Ein syrischer Junge in einer Spielzone im Za’atari Flüchtlingslager, © UNICEF/NYHQ2013-0671/Shehzad Noorani

VORTRAG ÜBER EINE PROJEKTREISE NACH JORDANIEN

Eine gut besucht Veranstaltung fand am 15. Oktober 2018 in der Volkshochschule Braunschweig statt.

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Frau Elke Bumiller-Krause, ehrenamtliche Mitarbeiterin bei UNICEF aus Eisenhüttenstadt,  berichtete von ihrer Reise mit UNICEF nach Jordanien. Sie berichtete von einem Land, das seine Nord Grenze mit Syrien teilt, das zu 80 % aus Wüste besteht, das in den letzten 60 Jahren viel Zuwanderungen verkraften musste (ca. 60% der Bevölkerung sind Palästinenser). Das Land hat 9,6 Millionen Einwohner und 1,6 Millionen Flüchtlinge. Eine große Herausforderung, die das kleine Land kaum alleine stemmen kann. Das Land wird bei dieser Aufgabe international unterstützt vom UNHCR, von einzelnen Staaten und Organisationen, auch von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.  UNICEF kümmert sich um sauberes Wasser, Sanitäranlagen, Gesundheit, Ernährung, Kinderschutz, Bildung und Jugendliche. Frau Bumiller-Krause konnte drei Familien in der Stadt und den beiden größten Flüchtlingskamps Za’arti und Azraq in der Wüste kennen lernen und einen Eindruck von dem  Leben der geflohenen Menschen bekommen.  Das Leben findet unter extremen klimatischen Bedingungen in einfachsten Verhältnissen statt. Die wirtschaftliche Situation der Familien verschlimmert sich, da Angespartes im Laufe der Jahre aufgebraucht ist. Die Menschen werden mit Anhalten des Konfliktes hoffnungslos. In diesem tristen Umfeld bietet UNICEF mit seinen Partnern kindgerechte Räume, die den Kindern Spiel-, Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten, die von den Kindern mit großer Freude angenommen werden. UNICEF unterstützt Schulen in den Camps und arbeitet gemeinsam mit dem jordanischen Bildungsministerium daran, Schulen, auch in den Camps zu schaffen, Kinder mit Schulmaterialien zu versorgen, Lehrer zu qualifizieren, das Schulsystem zu modernisieren sowie Erzieher, Sozialarbeiter und Psychologen in schul vorbereitenden, kindgerechten Orten, sogenannten Makanis einzusetzen.