Weizen, Mais oder Speiseöl sind in vielen Ländern so teuer wie nie zuvor. Millionen gefährdete Familien stürzen noch weiter in die Ernährungsunsicherheit.

Auch unsere Spezialnahrung für mangelernährte Kinder, die Erdnusspaste, ist von den steigenden Preisen betroffen. Wir schätzen, dass die Erdnusspaste innerhalb des Jahres 2022 um 16 Prozent teurer wird. Die Preissteigerung ist eine direkte Auswirkung des Ukraine-Krieges. Für Hunger leidende Kinder, die auf die nährstoffreiche Erdnusspaste angewiesen sind, kann sie den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Hunger in der Welt: Ein Junge in Madagaskar isst auf dem Arm seiner Mutter Erdnusspaste.

Die lebensrettende Erdnusspaste können Kinder schon früh selbst essen. Sie ist lange haltbar, auch ungekühlt. Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet, an Hunger zu sterben.

© UNICEF/UN0602381/Ralaivita

Weltweite Hungerhilfe von UNICEF: Das tun wir für mangelernährte Kinder

Wir haben wirksame und praxiserprobte Hilfe gegen akute und chronische Mangelernährung. Diese vier Hilfsmaßnahmen haben sich im Kampf gegen den Hunger besonders bewährt:

Unsere 4 Schritte gegen den Hunger in der Welt

Schnelle Diagnostik: Ein einfaches und kostengünstiges Maßband ist der erste Schritt im Kampf gegen Mangelernährung: Unsere UNICEF-Mitarbeiter*innen messen damit den Oberarm der Kinder, um zu sehen, welches Kind mangelernährt ist und dringend Hilfe braucht. Rot bedeutet: Das Kind ist stark unterernährt und muss sofort behandelt werden.

Wirksame Behandlung: Mangelernährte Kinder bekommen von uns Spezialnahrung - vor allem unsere Erdnusspaste, dank der sogar schwerst mangelernährte Kinder schnell wieder zu Kräften kommen. Drei Päckchen am Tag braucht ein Kind, um wieder gesund zu werden. Kinder, die noch keine feste Nahrung aufnehmen können, versorgen wir mit Spezialmilch.

Ambulante Begleitung: Wenn mangelernährte Kinder auf dem Wege der Besserung sind, begleiten wir sie ambulant weiter. Bei medizinischen Checkups messen und wiegen wir sie und geben den Eltern Spezialnahrung für Zuhause mit, solange das Kind sie braucht.

Vorbeugung: Wir gehen auch präventiv gegen den weltweiten Hunger vor, um Kinder vor jeglicher Form von Mangelernährung zu schützen: Wir versorgen die Kinder mit sauberem Trinkwasser, gesunder Nahrung sowie vorbeugend auch mit stärkenden Vitamin-A-Tabletten und weiteren medizinischen Behandlungen (z.B. Impfungen).

Vielseitige Hilfe gegen den weltweiten Hunger

Hunger in der Welt: Eine Ernährungshelferin in Afghanistan untersucht ein Kind auf Mangelernährung.
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Ist das Kind mangelernährt? Und wenn ja, wie schwer? Eine Ernährungsberaterin in einem Gesundheitszentrum in Afghanistan misst den Oberarmumfang des Kindes, um den Ernährungsstatus des Kindes einzuschätzen. Zeigt das Maßband Grün an, ist das Kind ausreichend ernährt.

© UNICEF/UN0612297/Fazel
Hunger in der Welt: Eine UNICEF-Helferin mit Maßbändern für Oberarmmessungen.
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Nicht nur Profis setzen die Maßbänder zum Diagnostizieren von Mangelernährung ein. Unsere UNICEF-Mitarbeiter*innen – wie hier unsere Helferin Mary im Südsudan – geben die Maßbänder auch Eltern für Zuhause mit. Sie können damit auf einen Blick sehen, ob ihr Kind mangelernährt ist.

© UNICEF/UN0594103/Naftalin
Hunger in der Welt: Ein Kind im Jemen wird mit Spezialmilch gefüttert.
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Jemen: Der 3-jährige Aseel erholt sich langsam von seiner lebensgefährlichen schweren Mangelernährung. Er verträgt noch keine feste Nahrung. Sein Onkel füttert ihn deshalb mit therapeutischer Spezialmich. Aseel war bereits ab dem Alter von zwei Monaten unterernährt.

© UNICEF/UN0610072/Haleem
Hunger in der Welt: Ein Mädchen in Somalia wäscht sich die Hände.
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Somalia: Fatume wäscht sich vor dem Essen die Hände. Früher gab es ausreichend Regenwasser in der Region. Doch der Klimawandel führte zu einer langanhaltenden Dürre und dramatischem Wassermangel am Horn von Afrika. Mitten in der Wüste baut UNICEF deshalb klimaresistente Bohrlöcher.

© UNICEF/UN0635406/
Hunger in der Welt: UNICEF sorgt für sauberes Trinkwasser für die Familien und ihr Vieh.
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Die Bohrlöcher sind bis zu 400 Meter tief, und ihre Pumpen werden per Solarenergie betrieben. Das Wasser wird in großen Tanks gespeichert. Die Familien am Horn von Afrika können mit dem Wasser aus den Bohrlöchern sich selbst und auch ihr Vieh versorgen.

© UNICEF/UN0635403/
Hunger in der Welt: Eine Mutter in Nepal hat für ihren Sohn gekocht.
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Heute gibt es Blattgemüse und Brot aus Buchweizen für diesen nepalesischen Jungen. Seine Mutter hat in einem Ernährungskurs von UNICEF gelernt, wie sie ihre Kinder gesund ernähren und vor Mangelernährung schützen kann. Sie bekam auch einen Beutel mit nahrhaften Lebensmitteln wie Eiern, Kichererbsen und Jodsalz.

© UNICEF/UN0576057/Upadhayay
Hunger in der Welt: Ein mangelernährtes Baby im Tschad hält eine Packung Erdnusspaste in der Hand.

Kinder wie die einjährige Denise aus dem Tschad sind auf Hilfe angewiesen, um zu überleben. Danke an jede*n, der unsere humanitäre Hungerhilfe für Kinder in aller Welt mit einer Spende unterstützt!

© UNICEF/UN0594497/Dejongh