Weltwasserwoche: Syrische Mädchen warten auf sauberes Wasser

WELTWASSERWOCHE: WASSERNOT IN SYRIEN

KINDER IN RAKKA UND DEN FLÜCHTLINGSCAMPS BRAUCHEN DRINGEND SAUBERES WASSER!

Jahrelange Kämpfe in Syrien haben ihre Spuren hinterlassen: Die Wasserversorgung ist in vielen Orten zusammengebrochen, Millionen Menschen sind betroffen. Gerade für Kinder sind Hygiene und sauberes Wasser aber lebensnotwendig. Denn wo Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen fehlen, verbreiten sich Krankheitserreger und Parasiten besonders schnell. Es droht zum Beispiel der Ausbruch von Cholera.

Anlässlich der Weltwasserwoche in Stockholm diskutieren Experten aus aller Welt, wie sie die Wasserversorgung in Krisenregionen wie Syrien sichern können. Doch wir müssen jetzt handeln! 

UNICEF-Mitarbeiter Andreas Knapp leitet die UNICEF-Wasserprogramme in Syrien und hat sich vor ein paar Tagen mit einem dringenden Hilferuf an uns alle gewandt:

So sorgt UNICEF in Syrien für sauberes Wasser 

UNICEF bekämpft den Wassermangel in Syrien mit täglichen Wasserlieferungen sowie dem Bau und der Reparatur von Brunnen. Tagtäglich ist das Team um Andreas Knapp im Einsatz, um die Kinder in den zerstörten Städten und Flüchtlingsunterkünften mit sauberem Wasser zu versorgen.

Weltwasserwoche: Wassertanks von UNICEF im Flüchtlingscamp Ain Issa

Andreas Knapp und sein UNICEF-Team beaufsichtigen die Wasserversorgung mit Tanks im Flüchtlingscamp Ain Issa, 50 Kilometer nördlich der stark umkämpften syrischen Stadt Rakka.
© UNICEF/Syria 2017/Delil Souleiman

Ein besonderes Anliegen ist der Wiederaufbau der dauerhaften Wasserversorgung von Schulen – vor allem in Aleppo. "Viele Schulen in Aleppo sind zerstört. Einige wenige sind noch in Betrieb. Doch die Wasserversorgung ist katastrophal", berichtet Andreas Knapp.

UNICEF arbeitet rund um die Uhr daran, die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Dazu gehört vor allem:

  • die Errichtung und Reparatur der Wasserbrunnen und Wasserleitungen
  • die Installation von Wassertanks und Pumpen
  • der Wiederaufbau hygienischer Toiletten und Waschräume
  • die Bereitstellung von Seife und Reinigungsmittel
  • Informationen und Aufklärung über Hygiene in Krisensituationen, zum Beispiel richtiges und häufiges Händewaschen mit viel Seife und sauberem Wasser

Werden Sie Teil der Hilfe für Wasser in Syrien

Ein Familien-Hygieneset
10.000 Wasserreinigungstabletten
Eine Handpumpe zur Trinkwasserförderung
Danke-Brief von Andreas Knapp an alle Unterstützer

Wasserversorgung in Schulen: Zukunft für Kinder sichern

Viele Kinder in Syrien haben noch nie die Schule besucht oder können dies seit Jahren nicht mehr regelmäßig. Eine ganze Generation droht verloren zu gehen. Die mangelnden Bildungschancen und die daraus resultierende hoffnungslose Zukunft ihrer Kinder ist oft der entscheidende Grund für Eltern, Syrien zu verlassen.

Daher ist es besonders wichtig, den Kindern in Syrien wieder Zugang zu Bildung zu verschaffen – und das langfristig. Gerade in Kriegsgebieten gibt der Schulbesuch den Kindern Halt, Sicherheit und Struktur.

Die Wasserversorgung spielt dabei eine entscheidende Rolle. So können die Kinder zumindest in der Schule sauberes Wasser trinken, sich die Hände waschen und funktionierende Toiletten benutzen. Die Verbreitung von ansteckbaren Krankheiten wird eingedämmt und die Kinder können zumindest für ein paar Stunden am Tag ein Stück Normalität erfahren.

Weltwasserwoche: Die "WASH"-Strategie von UNICEF

Um allen Kindern den Zugang zu sicherem Trinkwasser zu ermöglichen, entwickelte UNICEF die sogenannten "WASH" (Water, Sanitation and Hygiene)-Projekte. Die Schwerpunkte dieser Projekte sind u.a. die Wasserversorgung allgemein sowie die Verbesserung von sanitären Einrichtungen (Toiletten, Waschräumen) und Wasserleitungen/Brunnen. Hygieneaufklärung und die Errichtung von Toiletten und Wasseranschlüssen an Schulen, Kindergärten und bei humanitären Krisen, gehören ebenfalls dazu.

WASH-Projekte beinhalten ebenfalls die Bereitstellung von Seife und Waschmittel, Binden und Zahnpaste und vielen weiteren alltäglichen Hygiene-Artikeln, die Krankheiten leicht aber efffektiv verhindern.  Außerdem wird ein Schwerpunkt auf die Umsetzung von Aufklärungsinitiativen zu sauberem Wasser und Hygiene, vor allem bei Schulkindern und Eltern, gesetzt. Bisher gibt es die WASH-Projekte in 107 Ländern und 570 UNICEF-MitarbeiterInnen sind für die Implementierung der Programme zuständig. 

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