Pressemitteilung

Hemmoor bleibt „Kinderfreundliche Kommune“

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© UNICEF

Der Verein Kinderfreundliche Kommunen verlängert das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ für die Stadt Hemmoor um weitere drei Jahre. Damit würdigt der Verein den zweiten Aktionsplan, mit dem die Stadt die nachhaltige Verankerung der Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Verwaltung sowie der lokalen Ebene fortsetzt. Dieser neue Aktionsplan knüpft an die erfolgreich umgesetzten Maßnahmen des ersten Aktionsplans an. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen begleitet weiterhin den gesamten Prozess.

Die Stadt Hemmoor nimmt bereits seit 2019 am Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ teil und wurde 2022 mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Mit dem zweiten Aktionsplan hat Hemmoor sich dazu entschlossen, den Weg zu mehr Kinderfreundlichkeit weiter zu beschreiten und wird diesen Aktionsplan in den kommenden drei Jahren umsetzen.

Bürgermeisterin Sabine Wist betonte im Zuge der Siegelverlängerung: „Ich freue mich riesig, dass wir nach einer intensiv genutzten ersten Phase das Siegel ‚Kinderfreundliche Kommune‘ entgegennehmen dürfen. Wir haben bereits Entscheidendes bewegt: Unser neuer Kinder- und Jugendbeirat gibt der Jugend eine starke Stimme, neue Spielplätze schaffen Raum für Entfaltung und gezielte Präventions- sowie Beratungsangebote stärken unsere Familien. Dieser Erfolg ist für uns Ansporn für die Zukunft: Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und unsere Stadt Hemmoor gemeinsam mit den Kindern noch lebenswerter gestalten.“

Dr. Heide-Rose Brückner, Senior-Consultant des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, gratulierte der Stadt Hemmoor und äußerte im Namen des Vereins: „Hemmoor zeigt mit der Verlängerung des Siegels, wie Kinderrechte Schritt für Schritt und mit viel Engagement in kommunalen Strukturen nachhaltig verankert werden können. Durch das Beteiligungsbüro wird eine feste Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche geschaffen, die ihre Anliegen aufgreift und Beteiligung vor Ort unterstützt. Zugleich eröffnet Hemmoor mit neuen Formaten wie einem Podcast und einem Social-Media-Kanal des Kinder- und Jugendbeirats zeitgemäße Möglichkeiten, die Themen und Perspektiven junger Menschen sichtbar zu machen. So entwickelt die Stadt ihre Beteiligungskultur ideenreich weiter und schafft weitere Räume für die aktive Mitgestaltung durch Kinder und Jugendliche.“

Die zuständigen Sachverständigen des Vereins, Sophie Berndt und Juliane Krause, lobten: „Hemmoor knüpft mit seinem zweiten Aktionsplan an die bisherigen Maßnahmen an und entwickelt diese konsequent weiter. Besonders positiv ist, dass Maßnahmen nicht nur punktuell umgesetzt, sondern nachhaltig in den kommunalen Strukturen verankert werden. Dabei werden Kinder und Jugendliche aktiv einbezogen und so ihre Perspektiven bei der Weiterentwicklung der Maßnahmen berücksichtigt. Der geplante Kinderrechteplatz am Rathaus schafft zudem einen sichtbaren und niedrigschwelligen Ort, an dem Kinderrechte im öffentlichen Raum präsent werden und junge Menschen ihre Anliegen einbringen können. Mit diesem Zusammenspiel aus struktureller Verankerung, Beteiligung und Verbindlichkeit setzt Hemmoor wichtige Impulse für eine langfristig kinderrechteorientierte Kommune.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft bei der Beantragung durch kleinere Kommunen vier Jahre (bei größeren Kommunen fünf Jahre) und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr (bei größeren Kommunen in den ersten beiden Jahren) wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch die politischen Gremien der Kommune prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit mehr als zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte, Gemeinden und Landkreise bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde vor mehr als 30 Jahren von Deutschland ratifiziert. Mehr als 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich bereits dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF, die in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum feiert. Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die digitale Pressemappe zur Siegelverlängerung „Kinderfreundliche Kommune“ an Hemmoor finden Sie hier.

Ansprechpartner*innen:

Kinderfreundliche Kommunen e.V., Dominik Bär, Geschäftsführer, 01590 13 57 567, info@kinderfreundliche-kommunen.de

Stadt Hemmoor, Karina Kramer, Erste Samtgemeinderätin und stellvertretende Stadtdirektorin, 04771 602 134, k.kramer@hemmoor.de

UNICEF Deutschland, Simone Morawitz, Pressereferentin, 022193650 257, presse@unicef.de

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, 030 308693 11, presse@dkhw.de