Kinder trinken Wasser aus einem sicheren Brunnen | © UNICEF/NYHQ2010-2313/Eric Bouvet

AM 22.04.2018 IST DER TAG DER ERDE

Der Wasserfussabdruck

Stell dir vor, jemand erzählt dir, dass er 14 Mal in der Woche die Badewanne volllaufen lässt, um darin gemütlich zu baden. Was würdest du denken?  Vielleicht so etwas wie: "Ist das nicht Wasserverschwendung?" Denn das entspricht einem Verbrauch von etwa 4.000 Liter Wasser.

Die Herstellung eines einzigen T-Shirts verbraucht im gesamten Produktionsprozess, vom Anbau der Baumwolle auf den Feldern bis zum Verkauf an der Ladentheke, auch etwa 4.000 Liter Wasser.

Für die Herstellung von einem 250g-Steak braucht man, gemessen vom Anbau des Futters für die Rinder, über das Tränken der Tiere, bis zur Herstellung des fertigen Stückes Fleisch im Einkaufswagen, ebenfalls fast 4.000 Liter Wasser und damit mehr als zehn Mal so viel wie zur Herstellung der gleichen Menge Weizen notwendig ist.

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© UNICEF


Aufstrebene Bewegungen wie Vegetarismus und Veganismus, Trends wie Upcycling und Refashion und das immer häufigere Auftreten von Repair Cafés sind auch Ausdruck von Fragen wie "Was bin ich bereit, für meinen eigenen Luxus und Genuss in Kauf zu nehmen?" oder "Ist es eigentlich nicht absurd, sich z.B. jede Woche neue Kleidung zu kaufen oder täglich Fleisch zu essen, wenn dadurch so große Mengen an Wasser verbraucht und CO2 ausgestoßen werden, und letzteres unsere Erdatmosphäre erwärmt?"

Wenn man bedenkt, dass Menschen an vielen Orten der Erde unter dem Mangel an Trinkwasser oder den Auswirkungen von Dürre infolge von klimabedingten Umweltkatastrophen leiden, ist wohl ein Umdenken erforderlich.