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STARKE STIMME BEIM G20-GIPFEL: UNICEF-BOTSCHAFTERIN MUZOON IN HAMBURG

Am 7. und 8. Juli 2017 fand der G20-Gipfel in Hamburg statt. Gemeinsam mit UNICEF International und UNICEF Deutschland war UNICEF Hamburg vor Ort. UNICEF nutzte den Gipfel, um auf die Situation von geflüchteten und migrierten Kindern aufmerksam zu machen: Kinder brauchen Schutz vor Ausbeutung und Gewalt, sie brauchen Zugang zur Gesundheitsversorgung und Bildung. Vereint fordern wir: Kindheit braucht Frieden!

UNICEF-Botschafterin Muzoon überbringt Regierungschefs Forderungen

Eine große Inspiration und starke Stimme für die Botschaft ist die jüngste UNICEF-Botschafterin aller Zeiten: Muzoon Almellehan. Muzoon, die selbst mit ihrer Familie aus Syrien fliehen musste, kam in die Hansestadt, um sich für die Rechte dieser Kinder einzusetzen. Die erst 19-jährige zeigte einen beeindruckenden Einsatz. Auf dem Global Citizen Konzert sprach sie vor einem Millionen-Publikum. Sie führte Interviews mit Medien aus der ganzen Welt und hatte die Möglichkeit, Staats- und Regierungschefs ihre Forderungen zu überbringen - darunter Erna Solberg, Norwegens Premierministerin, Mark Rutte, Premier aus den Niederlanden und Alexander De Croo, stellvertretender Premier von Belgien. Besonders freute sich Muzoon, Bundeskanzlerin Angela Merkel zu treffen. In einem persönlichen Gespräch erzählte Muzoon von ihrer eigenen Geschichte und betonte, wie sehr geflüchtete Kinder Zugang zu Schulen und Bildung brauchen.

Internationales Team in der Hansestadt

Neben unserer Botschaft war es für die Arbeitsgruppe Hamburg eine besondere Gelegenheit Hauptamtliche aus dem internationalen und deutschen Team zu treffen. Sowohl aus Genf und New York als auch aus Berlin und Köln waren Mitarbeiter von UNICEF angereist, um für Kinder einzustehen. Das Hamburger Team begrüßte und unterstützte die angereisten “Unicefler” in der Hansestadt und konnten gleichzeitig viel für die zukünftige Arbeit in Hamburg lernen.

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel

Während der spannenden Tage in Hamburg, hat unser Anliegen Gehör gefunden. Muzoon und die Bundeskanzlerin Angela Merkel sind sich einig: Geflüchtete Kinder brauchen Schule und Bildung. Damit konkrete Handlungen folgen, wird UNICEF und die Hamburger Arbeitsgruppe sich auch in Zukunft dafür einsetzen: “Eine Generation von Kindern in Kriegs- und Krisengebieten muss geschützt werden. Dazu gehört Sicherheit für den Alltag und Bildungschancen für die Zukunft. Das ist unser Ziel - nachhaltig im Einsatz für jedes Kind, Michaela Eugen-Albrecht, Leiterin UNICEF Hamburg.  

Hintergrund: Millionen Kinder entwurzelt

Die aktuellen Krisen zwingen immer mehr Menschen auf der ganzen Welt ihre Heimat zu verlassen. Besonders häufig sind Kinder von Flucht betroffen. Beinahe eins von 200 Kindern auf der Welt ist ein Flüchtling. Der größte Anteil stammt aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Durch die Flucht erleiden die Kinder große Unsicherheiten. Zusätzlich kommt es in den Transit- und Zielländern zu Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung.

Bildung ist für viele Familien einer der Hauptgründe die Heimat zu verlassen. In Kriegs- und Krisengebieten gibt es keinen Schulalltag. 75 Millionen Kinder können weltweit aufgrund von anhaltenden Krisen oder Katastrophen keinen Kindergarten besuchen, nicht zur Schule gehen oder nur unregelmäßig lernen. Alleine in Syrien ist jede vierte Schule beschädigt, zerstört oder dient als Kaserne oder Notunterkunft. 1,7 Millionen syrische Kinder haben keinen Zugang zu Bildung. Bildung, als Chance für eine bessere Zukunft, wird dadurch vielen Kindern verwehrt.

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