Cholera Südsudan: Junge mit Keep it zero-Zeichen

LET'S KEEP IT ZERO!

KEINE CHANCE FÜR CHOLERA IM SÜDSUDAN

Die Angst vor einem erneuten Cholera-Ausbruch ist groß im Südsudan. Die Regenzeit hat früher und heftiger begonnen als erwartet. Überflutungen verschmutzen die Wasserquellen, über die Hälfte der Südsudanesen hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Viele sanitäre Anlagen sind in schlechtem Zustand – oder gar nicht erst vorhanden. Zudem gibt es nicht genug zu essen. 250.000 Kinder sind bedrohlich unterernährt und dadurch geschwächt.

Cholera im Südsudan: Josephine wurde schwer krank

Josephine Simon (2) aus Juba im Südsudan war schwer an Cholera erkrankt. Ihre Mutter bangte um ihr Leben - UNICEF konnte helfen.
© UNICEF Südsudan/2018/Helene Sandbu Ryeng

Die aktuelle Situation weckt Erinnerungen an den tödlichen Cholera-Ausbruch, der im Bürgerkriegsland Südsudan seit dem Sommer 2016 über 400 Todesopfer forderte. Auch Sarah Simon hätte beinahe ihre Tochter Josephine an die Cholera verloren. „Sie war so schwach, sie hatte nicht einmal mehr die Kraft zu weinen“, erinnert sich Sarah.  

Ärzte retteten Josephine das Leben. UNICEF schaffte es gemeinsam mit Partnern, die Cholera zurückzudrängen. Noch gibt es keine neuen Cholera-Fälle im Südsudan. Doch die Krankheit könnte jederzeit wieder ausbrechen, wenn wir nicht jetzt handeln. Das Ziel von UNICEF ist, dass kein Kind im Südsudan an Cholera erkrankt. Unser Motto: „Keep it zero!“ – die Zahl der Cholera-Fälle soll bei Null bleiben. Helfen Sie uns, jedes Mädchen und jeden Jungen vor Cholera zu schützen.

UNICEF hilft vor Ort

Sauberes Trinkwasser ist der Schlüssel im Kampf gegen die Cholera. UNICEF-Helfer verteilen im Südsudan Reinigungstabletten, mit denen aus schmutzigem Wasser sicheres Trinkwasser wird. Auch über Wassertanks bringen wir Trinkwasser zu den Menschen. Zudem bauen wir neue Brunnen und reparieren alte, die nicht mehr funktionstüchtig sind. 

Josaphat Kambale arbeitet für UNICEF in der Hauptstadt Juba, einem Cholera-Risikogebiet. Er testet regelmäßig die Qualität des Wassers, das hier aus den Brunnen kommt. "Ich schaue, ob das Wasser klar ist, welchen PH-Wert es hat und ob es frei von Bakterien ist", erklärt Josaphat. "So wollen wir sicherstellen, dass die Kinder und ihre Familien gesundes Trinkwasser bekommen."

  

                       

© UNICEF DT/Superblau

Hygiene ist der zweite Schlüsselfaktor, um Cholera zu verhindern. UNICEF-Helfer verteilen Seife und zeigen den Kindern in der Schule, wie sie sich richtig die Hände waschen. Wir bauen und sanieren sanitäre Anlagen, etwa in Schulen und Gesundheitszentren. Und wir impfen gegen Cholera – 2017 bekamen über 500.000 Kinder die lebensrettende Schluckimpfung.

Bei Hausbesuchen, per Megafon oder übers Radio informieren wir die Menschen über die Gefahren der Cholera und erklären ihnen, wie sie sich schützen können. Sarah Simon lernte während der Behandlung ihrer Tochter Josephine in einem von UNICEF unterstützen Krankenhaus, wie wichtig sauberes Wasser und Hygiene sind. 

Helfen Sie uns dafür zu sorgen, dass die Cholera nicht in den Südsudan zurückkehrt. Spenden Sie jetzt für sicheres Trinkwasser und retten Sie Kinderleben. Let’s keep it zero!

Cholera im Südsudan: Sarah hält ihre wieder gesunde Tochter Josephine im Arm

Sarah Simon hält ihre Tochter Josephine im Arm. Das Mädchen war an Cholera erkrankt. Heute geht es ihr wieder gut.
© UNICEF Südsudan/2018/Helene Sandbu Ryeng


SO KÖNNEN SIE HELFEN

1.200 Päckchen Zucker-Salz-Mischung gegen Durchfall
40.000 Tabletten zur Reinigung von Wasser
Eine Handpumpe für einen Trinkwasserbrunnen


MIT SAUBEREM WASSER GEGEN CHOLERA

Was ist Cholera?

Cholera wird durch eine Bakterienart, genannt "Vibrio cholerae", übertragen. Die Bakterien gelangen vor allem über schmutziges Trinkwasser in den Körper des Menschen. Aber auch über Lebensmittel oder unhygienische Toiletten kann sich der Erreger ausbreiten. 

Wer an Cholera erkrankt, muss erbrechen und bekommt Durchfall. Dadurch verliert der Körper viel Flüssigkeit. Wird die Krankheit nicht behandelt, trocknet der Körper aus. Die Nieren und der Kreislauf versagen, die Betroffenen fühlen sich benommen oder verwirrt. Manche fallen ins Koma oder sterben. Für Kinder kann Cholera innerhalb weniger Stunden den Tod bedeuten. Ihr kleiner Körper trocknet schneller aus als der von Erwachsenen. 


Südsudan Hungersnot: Eine Mutter im Südsudan hält ihr schwer mangelernährtes Kind
Helfen Sie den Kindern im Südsudan!
Helfen Sie den Kindern im Südsudan!
Bei einem erneuten Cholera-Ausbruch im Südsudan wären die Kinder besonders bedroht. Mit Ihrer Hilfe können wir sie schützen.
Bei einem erneuten Cholera-Ausbruch im Südsudan wären die Kinder besonders bedroht. Mit Ihrer Hilfe können wir sie schützen.
39.519% erreicht Ziel 100000.0