Das Leid und die Verzweiflung der Menschen in Syrien nehmen von Tag zu Tag zu. Nach neuesten Schätzungen brauchen 6,8 Millionen Menschen in Syrien, unter ihnen mehr als drei Millionen Kinder, dringend Hilfe. Die Kämpfe werden unterdessen immer erbitterter.
Die Angst treibt jeden Tag Tausende Familien in die Flucht. Über 1,4 Millionen Menschen sind bereits nach Jordanien, Libanon, Irak und in die Türkei geflüchtet. Familien berichten, dass ihre Kinder durch die andauernden Kämpfe, Flucht und Unsicherheit traumatisiert sind.
UNICEF befürchtet, dass bis Ende des Jahres jeder zweite Syrer auf Hilfe angewiesen sein wird, wenn die Kämpfe nicht schnell gestoppt werden.
Wir setzen alles daran, die Kinder und ihre Familien mit dem Nötigsten zu versorgen. Mit Lastwagen bringt UNICEF große Mengen Chlor ins Land, Trinkwasser für Millionen Menschen zu reinigen. Wir machen trotz der Kämpfe Impfkampagnen möglich und helfen, Zehntausende Kinder zu betreuen und mit Schulmaterial zu versorgen.
Bitte helfen Sie mit – vielen Dank!
(Stand: 7. Mai 2013)
Die anhaltenden Kämpfe machen es für Hilfsorganisationen sehr schwer, den notleidenden Menschen in Syrien zu helfen. Trotzdem ist UNICEF dank seiner jahrzehntelangen ununterbrochenen Präsenz im Land und seinem Netzwerk aus rund 40 lokalen und internationalen Partnerorganisationen in der Lage, Kinder und ihre Familien mit dem Nötigsten zu versorgen – auch über Konfliktlinien hinweg. Einige Beispiele:
So konnte UNICEF bereits helfen:
Täglich fliehen Tausende Syrer über die Grenze nach Jordanien – alleine im April waren es mehr als 43.000 Menschen. Das Flüchtlingslager Za‘atari bei Mafraq ist in wenigen Monaten auf eine Großstadt mit weit über 100.000 Menschen angewachsen. UNICEF ist unter anderem für die Wasserversorgung zuständig und kümmert sich um psychosoziale Betreuung und Unterricht für die Kinder. Im Sommer soll ein weiteres Camp in Azraq für bis zu 50.000 Flüchtlinge eröffnet werden; die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.
So konnte UNICEF bereits helfen:
Rund 450.000 Syrer sind im Libanon als Flüchtlinge registriert – die tatsächliche Zahl wird weitaus höher geschätzt. Viele von ihnen müssen sich mit selbstgebauten Notunterkünften behelfen, in denen es weder eine Küche noch Wasser oder Toiletten gibt. Der große Zustrom von Flüchtlingen stellt für die Gastgemeinden, die ohnehin zu den ärmsten des Landes gehören, eine große Belastung dar. UNICEF versorgt deshalb sowohl syrische als auch libanesische Kinder und Familien mit Wasser, Schulmaterial und Hygieneartikeln.
So konnte UNICEF bereits helfen:
Pro Tag kommen durchschnittlich 500 Flüchtlinge über die Grenze nach Irak. Tausende Flüchtlinge warten auf der syrischen Seite auf Einlass. Das Domiz Camp im Nordirak – geplant für 22.000 Flüchtlinge – beherbergt bereits rund 40.000 Menschen. Familien müssen sich ein Zelt teilen, und es gibt zu wenig sanitäre Anlagen. UNICEF unterstützt Familien in den Flüchtlingslagern in Domiz (im Nordirak) und Al-Qaim (im Westen des Landes) mit sauberem Wasser, Hygieneartikeln und medizinischer Hilfe. UNICEF sorgt auch dafür, dass Mädchen und Jungen Notschulen besuchen können.
So konnte UNICEF bereits helfen:
Über 320.000 syrische Flüchtlinge sind in der Türkei registriert. Zwei Drittel davon sind in den 17 Camps der türkischen Regierung untergebracht. UNICEF richtet Schulen für die Flüchtlingskinder ein.
So konnte UNICEF bereits helfen:
15.05.2013 - Das ZDF berichtet heute in seinen aktuellen Sendungen von “ZDF-Morgenmagazin” bis “heute nacht” schwerpunktmäßig über die Lage der syrischen Flüchtlinge und die Arbeit der Hilfsorganisationen. Lisa Marie Ullrich, die zur Zeit ein Praktikum bei UNICEF in Jordanien macht, war bei dem Besuch des Fernsehteams in einer Schule und bei einer Familie im Za’atari Camp dabei. Mehr
22.04.2013 – Aleppo. Den Namen dieser syrischen Stadt hören wir häufig in den Nachrichten. Aleppo ist eine der Städte, um die seit Monaten erbittert gekämpft wird. Menschen sterben, Häuser werden zerstört – jeden Tag.
