Bad Fallingbostel strebt das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ an
Bad Fallingbostel •

Die Stadt Bad Fallingbostel geht einen bedeutenden Schritt für die Rechte und das Wohlergehen junger Menschen vor Ort. Bürgermeister Rolf Schneiderunterzeichnete dazu heute eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen. Im nächsten Schritt wird die Stadt – gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen – einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Bad Fallingbostel besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen.
Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen begleitet den gesamten Prozess.
Bad Fallingbostel reiht sich mit diesem Schritt in eine wachsende Zahl engagierter Kommunen ein. Die Stadt ist nach Algermissen, Bad Bentheim, Bad Pyrmont, Burgdorf, dem Landkreis Friesland, der Landeshauptstadt Hannover, Haren (Ems), Harsum, Hemmoor, Hohenhameln, Hude, Lamspringe, Lehre, Nordhorn, Papenburg, dem Landkreis Schaumburg, dem Landkreis Stade, Wedemark, Wittingen, Wolfsburg und Zeven bereits die 22. Kommune in Niedersachsen, die sich offiziell dem Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ anschließt.
Bürgermeister Rolf Schneider betonte die Bedeutung dieses Vorhabens für die Zukunft der Stadt Bad Fallingbostel: „Kinder und Jugendliche verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit. Sie sollen in einer Stadt aufwachsen, die ihnen Sicherheit, Entwicklungsmöglichkeiten und echte Mitbestimmung bietet. Deshalb haben wir uns entschieden, den Weg zur Kinderfreundlichen Kommune einzuschlagen. Damit setzen wir ein klares Zeichen für Familien und investieren nachhaltig in die Lebensqualität unserer Stadt. Kinderfreundlichkeit ist für uns kein einzelnes Projekt, sondern ein grundlegender Maßstab für kommunales Handeln und eine Investition in die Zukunft Bad Fallingbostels.“
Sönke Deitlaff, Programmleiter des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, freute sich darüber, Bad Fallingbostel im Programm der Kinderfreundlichen Kommunen e.V. begrüßen zu dürfen: „Mit der Entscheidung, am Programm ‚Kinderfreundliche Kommunen‘ teilzunehmen, setzt Bad Fallingbostel ein klares Zeichen dafür, Kinderrechte künftig noch stärker im kommunalen Handeln zu verankern. Die Stadt schafft damit die Voraussetzungen, die UN-Kinderrechtskonvention nachhaltig in Verwaltung und Politik zu verankern und gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen konkrete Maßnahmen für eine kinderfreundliche Zukunft zu entwickeln. Gleichzeitig leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie. Denn demokratische Werte werden nicht allein vermittelt, sondern vor allem durch Beteiligung und Mitgestaltung erlebt und erlernt. Wir freuen uns darauf, Bad Fallingbostel auf diesem Weg zu begleiten.“
Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird nach einer Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach dem Beschluss des Aktionsplans durch den Rat der Stadt prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.
Seit mehr als zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte, Gemeinden und Landkreise bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde vor mehr als 30 Jahren von Deutschland ratifiziert. Mehr als 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich bereits dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF, die in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum feiert. Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Die digitale Pressemappe zur Vereinbarungsunterzeichnung in Bad Fallingbostel steht hier zur Verfügung.
Ansprechpartner*innen:
Kinderfreundliche Kommunen e.V., Sönke Deitlaff, Programmleiter, 0157 7365 0576, info@kinderfreundliche-kommunen.de
Bad Fallingbostel, Maximilian Alvermann, Fachbereichsleitung Soziales, 05162 401 50, maximilian.alvermann@badfallingbostel.de
UNICEF Deutschland, Simone Morawitz, Pressereferentin, 022193650 257, presse@unicef.de
Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, 030 308693 11, presse@dkhw.de