Schon während der Unruhen in Libyen war UNICEF vor Ort. Auch dank der Spenden aus Deutschland konnte UNICEF die Kinder schnell mit dem Nötigsten versorgen – zum Beispiel mit sauberem Trinkwasser und Medikamenten. In den Monaten nach der Krise ging die UNICEF-Hilfe weiter – in Notschulen und Kinderzentren beispielsweise konnten die Kinder sicher spielen, wurden betreut und konnten den Unterricht fortsetzen. Seit Januar 2012 konzentriert sich UNICEF auf langfristige Programmarbeit, vor allem in den Bereichen Bildung und Kinderschutz.
4. Juli 2011
17. Juni 2011 - Seit Beginn der Unruhen in Libyen vor vier Monaten sind fast 800.000 Menschen in die angrenzenden Länder geflohen. Die Kämpfe in Misrata, Tripolis und dem Nafusa-Gebirge halten an. Die Kinder in den umkämpften Städten haben Angst. Viele sind traumatisiert. UNICEF ist besorgt wegen der großen Gefahr durch Minen und Blindgänger. Seit Beginn des Konflikts sind die meisten Schulen in Libyen geschlossen. Mehr
Misrata, 07. Juni 2011 - Mitten in der Nacht, als alle schliefen, schlug die Rakete ein. Die fünfjährige Malak hat dabei ihr rechtes Bein verloren - ihr Bruder (3) und ihre Schwester (1) sind ums Leben gekommen.
Bis heute verstehe Malak nicht, was mit ihrer Familie geschehen sei, erklärt ihre Tante Hajrab Abdal-Shaheed. „Malak hat Probleme nachts durchzuschlafen, manchmal träumt sie von der Explosion, ein anderes Mal von ihren Geschwistern.“ Mehr
Bengasi, 31. Mai 2011 - „Unser Haus wurde bombardiert und ein Raum völlig zerstört“. Der 15-jährige Diran musste mit seiner Familie aus ihrem Haus in Ajdabiya fliehen. Der Krieg in Libyen hat sie gezwungen, alles zurückzulassen. Heute ist Diran mit 300 anderen Kindern in einem Camp in Bengasi untergebracht. Hier im Osten Libyens ist es vergleichsweise ruhig. Trotzdem lauern überall Gefahren. Gerade nimmt er an einem Workshop vor dem Gemeinschaftshaus teil. Mehr

16. Mai 2011 - Etaj (11) beugt sich konzentriert über ein Blatt Papier. Draußen spielen andere Kinder lautstark Fußball. Auch die Stimmen der Kinder im Raum und das Herumschieben von Stühlen scheinen das Mädchen nicht vom Malen abzulenken.
Täglich kommen bis zu 100 Kinder in das in einem Schulgebäude eingerichtete Kreativzentrum in Bengasi. Zeichnungen an den Wänden zeigen bunte Blumen, Strichmännchen und Tiere. Mehr
11. Mai 2011 - „Es war ein unglaublicher Lärm, das Haus wackelte“. Fatmah (15) erinnert sich mit ängstlichem Blick an die nächtlichen Schießereien. Vor einer Woche ist Fatmah mit ihrer Familie vor den anhaltenden Kämpfen in Libyen geflüchtet. Im Flüchtlingslager Sousha nahe der tunesischen Grenze hat sie Schutz gefunden.
26. April 2011- Die Explosion hörte er zuerst. Aber es war ein Schrei, der ihn losrennen ließ. Zwar gehören Hilferufe und Schreie inzwischen zum Alltag in Misrata aber dieses Mal war alles anders: Der dort schrie war Mufteh (9), sein Sohn.
21. April 2011 - Ein Schiff mit UNICEF-Hilfsgütern hat heute die libysche Stadt Misrata erreicht.
„Die Kinder in Misrata brauchen dringend Hilfe“, sagte Shahida Azfar, UNICEF Regionaldirektorin für Nordafrika und den Mittleren Osten. „Diese Lieferung sorgt für die Grundbedürfnisse der Kinder, doch ihre langfristige Genesung wird erst beginnen, wenn die Kämpfe aufhören.“
20. April 2011 - UNICEF ist sehr besorgt über die Auswirkungen der Gewalt auf Kinder in den andauernden Konflikten in Nordafrika und im Nahen Osten. In einer Stellungnahme verurteilt UNICEF-Direktor Anthony Lake insbesondere, dass Militärs gezielt auf Zivilisten schießen. Er fordert unverzüglich Zugang für Hilfsorganisationen zu allen betroffenen Gebieten, damit alle Kinder in Not Hilfe erhalten.
