
Ebola in Afrika: Kinder vor tödlichem Ebolavirus schützen
Unsere Hilfe gegen das hoch ansteckende Virus in Afrika
Sich gründlich mit Seife die Hände zu waschen: Das ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, sich vor einer Infektion mit dem lebensgefährlichen Ebolavirus zu schützen. Viele Kinder in Afrika lernen diese Vorsichtsmaßnahme in der Schule oder bei Aufklärungskampagnen in ihren Dörfern. Denn: Maßnahmen wie diese können in akuten Phasen die Ausbreitung von Ebola verhindern.
Mit sauberem Wasser, Hygienematerial, medizinischen Hilfsgütern, Aufklärung und psychosozialer Unterstützung helfen wir von UNICEF den Kindern in den betroffenen Regionen Afrikas im Kampf gegen die lebensbedrohliche Erkrankung.

Mai 2026: Eine UNICEF-Mitarbeiterin in der Demokratischen Republik Kongo zeigt Kindern ein Poster mit Hygieneschutz-Maßnahmen gegen Ebola.
© UNICEF/UNI878245/BadimuAktueller Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda
Mitte Mai 2026 ist das Ebolavirus in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) sowie dem Nachbarland Uganda ausgebrochen. Laut der WHO (Weltgesundheitsorganisation) gab es bereits über 500 Verdachtsfälle sowie 130 Todesfälle (Stand: 19. Mai 2026). Die WHO hat eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Der Ebola-Ausbruch ist auf eine sehr seltene Virusvariante zurückzuführen, die Bundibugyo-Variante, gegen die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt.
Unsere Teams sind vor Ort, um Kinder und Familien zu schützen – dafür brauchen wir dringend Spenden.
In Afrika ist Ebola noch nicht besiegt
Den bisher größten Ebola-Ausbruch gab es 2014: Damals kam es zu einer tödlichen Epidemie in Westafrika (Sierra Leone, Guinea und Liberia). 11.000 Menschen starben zu der Zeit offiziell an den Folgen einer Ansteckung mit dem Ebolaerreger – vermutlich waren es in Wirklichkeit noch deutlich mehr. Die gute Nachricht ist, dass das Ebolavirus in Westafrika mittlerweile als besiegt gilt. Alle drei betroffenen Länder wurden von der Weltgesundheitsorganisation WHO als ebola-frei eingestuft.
Aber die Krankheit als solche ist noch längst nicht ausgerottet: Seit 2018 kam es mehrfach zu neuen Ebola-Ausbrüchen – vor allem in verschiedenen Provinzen der Demokratischen Republik Kongo. Bei den Ausbrüchen im Kongo waren mehr als ein Drittel der Erkrankten Kinder, viele von ihnen unter fünf Jahren alt. Mehr als 2.200 Menschen sind bei den Ebola-Ausbrüchen im Kongo seit 2018 ums Leben gekommen (Stand: Mai 2026).
Und auch im westafrikanischen Uganda kam es zuletzt 2022 sowie beim aktuellen Ebola-Ausbruch zu lokalen Ausbrüchen des Ebolavirus.
Ebola bedeutet auch für Nachbarländer Gefahr
Bei jedem Ebola-Ausbruch in einem Land sind auch die Menschen in den Nachbarländern in Gefahr, denn das Virus macht auch vor Grenzen keinen Halt: So verbreitete sich zum Beispiel bei den letzten größeren Ebola-Ausbrüchen in der Demokratischen Republik Kongo das Virus von dort aus bis nach Uganda. Auch das Nachbarland Burundi wurde zwischenzeitlich von der WHO zu einem Hochrisikoland für Ebola erklärt. Und bei vergangenen Ebola-Ausbrüchen wurden auch in den Grenzregionen der Nachbarländer Südsudan und Ruanda prophylaktische Vorkehrungen getroffen, um gewappnet zu sein im Falle von Ebolainfektionen – unter anderem wurde die Aufklärungsarbeit zu Schutzmaßnahmen gegen Ebola verstärkt.
Das Ebolavirus muss dauerhaft gestoppt werden, damit es nicht immer wieder zu neuen Ebolaepidemien in Afrika kommt.
UNICEF im Kampf gegen das Ebolavirus in Afrika
Wir sind in den betroffenen Ländern Afrikas weiter vor Ort und helfen den Kindern und Familien, die uns brauchen.

