Pressemitteilung

Flensburg bleibt „Kinderfreundliche Kommune“

Neu 2024_Logo_Kinderfreundliche Kommunen
© UNICEF

Der Verein Kinderfreundliche Kommunen verlängert das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ für die Stadt Flensburg um weitere drei Jahre. Damit würdigt der Verein den zweiten Aktionsplan, mit dem die Stadt die nachhaltige Verankerung der Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Verwaltung sowie auf der gesamten lokalen Ebene fortsetzt. Dieser knüpft an die erfolgreich umgesetzten Maßnahmen des ersten Aktionsplans an. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen begleitet weiterhin den gesamten Prozess.

Die Stadt Flensburg nimmt bereits seit 2020 am Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ teil und wurde 2022 mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Mit dem zweiten Aktionsplan hat Flensburg sich dazu entschlossen, den Weg zu mehr Kinderfreundlichkeit weiter zu beschreiten und wird diesen Aktionsplan in den kommenden drei Jahren umsetzen.

„Ich bin stolz darauf, wie weit wir bereits gekommen sind, seit wir das Siegel ‚Kinderfreundlichen Kommune‘ erstmals tragen durften. Und weil wir auf Basis des ersten Aktionsplans bereits Erfolge feiern und Lektionen lernen durften, haben wir unsere Ansprüche im zweiten Plan noch höher angesetzt“, erklärt Oberbürgermeister Fabian Geyer. „Wir sehen Kinderfreundlichkeit in der Stadt als einen Prozess, den wir für alle Generationen offen, nachvollziehbar und wirksam gestalten müssen. Denn wenn Kinder und Jugendliche von Anfang an ein Mitsprache- und Gestaltungsrecht haben, wachsen sie mit einem grundsätzlichen Vertrauen in unsere demokratischen Werte und Institutionen auf“, erläutert der Oberbürgermeister weiter.

Dominik Bär, Geschäftsführer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, gratuliert der Stadt Flensburg und äußert im Namen des Vereins: „Flensburg zeigt eindrucksvoll, wie Kinderfreundlichkeit mit guten Ideen, viel Engagement und einem klaren Blick für die Bedürfnisse junger Menschen strukturell verankert werden kann und damit wertvolle Impulse für andere Kommunen gesetzt werden können. Die Rathausrallye, vielfältige Beteiligungsformate und die Verankerung der Kinderfreundlichkeit in der Stadtstrategie Flensburg 2023 machen bereits sichtbar, dass Kinder und Jugendliche sich in Flensburg einbringen können und ihre Perspektiven ernstgenommen werden. Künftig sollen Kinderrechte noch stärker im Alltag der Stadt sichtbar und erlebbar werden. Dazu gehört in Flensburg auch, Schulhöfe als Orte zum Spielen und Begegnen zu öffnen und das Verwaltungsnetzwerk für Kinder- und Jugendinteressen zu einer Beauftragtenstruktur weiterzuentwickeln. So verbindet Flensburg bestehende Angebote mit neuen Ansätzen und stärkt die Kinderfreundlichkeit der Stadt weiter. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit Flensburg weiterzugehen.“

Der zuständige Sachverständige des Vereins, Bernward Benedikt Jansen, lobt: „Flensburg zeigt mit seinem Aktionsplan, dass Kinder und Jugendliche vielfältig, nachhaltig und kreativ in das kommunale Geschehen einbezogen werden können. Besonders hervorzuheben ist, dass Flensburg wichtige Maßnahmen ergriffen hat, um Beteiligung selbstverständlich und abwechslungsreich mitzudenken und auch im gesamten Verwaltungshandeln zu implementieren wie durch das Kinderrechte-Prüfverfahren. Mit ‚Kommunalpolitik leicht erklärt‘ wird zudem ein niedrigschwelliger Zugang zu kommunalpolitischen Themen geschaffen, bei dem Jugendliche selbst an der Gestaltung der Inhalte mitwirken. Gleichzeitig nimmt Flensburg mit dem Jugendgesundheitskonzept und dem Schwerpunkt auf mentale Gesundheit einen weiteren wichtigen Bereich des Aufwachsens in den Blick. Die unterschiedlichen Bedürfnisse und Lebenswelten junger Menschen werden dabei umfassend berücksichtigt und in einer ganzheitlichen Perspektive auf ihr Aufwachsen zusammengeführt.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft bei der Beantragung durch kleinere Kommunen vier Jahre (bei größeren Kommunen fünf Jahre) und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr (bei größeren Kommunen in den ersten beiden Jahren) wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch die politischen Gremien der Kommune prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit mehr als zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte und Gemeinden bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde vor mehr als 30 Jahren von Deutschland ratifiziert. Mehr als 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich bereits dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF, die in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum feiert. Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Digitale Pressemappe zur Siegelverlängerung „Kinderfreundliche Kommune“ an Flensburg finden Sie hier.

www.kinderfreundliche-kommunen.de

www.childfriendlycities.org

Ansprechpartner_innen:

Kinderfreundliche Kommunen e.V., Geschäftsführer Dominik Bär, Telefon 01590 13 57 567, E-Mail info@kinderfreundliche-kommunen.de

Stadt Flensburg, Stefanie Salpeter, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Telefon 0461 852327, E-Mail: salpeter.stefanie@flensburg.de

UNICEF Deutschland, Simone Morawitz, Pressereferentin, Telefon 022193650 257, E-Mail: presse@unicef.de

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030 308693 11, E-Mail presse@dkhw.de