
Krieg im Nahen Osten – schwere Folgen für Kinder
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Gewalt im Nahen Osten hat für Millionen Kinder großes Leid gebracht. Viele Kinder haben Schreckliches erlebt. Tausende Familien in der Region mussten fliehen.
- Trotz der vereinbarten Waffenruhe sind in den vergangenen Wochen Kinder bei Angriffen gestorben oder wurden verletzt.
- Die UNICEF-Teams sind für die Kinder im Einsatz. Mit einer Spende unterstützen Sie unsere Arbeit, wie etwa Trinkwasser für Geflüchtete oder psychosoziale Hilfe.
Aktuelle Situation: Konflikt im Nahen Osten
In den vergangenen Monaten haben Kinder im Nahen Osten Schreckliches erlebt. Bei schweren Angriffen wurden Berichten zufolge seit Ende Februar mehr als 4.000 Kinder im Iran, Libanon, Israel und den Golfstaaten getötet oder verletzt (Stand: 17. Juni 2026). Schulen und Krankenhäuser sind zerstört. Hunderttausende Kinder wurden aus ihrem Zuhause vertrieben, viele haben Angehörige verloren und Gewalt erlebt, die kein Kind erleben sollte. Für Millionen Kinder ist der Unterricht weggebrochen – und damit die tägliche Routine, die Kindern Halt gibt.
Die Lage bleibt fragil. Trotz der eigentlich bestehenden Waffenruhe kommt es immer wieder zu Angriffen. Besonders im Libanon sind dabei zahlreiche Kinder getötet oder verletzt worden.
Wir von UNICEF sind und bleiben an der Seite der Kinder in der Region. Sie brauchen lebenswichtige Hilfsgüter wie Trinkwasser und Medikamente sowie Schutz vor den Folgen des Kriegs. Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere Arbeit in den Ländern des Nahen Ostens. Wir setzen Ihre Spende dort ein, wo die Kinder sie am dringendsten brauchen.

Die 14-jährige Kawthar aus dem Libanon hat bei einem Angriff schwere Verletzungen erlitten. Ihre Tante und eine Schwester kamen ums Leben. Die Familie hat ihr Zuhause verloren und lebt gerade in einer Notunterkunft.
© UNICEF/UNI982132/ChoufanyNothilfe für Kinder im Nahen Osten – so hilft Ihre Spende
So hilft UNICEF den Kindern im Nahen Osten
UNICEF ist in Ländern des Nahen Ostens im Einsatz und arbeitet mit seinen Partnern zusammen, um Kindern in Not zu helfen. Wir sind in der Lage, flexibel auf die Entwicklungen zu reagieren und unsere Hilfe jederzeit auszuweiten. Sollte die Gewalt anhalten, ist zu befürchten, dass sich die humanitäre Lage weiter verschärft. Unsere Teams bringen die Hilfe dorthin, wo sie am dringendsten benötigt wird. Hier einige Beispiele, wie UNICEF hilft:
Im Libanon stellen unsere mobilen Gesundheitsteams medizinische Versorgung für geflüchtete Familien bereit. Nothilfe-Teams unterstützen Menschen in Notunterkünften und sorgen für psychosoziale Unterstützung und Lernangebote – auch über Online-Unterricht. Kinderschutzexpert*innen unterstützen unbegleitete oder von ihren Familien getrennte Kinder. Zudem unterstützt UNICEF die Wasserversorgung – sowohl durch Reparaturen als auch durch Wasserlieferungen per Lkw.
Im Iran liefern wir medizinische Hilfsgüter – darunter mobile Kliniken für die Versorgung von Kindern und ihren Familien, Medikamente und Impfdosen. Wir unterstützen Kinder mit psychosozialen Hilfsangeboten – besonders in den Regionen, die am stärksten von der Gewalt betroffen sind. Ein weiterer Schwerpunkt der Nothilfe ist die Versorgung mit Trinkwasser und Hygieneprodukten: UNICEF hat seit März 20.000 Packungen mit Wasseraufbereitungstabletten, 10 Wassertankwagen und mehrere Tausend Hygienesets geliefert.
