© Ying Tang / NurPhoto / NurPhoto Via AFPLGBTQIA+-Kinder: Schild „Europa ist bunt“ vor einer Demonstration mit Regenbogenflaggen.
Gut zu wissen

LGBTQIA+: 5 Tipps, wie Sie Kinder und Jugendliche unterstützen können

Viele LGBTQ+-Personen erleben während ihrer Schulzeit Mobbing, Beleidigungen oder Bedrohungen. Diskriminierung verletzt die Würde und Rechte junger Menschen und widerspricht den Kinderrechten. UNICEF setzt sich dafür ein, dass jedes Kind sicher und respektiert aufwachsen kann. Wenn Sie sich als Eltern Sorgen machen, wie Sie Ihr Kind unterstützen können, finden Sie in diesem Beitrag hilfreiche Informationen und Tipps.

Was bedeutet LGBTQIA+?

LGBTQIA+ ist eine Sammelbezeichnung für Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten. Die Abkürzung steht für die Vielfalt menschlicher Identitäten und macht deutlich, dass kein Mensch aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität ausgegrenzt werden sollte.

Die sexuelle Orientierung beschreibt, zu wem sich ein Mensch emotional oder romantisch hingezogen fühlt. Die Geschlechtsidentität bezeichnet das persönliche Empfinden darüber, welchem Geschlecht sich ein Mensch zugehörig fühlt. Sie kann mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmen oder davon abweichen.

LGBTQIA+-Kinder: Grafik mit acht hellblaublauen Kacheln, in denen jeweils ein Buchstabe des Akronyms LGBTIA+ erklärt wird.

Das Akronym LGBTQIA+ kommt aus dem Englischen und steht für Lesbian, Gay, Bisexual, Trans, Inter, Asexual oder Aromantic und Queer oder Questioning.  

© UNICEF

Leben mit Hass und Diskriminierung: Queere Jugendliche in Deutschland

Für queere Kinder und Jugendliche ist das Aufwachsen mit besonderen Herausforderungen verbunden. Neben den allgemeinen Fragen, die das Erwachsenwerden mit sich bringt, erleben viele von ihnen Vorurteile oder Ausgrenzung – sei es in der Schule, im Freundeskreis, im Sportverein oder in sozialen Medien. Auch in der eigenen Familie stoßen Jugendliche zum Teil auf Ablehnung oder Unverständnis. Diese Reaktionen können dazu führen, dass Kinder und Jugendliche Angst haben, ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität offen zu zeigen oder denken, dass etwas mit ihnen nicht stimmt.

Akzeptanz und Unterstützung durch die Familie und andere wichtige Bezugspersonen ist entscheidend für Kinder und Jugendliche, um solche emotionalen Belastungen zu bewältigen und ihre Identität selbstbewusst zu leben. Wer aufmerksam zuhört, Gefühle ernst nimmt und vermittelt, dass Zuneigung und Wertschätzung unabhängig von der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität sind, schafft einen sicheren Ort zum Wachsen.

Wie können Eltern und Bezugspersonen queere Jugendliche unterstützen? 5 Tipps

Meist geht es nicht darum, für jedes Problem die passende Lösung zu haben. Viel wichtiger ist, dass Kinder und Jugendliche spüren: Ich bin nicht allein.

LGBTQIA+-Kinder: Eine Mauer mit einem Graffiti, das den Schriftzug „Vielfalt“ zeigt.

Die UN-Kinderrechtskonvention besagt, dass kein Kind auf der Welt diskriminiert werden darf. UNICEF setzt sich weltweit dafür ein, dass dieses Recht unabhängig von der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität verwirklicht wird.

© UNICEF/UN0875944/Sachse-Grimm

Unterstützen Sie mit Ihrer Spende die Kinderrechte

UNICEF setzt sich weltweit gegen Diskriminierung und für die Einhaltung der Kinderrechtskonvention ein. Helfen auch Sie mit Ihrer Spende.

Info

Queer-feindliche Gewalt weltweit

Nicht überall können LGBTQIA+-Kinder und -Jugendliche offen und sicher leben. In zahlreichen Staaten werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität weiterhin diskriminiert oder strafrechtlich verfolgt. Sie müssen ihre Identität aus Furcht vor Ausgrenzung, Gewalt oder Haftstrafen verbergen.

„Aktuell kriminalisieren 65 UN-Mitgliedstaaten gleichgeschlechtliche Beziehungen“ (ILGA World, Juni 2026). Das entspricht rund einem Drittel aller 195 Staaten weltweit. In sieben dieser Länder kann darauf sogar die Todesstrafe stehen. Nach mehreren Jahren rückläufiger Entwicklung ist die Zahl der Staaten mit entsprechenden Strafgesetzen in den Jahren 2025/2026 erstmals seit 2017 wieder leicht gestiegen.
 

Beratungsstellen für LGBTQIA+ Kinder, Jugendliche und ihre Familien

Häufige Fragen für Eltern und Bezugspersonen zum Thema LGBTQIA+

Quellenangaben
Autor*in UNICEF Redaktion

Diesen Artikel hat das Team der UNICEF-Redaktion für Sie recherchiert und verfasst.