Zwei Kinder spielen in einem Betreuungszentrum, © UNICEF/INDA2013-00067/Dhiraj Singh

BESUCH IN DER SCHULE AM WASSERTURM

Der Besuch zum Thema „Kinderrechte“ wurde von einer 11- köpfigen Schülergruppe der vierten Klassen unter Anleitung von Frau van Beek und Frau Wirth vorbereitet. Zuerst tauschten sich die Kinder darüber aus, was sie brauchen, damit es ihnen gut geht: Familie, Eltern, Freunde, Spaß, Nahrung, eine Wohnung, Schule...

Sie lernten, dass es mehr als 10 Kinderrechte gibt, für deren Einhaltung sich die meisten Staaten der Welt gemeinsam mit Unicef und anderen Hilfsorganisationen stark machen.

Bei einem weiteren Vorbereitungs-Treffen überlegten sich die Kinder Fragen, die sie Frau Eckenbach gerne stellen wollten: „Was passiert denn mit den Eltern, wenn sie ihre Kinder schlagen?“ oder „Kann bei uns in Deutschland auch irgendwann mal Krieg ausbrechen?“

Während ihres Besuchs musste sich Frau Eckenbach dann neben der Frage, ob sie  Bundeskanzlerin Angela Merkel kenne, auch zu schwierigeren Fragen der Schüler äußern. Vor allem die zwei Kinderrechte “Gewaltfreie Erziehung“ und „Schutz bei Krieg und Verfolgung“ interessierten die Kinder sehr, da diese sie in besonderem Maße betreffen und betroffen machen. Alle Kinder dieser Projekt-Gruppe besitzen einen Migrations-Hintergrund. Viele von ihnen erzählten Frau Eckenbach dann auch, dass ihre Eltern aus Kriegs- bzw. Krisengebieten wie z. B. dem Irak, Pakistan oder dem Kosovo stammen.

Wenn Eltern ihre Kinder schlagen, müssen sie dann ins Gefängnis?

Was passiert dann mit den Kindern, wenn die Eltern sie schlagen?

Warum schlagen Eltern ihre Kinder überhaupt?

Warum machen Länder Krieg?

Gibt es im Krieg auch Pausen?

Gibt es Sieger beim Krieg?

Warum werden Kinder Soldaten?

Wenn Krieg ist, welchen Schutz haben Kinder?

Auch als Politikerin konnte Frau Eckenbach den Kindern natürlich nicht versprechen, dass es in Deutschland keine Kriege und auch keine Gewalt mehr geben wird. Abschließend aber bestärkte sie die Kinder darin, ihre Rechte zu nutzen: in die Schule zu gehen und zu lernen, stark zu sein, die eigene Meinung zu äußern und den Mut zu haben, sich bei tätlichen Übergriffen an eine Vertrauensperson zu wenden. 

Yousif schreibt:

Am Mittwoch, den 05.02.2014, war Frau Jutta Eckenbach aus dem Bundestag bei uns. Wir haben ihr verschiedene Fragen gestellt. Eine Frage war: „Was passiert mit den Eltern, die ihre Kinder schlagen?“

Sie hat uns ganz lange erzählt, welche Kinderrechte man einhalten muss. Und sie regiert mit Angela Merkel. Sie sprechen zusammen über verschiedene Themen.

Wenn man Kinder schlägt, lernen Kinder selber zu schlagen. Und wenn sie dann später Kinder bekommen, schlagen sie ihre Kinder selbst auch.Dann haben wir über Kriege gesprochen. Da haben Kinder auch ein Recht. Das lautet: Kinder haben das Recht im Kriege geschützt zu werden.

Der Tag war schön.