Ein UNICEF-Mitarbeiter, dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden kann, war vor ein paar Tagen in Aleppo und schildert im UNICEF-Blog seine Eindrücke. Mehr
08.04.2013 – Viele Einwohner der Stadt Homs müssen von einer Notunterkunft zur nächsten zu ziehen. Überall gibt es bewaffnete Checkpoints, die sie passieren müssen. In einem Zentrum für Mütter und Kinder finden viele Betroffene Schutz und psychologische Hilfe.
UN-Sprecherin Juliette Touma war mit einem UNICEF-Team in den Straßen von Homs unterwegs und berichtet von ihren Eindrücken. Mehr
25.03.2013 – Vor sieben Monaten musste der 13-jährige Bashir Syrien verlassen. Er lebte mit seiner Familie im Süden des Landes, in Deraa. Doch als ihr Wohnort immer mehr unter Beschuss geriet, flohen sie nach Jordanien. Bashirs Familie war eine der ersten, die im damals neu errichteten Za‘atari Flüchtlingscamp ankamen. Heute leben dort schätzungsweise 100.000 Syrer. Mehr als zwei Jahre dauert inzwischen der Konflikt in ihrer Heimat, der mindestens 70.000 Menschen das Leben gekostet hat. Mehr
12.03.2013 – Es ist kalt. Dick eingepackt in ihre Winterpullis hören die Jungen und Mädchen ihrer jungen Lehrerin aufmerksam zu. Sie erklärt ihnen mit viel Enthusiasmus die arabische Grammatik. Dies ist kein normaler Klassenraum. UNICEF hat in der syrischen Stadt Homs Notschulen eingerichtet. Momentan wird mit Hilfe einer lokalen Partnerorganisation in 14 Notunterkünften Unterricht angeboten. Rund 4.000 Kinder zwischen vier und zwölf Jahren erfahren so ein Stück Normalität im Chaos in Homs. Mehr
08.03.2012 - Die Lage der Kinder im Syrien-Konflikt wird nach Einschätzung von UNICEF immer schwieriger. Zwei Jahre nach Ausbruch der Gewalt leiden rund 2,2 Millionen Kinder direkt unter den Folgen der Kämpfe oder harren als Flüchtlinge in den Nachbarländern aus. Täglich werden in Syrien Mädchen und Jungen getötet oder verwundet. Weil die Wasserversorgung vielerorts nicht mehr funktioniert, nehmen Durchfall, Hautkrankheiten und Hepatitis zu. Zur UNICEF-Pressemeldung
07.03.2012 - Der Krieg bleibt draußen. Nur ein paar Millimeter Zeltplane trennen den kleinen Ort der Sicherheit, der Ruhe, der Freundlichkeit von dem Stress, dem Lärm, der Angst, der Frustration, die inzwischen sicher über 85.000 Flüchtlinge aus ihrer syrischen Heimat mit in das Flüchtlingslager Za’atari gebracht haben. Manche sagen, es sind vielleicht schon 150.000. Den gesamten Beitrag lesen
25.02.2013 - Mehrere Tausend Menschen fliehen Tag und Nacht aus Syrien über die Grenze nach Jordanien. Fast 60 Prozent davon sind Kinder – immer mehr von ihnen kommen ohne ihre Eltern in der Fremde an.
UNICEF-Kinderschutzexpertin Camilla Jones kümmert sich um unbegleitete Kinder im jordanischen Za’atari Flüchtlingscamp. Mehr
01.02.2013 - Bastien Vigneau koordiniert die UNICEF-Hilfe für die Kinder in Syrien. Gerade besuchte er die Hafenstadt Tartous. Er erlebte dort, wie der anhaltende Konflikt in weiten Teilen des Landes das Leben bestimmt.
Im Interview berichtet er, dass in Städten ohne gewaltsame Auseinandersetzungen die Flüchtlingssituation zur enormen Herausforderung geworden ist. Allein Tartous hat über 150.000 Menschen aufgenommen, die vor den Kämpfen in Aleppo und Holms geflohen sind. Mehr
Im Archiv finden Sie alle älteren Meldungen und Informationen von UNICEF zum Konflikt in Syrien.
Gewalt in Syrien – Helft den Kindern!
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