WIE SOLL DIE UMSETZUNG FINANZIERT WERDEN?

Im Juli 2015 hat in Addis Abeba eine Konferenz zur Finanzierung der künftigen Entwicklungszusammenarbeit stattgefunden, heraus kam die „Addis Abeba Action Agenda“. Kritiker bemängeln allerdings, dass in dieser Agenda bisher wenig echte Aktion steckt. Da ist noch Luft nach oben. Unter anderem haben die Regierungen ihr Ziel wiederholt, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Das versprechen sie schon seit Jahren, passiert ist aber bisher wenig – auch Deutschland ist davon noch weit entfernt.

Darüber hinaus ist jeder einzelne gefragt und kann etwas tun, zum Beispiel mit einer einzelnen Spende oder mit einem regelmäßigen Beitrag als UNICEF-Pate.

Übrigens: Kinder und vor allem die am meisten benachteiligten Familien zu unterstützen ist nicht nur nett, sondern auch die schlaueste Investition, die es gibt.

Beispiel gefällig? UNICEF hat berechnet, dass jedes zusätzliche Schuljahr zu einem durchschnittlichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 18 Prozent pro Kopf führt. Und wenn ein Kind in seiner frühen Lebensphase nicht unterernährt war, wird es später einen um 20 Prozent höheren Stundenlohn haben. Es geht also darum, jungen Menschen zu einem besseren Start ins Leben zu verhelfen, damit sie gar nicht erst in eine Notlage kommen.

Mit anderen Worten: Nicht zu helfen kostet uns viel mehr als zu helfen.