Von James Elder | Bengasi, Libyen, 19. April 2011
Bevor die intensiven Kämpfe vor rund 50 Tagen über die westlibysche Stadt Misrata hereinbrachen, hat die 5-jährige Dava (Name geändert) Verkleiden gespielt und Perlenketten gebastelt. Darin war sie wahrscheinlich ein typisches 5-jähriges Kind aus Misrata.
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Amman, 11 April 2011. Die intensiven Kämpfe um die libysche Stadt Misrata bringen immer mehr Kinder in Gefahr. In den vergangenen 20 Tagen sind in der von Regierungstruppen belagerten Stadt an der Mittelmeerküste mindestens 20 Kinder getötet worden. UNICEF fordert deshalb ein sofortiges Ende der Belagerung. Mehr
Köln, 8.4.2011. Ein Frachtschiff des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) mit Nahrung, Medikamenten und anderen Hilfsgütern ist gestern in der libyschen Stadt Misrata eingetroffen. Die „Marianne Danica“ legte am Nachmittag in der umkämpften Stadt an. An Bord sind unter anderem medizinische Hilfsgüter von UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation wie Medikamente und technisches Gerät, mit denen 50.000 Menschen einen Monat lang versorgt werden können.
Ras Jedir, 28. März 2011. 3 Wochen ist es her, dass Samia, 7 Jahre, vor den Kämpfen um die Stadt Tripolis geflüchtet ist. Jetzt lebt sie mit ihren Eltern – und rund 6.000 anderen Flüchtlingen – in Sousha, einem Aufnahmelager an der tunesisch-libyschen Grenze. Zelt an Zelt reiht sich hier. Aus einem der Zelte dringen Kinderstimmen.
24. März 2011
Jens Grimm ist deutscher Mitarbeiter im UNICEF-Warenlager in Kopenhagen und arbeitet seit Anfang März als UNICEF Nothilfe-Koordinator an der tunesisch-libyschen Grenze. Lesen Sie hier ein Interview mit ihm.
Mohammed Ali Musa, 10 Jahre, kommt ursprünglich aus Somalia und ist mit seiner Familie aus Libyen geflohen. Am 21. März sind sie im von UNICEF unterstützten Shousha Flüchtlingscamp in Ras Jedir an der tunesisch-libyschen Grenze angekommen.
21. März 2011- In Shousha, dem größten Übergangs-Camp für Flüchtlinge aus Libyen in Tunesien, hat das tunesische Gesundheitsministerium mit Unterstützung von UNICEF Kinder gegen die wichtigsten Krankheiten wie Polio, Masern, Diphterie und Tetanus geimpft. „Wir sind hier, um jedes Kind zu erreichen, das eine Impfung braucht. Wir geben den Familien einen Impfpass, damit sie die Impfungen nachhalten können“, sagt Filali Najet, eine tunesische Krankenschwester.
14. März 2011 - UNICEF arbeitet mit einem Expertenteam in der Grenzregion, um Kinder und Familien bei ihrer Ankunft und während ihres Aufenthaltes in Flüchtlingslagern zu unterstützen. UNICEF kümmert sich in den Camps um die Verbesserung der hygienischen Situation sowie um psychosoziale Betreuung und die Gesundheit von Kindern.
Zwei Uhr nachmittags an der tunesisch- libyschen Grenze. Schüler aus der nahe gelegenen Stadt Medenine geben Essen aus an eine Gruppe von Flüchtlingen, die gerade die Grenze überquert hat. Es sind Gastarbeiter aus Bangladesch, die jetzt wieder nach Hause wollen. Während die Gewalt in Libyen zunimmt, verlassen Tausende das Land - aus Angst vor den Kämpfen und weil es für sie keine Arbeit mehr gibt.
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Drei Flüge mit mehr als 160 Tonnen Hilfsgütern wie Hygienesets, Wasserbehälter, Decken, Nahrungsergänzung für Kleinkinder sowie Zucker-Salzmischungen gegen Durchfallerkrankungen werden am Wochenende in Tunis und Kairo eintreffen. Der Leiter der weltweiten UNICEF-Nothilfe Louis-Georges Arsenault traf am Mittwoch in Ras Jdir an der tunesisch-libyschen Grenze ein: „Wir sind sehr besorgt, dass Kinder Zeuge werden von Dingen, die sie nicht sehen sollten. Die Fähigkeit von Gemeinden und Behörden zur grundlegenden Versorgung der Bevölkerung nimmt ab. Es gibt ein hohes Potential an Gewalt und Missbrauch.“
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