Pakistan: Ein Junge hält eine Packung Plumpy'nut in den Händen.

HUNGER IN AFRIKA UND IM JEMEN: ZWEI MILLIONEN KINDER IN GEFAHR

Wegen der schweren Hungerkrisen in mehreren afrikanischen Ländern sowie im Jemen ist das Leben von Millionen von Kindern in akuter Gefahr. Nach neuesten Schätzungen von UNICEF werden rund zwei Millionen Kinder am Horn von Afrika, im Südsudan, in der Tschadsee-Region und im Jemen bis Ende des Jahres lebensbedrohlich mangelernährt sein. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wendet sich mit einer Botschaft an die Bundesbürger und ruft zu Spenden für die in den Hungergebieten Afrikas tätigen Organisationen auf.

"Es ist ein Skandal, dass im 21. Jahrhundert in unserer Welt noch Kinder den Hungertod fürchten müssen“, sagt Gabriele Sthamer, Leiterin der UNICEF-Arbeitsgruppe Worms. "90 Prozent der mangelernährten Kinder, die UNICEF zum Beispiel in Somalia oder Südsudan in den vergangenen Monaten behandelt hat, konnten gerettet werden.“
Die Ursachen für die aktuellen Hungerkrisen sind sehr komplex: Eine Kombination aus brutalen Konflikten, Vertreibung, außergewöhnlich langen Dürreperioden und hohen Preisen für Lebensmittel hat dazu geführt, dass Wasser und Nahrung knapp sind. Krankheiten wie Cholera und Masern bringen Kinder zusätzlich in Gefahr.

So ruft auch die Wormser UNICEF-Arbeitsgruppen zu Spenden für die Kinder in Ostafrika auf. "Jetzt ist der richtige Moment! Wir dürfen nicht warten, bis in allen Ländern eine Hungersnot erklärt wird – denn dann ist es für Tausende Kinder schon zu spät. Jetzt können wir Schlimmeres verhindern!" fordert Gabriele Sthamer.


Wie UNICEF vor Ort arbeitet, zeigt die Arbeitsgruppe in der kleinen Ausstellung "UNICEF zum Anfassen", die während der Öffnungszeiten des UNICEF-Büros besichtigt werden kann. So wird zum Beispiel die Erdnusspaste "Plumpy Nut" vorgestellt, die stark mangelernährten Kindern zum Aufpäppeln gegeben wird. Ein Päckchen kostet nicht einmal 40 Cent. Ein Streifen Wasserreinigungstabletten, das 40-50 Liter Wasser von den Krankheitskeimen wie Cholera befreit, gerade mal 4,5 Cent.
Diese einfachen Beispiele sollen zeigen, dass man auch mit kleinen Geldmengen viel erreichen kann.

Die Ausstellung ist im UNICEF-Büro (Bärengasse 13) letztmalig vor der Sommerpause am 16. Juni von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Während der Zeit können auch die beliebten UNICEF-Grußkarten erworben werden, deren Erlös ebenfalls in die Arbeit von UNICEF fließen.

So freut sich die Arbeitsgruppe Worms über jede Spende:

Bank für Sozialwirtschaft Köln

IBAN DE41370205003031722560

Kennwort: Nothilfe Ostafrika

Bei der Angabe Ihrer Adresse wird bei Spenden über €25 auch eine Spendenbescheinigung zugeschickt.