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STUTTGART JETZT OFFIZIELL KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE

Stuttgart erhält Siegel als ,,kinderfreundliche Kommune“ des Vereins ,,Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ – einer Initiative von UNICEF

Am 4. März 2020 luden der Oberbürgermeister der Stadt-Stuttgart Fritz Kuhn und die Kinderrechtsbeauftragte der Stadt Stuttgart Maria Haller-Kindler in Zusammenarbeit mit dem Verein Kinderfreundlichen Kommunen zur feierlichen Übergabe des Siegels ,,Kinderfreundliche Kommune“ im Stuttgarter Rathaus ein. ,,Eine kindergerechte Stadt ist eine nachhaltige Stadt“ hieß es am Mittwoch bei der Begrüßung des Oberbürgermeisters Fritz Kuhn bei der Siegelverleihung in Stuttgart.

Seit März 2018 ist Stuttgart Teil des Programms von UNICEF Deutschland sowie des
Deutsches Kinderhilfswerks und dabei auf dem Weg, die Kinderfreundlichkeit vor Ort
stetig zu verbessern. Zwei Jahre später wurde Stuttgart jetzt mit seinem Aktionsplan für die Umsetzung von Kinderrechten auf kommunaler Ebene durch das Siegel „kinderfreundliche Kommune" geehrt. 

Rund 32 Maßnahmen des erarbeiteten Aktionsplans umfassen dabei die konsequente Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene und orientieren sich an den Interessen und Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen. Das Ergebnis beinhaltet unterschiedlichste Handlungsfelder und Schwerpunkte, welche neben gesundheitlichen Rahmenbedingungen besonders den Schutz vor Gewalt, sichere Räume sowie Bewegungs-, Spiel-, und Freizeitmöglichkeiten für Kinder abdeckt. So sollen Kinderrechte in der praktischen Arbeit der Stadtverwaltung berücksichtigt werden und sich im täglichen Handeln von Politik und Verwaltung widerspiegeln. Dabei haben zahlreiche Städte und Gemeinden bereits erkannt, dass die Einbeziehung junger Menschen in die Gemeindeentwicklung ein Schlüsselfaktor für einen kinderfreundlichen Standort darstellt. 

Um sich kinderfreundliche Kommune nennen zu dürfen, hat auch die Landeshauptstadt den Aktionsplan erfolgreich zusammen mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet. Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, betonte bei der Siegelvergabe ebenfalls die Wichtigkeit, Kinder an kommunalen Entscheidungen zu beteiligen. Gemäß dem Leitgedanken ,,Kinderstadt-Stuttgart – für Kinder, von Kindern, mit Kindern“ waren bei der Siegelverleihung die Stimme zahlreicher Kinder und Jugendlicher vertreten, um im Dialog zu einer kinderfreundlichen Kommune ihre Meinungen zu vertreten und Gehör zu finden.

Mit einem Volumen von etwa drei Millionen Euro pro Jahr veranschaulicht der Aktionsplan, welchen hohen Stellenwert die Umsetzung der Kinderrechte für die Landeshauptstadt Stuttgart und dessen Gemeinderat einnimmt. Das Engagement der Landeshauptstadt wurde unter anderem auch von der Kinderrechtsbeauftragten der Stadt Stuttgart Maria Haller-Kindler mehrfach gelobt. Eine Würdigung erfolgte zudem durch Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland sowie dem Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks Holger Hofmann. 

In den kommenden Jahren wird der Aktionsplan mithilfe von Akteuren aus zahlreichen Ressorts, verschiedenen Einrichtungen und Initiativen sowie der Einbindung zahlreicher
Kinder und Jugendliche umgesetzt. Das verliehene Siegel kann drei Jahre getragen
werden und ist Herausforderung, Verpflichtung sowie Ansporn für die Umsetzung
des Aktionsplanes.


Kontakt für allgemeine Medienfragen zum Projekt:
UNICEF Deutschland, Pressestelle, Ninja Charbonneau, Tel. 0221/ 93650-298,
presse@unicef.de

Über den Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V.
Der Auftrag des Programms „Kinderfreundliche Kommune“ ist die konsequente Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene. Das Ziel ist Kommunen bundesweit zu unterstützen, ihre kommunalen Angebote, Planungen und Strukturen im Sinne der Kinderrechte zu verbessern und die UN-Kinderrechtskonvention bekannter zu machen. Das Vorhaben erfolgt auf der Grundlage internationaler Standards von UNICEF. Kommunen, welche das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhalten möchten, durchlaufen ein festgelegtes, aber gleichermaßen individuell an sie angepasstes Programm und müssen darin auf diese Standards hinarbeiten. Das Dach des Vorhabens „Kinderfreundliche Kommunen“ in Deutschland bildet die internationale Child Friendly Cities Initiative (CFCI) von UNICEF. Sie wurde aus der UN-Kinderrechtskonvention und der Deklaration der UN-Weltsiedlungskonferenz (1996, Habitat II) heraus entwickelt und setzt sich seit 1996 international dafür ein, Kommunen kinderfreundlicher zu gestalten.