© UNICEF/MichalatosWaldbrände Folgen: Eine Einsatzkraft der Feuerwehr läuft mit einem Schlauch auf brennendes Gestrüpp zu.
Kinder weltweit

Was bedeuten Waldbrände für Kinder weltweit?

Waldbrände gehören zu den folgenschwersten Naturkatastrophen. Besonders Kinder leiden unter den Folgen: Auf der Flucht vor dem Feuer verlieren sie ihr Zuhause, manchmal können sie nicht weiter zur Schule gehen. Viele leiden unter Ängsten oder haben gesundheitliche Probleme. Wir von UNICEF unterstützen Kinder und ihre Familien in Katastrophengebieten weltweit mit sauberem Trinkwasser, Hygieneartikeln und weiteren lebenswichtigen Hilfsgütern.

Weltweit werden Waldbrände häufiger und zerstörerischer. Im Juni und Juli 2026 haben Brände in Andalusien und in Frankreich Tausende Hektar Land vernichtet. Zehntausende Menschen mussten vor den Flammen fliehen. Der Klimawandel verstärkt Hitze und Trockenheit – und mit ihnen das Risiko von verheerenden Bränden. Die Menschen in den betroffenen Regionen verlieren oft alles, was sie besitzen, und müssen um ihr Leben fürchten. UNICEF ist vor Ort in Katastrophengebieten, um zu helfen.

Mit dem Klimawandel steigt das Risiko für Waldbrände

Lange Hitzeperioden und ausbleibender Regen trocknen Böden und Vegetation aus. Dadurch reicht oft schon ein kleiner Funke aus, damit sich ein Feuer entzündet und rasch ausbreitet. Kommt noch Wind hinzu, lassen sich die Flammen nur schwer eindämmen.

Der Klimawandel verstärkt diese Entwicklung. Mit steigenden Temperaturen nehmen Dürreperioden und Wetterextreme in vielen Regionen der Welt zu. Das erhöht nicht nur in klassischen Waldbrandgebieten wie Südeuropa, Nordamerika oder Australien die Gefahr von Bränden. Auch in Mittel- und Nordeuropa kommt es inzwischen häufiger zu langanhaltender Trockenheit und damit zu einem höheren Waldbrandrisiko. Sogenannte Monokulturen spielen dabei eine Rolle: Von Menschen kultivierte Kiefern- oder Fichtenwälder können die Feuchtigkeit nicht so gut speichern wie naturnahe Mischwälder und sind anfälliger für Brände. Nach einem Waldbrand dauert es oft Jahre, bis sich die Natur erholt hat und die Infrastruktur wiederhergestellt ist.

Waldbrände Folgen: Ein Imker prüft mit seiner Enkelin die Bienenstöcke.

Markos Sakarikos, hier mit seiner Enkelin Markella, ist Imker in vierter Generation in Nea Makri in Griechenland. Durch Hitze und Trockenheit sind seine Bienenbestände drastisch zurückgegangen. Zusätzlich bedrohen Waldbrände sein Land. „Den Sommer über leben wir in Angst – und nicht nur wir, sondern die ganze Gegend“.

© UNICEF/UNI612837/Pantelia

Was verursacht Waldbrände?

Die meisten Waldbrände entstehen durch Menschenhand: Mehr als 90 Prozent aller Waldbrände werden nach aktuellen Schätzungen durch Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit von Menschen verursacht. Zu den häufigsten Waldbrand-Ursachen gehören:

  • weggeworfene Zigarettenkippen
  • nicht vollständig gelöschte Lagerfeuer oder Grillglut
  • heiße Fahrzeugteile auf trockenem Gras (zum Beispiel Katalysatoren)
  • vorsätzliche Brandstiftung
  • illegale Brandrodungen zur Landgewinnung

Ein natürlicher Auslöser für Waldbrände sind Blitzeinschläge, insbesondere bei trockenen Sommergewittern. Ob aus einem kleinen Brand ein Großfeuer wird, hängt aber vor allem von den Bedingungen vor Ort ab. Bei Hitze, Trockenheit und Wind breiten sich die Flammen oft in kürzester Zeit über große Flächen aus.

Welche Folgen haben Waldbrände für Kinder und ihre Familien?

Waldbrände gehören zu den acht häufigsten Klimagefahren für Kinder, neben unter anderem Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen. Das ist ein Ergebnis des Klimarisikoreports, den wir von UNICEF 2026 vorgelegt haben. Weltweit sind 205 Millionen Kinder häufigeren oder schwereren Waldbränden ausgesetzt. Die Brände verändern das Leben vieler Familien von einem Moment auf den anderen: Sie verlieren ihr Zuhause und häufig auch ihre Existenzgrundlage.

Wie hilft UNICEF in Gebieten, die von Waldbränden betroffen sind?

Wenn Waldbrände ganze Regionen verwüsten, brauchen Kinder und ihre Familien schnelle Hilfe. Während Länder mit höherem Einkommen in der Regel selbst in der Lage sind, die Betroffenen zu versorgen, brauchen Länder mit niedrigerem Einkommen dabei je nach Ausmaß der Brände Unterstützung. Dann ist UNICEF zur Stelle und kann die Menschen vor Ort mit dem Nötigsten versorgen und beim Wiederaufbau unterstützen.

  • Sicheres Wasser: UNICEF liefert Trinkwasser in großen Tanks, damit die Menschen nicht auf Wasser aus verunreinigten Quellen zurückgreifen müssen.
  • Aufbau der Wasserversorgung: Gemeinsam mit Partnerorganisationen unterstützt UNICEF bei der Reparatur von beschädigten Wassersystemen, um die Trinkwasserversorgung zu gewährleisten.
  • Medizinische Hilfe: UNICEF unterstützt lokale Gesundheitseinrichtungen mit Medikamenten, Impfstoffen und medizinischen Geräten, damit die medizinische Grundversorgung der Kinder in den Katastrophengebieten gesichert ist.
  • Hygiene: Familien erhalten Hygiene-Sets, um alltägliche Hygiene-Routinen aufrechtzuerhalten und der Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen.
  • Bildung: Sind Schulen durch das Feuer zerstört worden oder ist in Notunterkünften keine Schule vorhanden, richtet UNICEF mobile Lernorte ein, etwa in Zelten. So müssen Kinder ihre Ausbildung nicht unterbrechen.

Helfen Sie Kindern in Katastrophengebieten

UNICEF versorgt weltweit Kinder und ihre Familien, die von Naturkatastrophen betroffen sind. Helfen Sie mit!

Häufige Fragen zu den Folgen von Waldbränden

Autor*in UNICEF Redaktion

Diesen Artikel hat das Team der UNICEF-Redaktion für Sie recherchiert und verfasst.