Bild 1 von 7 | Sind noch genug Handschuhe, Hygienesets und Schutzanzüge vorhanden? Ein Mitarbeiter überprüft vor Ort die Bestände eines unserer Warenlager.
© UNICEF/UN0228760/Naftalin
Bild 2 von 7 | Eine gute Hygiene ist das Wichtigste, was man tun kann, um sich nicht mit dem Ebolavirus anzustecken. Wir liefern das nötige Equipment und erklären den Kindern, auf was sie achten müssen.
© UNICEF/UN0271326/Tremeau
Bild 3 von 7 | Der dreizehnjährige Francis aus Sierra Leone hat beide Eltern an Ebola verloren. Nach dem Tod seiner Eltern hat UNICEF ihn betreut.
© UNICEF Sierra Leone/2014/Dunlop
Bild 4 von 7 | Unsere Helferinnen und Helfer sind überall in Afrika breit aufgestellt. Zum Beispiel hier in Liberia: Pflegepersonal, Ärzt*innen und geschulte Helfer*innen kümmerten sich nach dem Ausbruch des Virus um die Erkrankten.
© UNICEF Liberia
Bild 5 von 7 | Alle halfen mit: Auch Jugendliche wie hier in einem liberianischen Dorf unterstützten mit Ebola-Aufklärungsplakaten.
© UNICEF Liberia
Bild 6 von 7 | So sieht eines der Informationsplakate aus. Was man tun sollte und was besser nicht: Nahrung gut durchkochen und bei Krankheitsanzeichen zum Arzt gehen. Keine Toten anfassen oder mit Affen spielen. Selbst diejeniegen, die nicht lesen können, verstehen, was gemeint ist.
© UNICEF/NYHQ2014-1028/Lumeh
Bild 7 von 7 | Mobile Informationen erreichten die Menschen schnell: Welche Region war betroffen, welche Symptome können auftreten und wo findet man Hilfe – per SMS erhielten die Menschen Infos, was zu tun ist. Wir unterstützen die Regierung dabei, den mobilen Service anzubieten.
© UNICEF
So helfen wir Kindern in den von Ebola betroffenen Regionen Afrikas
Nothilfe: Wir bringen mit Frachtflugzeugen Hilfsgüter in die betroffenen Länder und weiter zu den dortigen Behandlungszentren, darunter medizinische Hilfsgüter wie Schutzkleidung und Fieberthermometer.
Wasser & Hygiene: Wir liefern sauberes Wasser sowie andere Hygiene-Hilfsgüter wie Eimer und Seife in die Demokratische Republik Kongo. Wir installieren auch mobile Händewaschstationen für Kinder.
Aufklärungsarbeit: Wir erklären Kindern, Familien und ganzen Dörfern, was Ebola ist, wann eine Ansteckung mit der Krankheit droht und vor allem: wie man sich schützen kann. Wir schulen auch Lehrer*innen und freiwillige Helfer*innen und stellen Aufklärungsmaterial bereit.
Kommunikation: Wir arbeiten in den Gemeinden und Dörfern mit verschiedenen Partnerorganisationen daran, die Ebola-Überlebenden besser in die Gemeinschaft zu integrieren. Sie dürfen nicht weiter ausgegrenzt werden!
Psychosoziale Unterstützung: Die Kinder haben viele Fragen rund um Ebola auf dem Herzen, die wir ihnen so gut wie möglich beantworten. Unsere Sozialarbeiter*innen kümmern sich auch um Ebolawaisen oder unbegleitete Kinder.
Mit Ebola infizierte Kinder brauchen unsere Hilfe
Mit Ebola infizierte Kinder brauchen schnelle medizinische Nothilfe. In spezialisierten Behandlungszentren müssen sie direkt nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen behandelt werden.
Tausende Kinder in Afrika – vor allem in Westafrika – haben bei dem großen Ebola-Ausbruch ab 2014 Eltern oder andere Angehörige durch die Krankheit verloren. Sie brauchen unsere besondere Fürsorge. Manche Ebolawaisen oder -Überlebende werden außerdem noch immer ausgegrenzt und gemieden, sogar von den eigenen Verwandten. Vorurteile gegenüber der Krankheit und die Angst vor einer Ansteckung sind riesig.

Wir helfen, Berührungsängste im Umgang mit Ebola-Opfern abzubauen. Hier hält eine Sozialarbeiterin die Hände eines achtjährigen Jungen, der eben aus dem Ebola-Behandlungszentrum entlassen wurde. Er hat die Krankheit überlebt!
© UNICEF/UN0229877/NaftalinLassen Sie uns gemeinsam eine weitere Ausbreitung von Ebola verhindern und Kinder vor dieser gnadenlosen Krankheit schützen.
Ebola ist ein lebensgefährliches Virus, das hochinfektiös ist und sich rasend schnell verbreiten kann. Ein erschreckend großer Teil der Infizierten stirbt an der Krankheit. Der Ebolaerreger überträgt sich zum Beispiel durch Anhusten, über Speichel, Urin und andere Körperflüssigkeiten.
Kinder sind von der gefährlichen Krankheit besonders bedroht: Sie stecken sich leicht an, da sie sich oft unbefangen bewegen. Besonders gefährlich ist das Virus in Regionen, in denen die Menschen keinen Zugang zu Wasser und Seife haben.
Mittlerweile wurden zwei hochwirksame Impfstoffe gegen Ebola entwickelt, die zugelassen sind und bereits eingesetzt wurden.