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Neuer weltweiter Bericht zu Kindern und AIDS

Nur jedes dritte Baby wird vor AIDS geschützt

UNICEF: Finanzkrise darf AIDS-Programme nicht gefährden

30. November 2009

Neuer weltweiter Bericht bilanziert AIDS-Epidemie unter Kindern
Neuer weltweiter Bericht bilanziert AIDS-Epidemie unter Kindern - Zum Download (PDF, engl.) bitte auf das Bild klicken.

Zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember ruft UNICEF dazu auf, Kinder und Jugendliche weltweit besser vor HIV und AIDS zu schützen. Noch immer wird nur jedes dritte Baby von HIV-infizierten Müttern vor einer Übertragung des Virus geschützt – im Süden Afrikas sogar nur jedes zehnte Kind. Nach einem neuen weltweiten Bericht gab es in den vergangenen vier Jahren jedoch wichtige Fortschritte für die von der Epidemie betroffenen Mädchen und Jungen. Inzwischen werden 38 Prozent der Kinder, die AIDS-Medikamente brauchen, versorgt. Das geht aus dem Bericht „Kinder und AIDS“ hervor, der heute von UNICEF, UNAIDS, Weltgesundheitsorganisation und dem UN-Bevölkerungsfonds in New York, Genf, Barcelona und in Köln veröffentlicht wird.

"Es ist zu befürchten, dass die weltweite Wirtschaftskrise die Auswirkungen der AIDS-Epidemie auf Kinder und Jugendliche in Entwicklungsländern verschärft“, sagte die Geschäftsführerin von UNICEF Deutschland, Regine Stachelhaus. „Die am stärksten betroffenen Länder sind bis heute nicht in der Lage, die AIDS-Epidemie aus eigener Kraft wirksam zu bekämpfen."

„Weltweit erhalten 45 Prozent der HIV-infizierten Schwangeren Medikamente, um eine Übertragung des Virus auf ihr Baby zu verhindern. Das ist ein Anstieg von fast 200 Prozent im Vergleich zu 2005“, sagte UNICEF-Direktorin Ann Veneman. „In Ländern wie Nigeria, wo weltweit 15 Prozent aller schwangeren Frauen mit HIV leben, muss die Versorgung jedoch dringend verbessert werden“. In Nigeria werden bislang nur zehn Prozent aller Schwangeren auf HIV getestet. 90 Prozent der HIV-positiven Frauen haben keinen Zugang zu Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten. In den ebenfalls stark betroffenen Ländern Botswana und Namibia dagegen werden bereits mehr als 90 Prozent der Schwangeren behandelt, um eine Übertragung des HI-Virus zu verhindern. 

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  • Weitere Informationen
  • UNICEF-Bericht
    'Children and AIDS – Fourth Stocktaking Report, 2009' (engl., PDF)
  • Bilanz der Kampagne
    Stand: Nov. 2009 (PDF)
  • Hilfe für von AIDS betroffene Kinder - Das tut UNICEF