Die UNICEF-Teams im Gazastreifen sind weiterhin unermüdlich im Einsatz für die Kinder und ihre Familien. Sie untersuchen und behandeln mangelernährte Kinder, versorgen Familien mit Trinkwasser, unterstützen Gesundheitsstationen und leisten psychosoziale Hilfe. Auch setzen wir uns für die Ausweitung von Lernzentren und Lernangeboten für Kinder ein.

Kinder im Nahen Osten müssen dringend geschützt werden vor der eskalierenden Gewalt – so wie hier diese beiden Geschwister im Libanon in einer Notunterkunft.
© UNICEF/UNI954642/Choufany
Hintergrundinfos: Häufige Fragen und Antworten zur Lage im Nahen Osten
Die humanitäre Lage für Kinder im Nahen Osten ist dramatisch. Infolge des Kriegs wurden Wohnhäuser, Schulen und Krankenhäuser zerstört. Im Iran und im Libanon können viele Kinder medizinisch nicht mehr angemessen versorgt werden. Hunderttausende Kinder mussten fliehen und leben in überfüllten Notunterkünften – dort mangelt es an Wasser, Lebensmitteln und sanitären Anlagen. Im Gazastreifen sind noch immer zahlreiche Kinder mangelernährt, weil es nicht genügend Lebensmittel gibt oder die Familien sich diese nicht leisten können. Mangelernährung und schlechte hygienische Bedingungen erhöhen zudem das Risiko für die Verbreitung von Krankheiten.
UNICEF appelliert an alle Konfliktparteien, größtmögliche Zurückhaltung zu üben und ihren Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht und den Menschenrechten nachzukommen. Dazu gehört insbesondere der Schutz der Zivilbevölkerung und der lebensnotwendigen Dienstleistungen, auf die Kinder zum Überleben angewiesen sind. Angriffe auf Zivilpersonen und zivile Objekte, einschließlich Schulen, stellen einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar.
UNICEF prüft und bewertet gemeinsam mit anderen UN-Organisationen und humanitären Partnern aktiv die Lage. Wir sind in der Lage, flexibel auf das Kriegsgeschehen zu reagieren und unsere Hilfe jederzeit auszuweiten.
Die Gewalt bringt Millionen Kinder in der Nahost-Region in große Gefahr. Allein im Libanon sind Zehntausende Menschen auf der Flucht. Im Iran wurden laut Berichten Schulkinder verletzt oder getötet. Und im Gazastreifen ringen Hunderttausende Kinder weiter um Sicherheit und einen normalen Alltag.
Die Kinder in den von der Gewalt betroffenen Gebieten im Nahen Osten brauchen dringend Hilfsgüter wie sauberes Wasser, Spezialnahrung gegen Mangelernährung, Medikamente und Erste-Hilfe-Sets.
UNICEF ist im Iran seit vielen Jahrzehnten mit unterschiedlichen Programmschwerpunkten tätig. Die UNICEF-Teams setzen sich für eine Grundversorgung der Kinder ein, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Wasser und Hygiene sowie Bildung. UNICEF bewertet gemeinsam mit seinen Partnern aktiv die Lage und steht bereit, die Hilfe für betroffene Kinder und ihre Familien auszuweiten, so wie sie benötigt und angefordert wird.
Im Libanon sind die UNICEF-Teams seit mehr als 70 Jahren im Einsatz für Kinder, unter anderem in den Bereichen Nothilfe, Bildung, Kinderschutz und psychosoziale Hilfe. Infolge der jüngsten Eskalation der Gewalt im März 2026 sind zehntausende Menschen auf der Flucht, darunter zahlreiche Kinder. Unsere Teams sind im Einsatz, um betroffene Familien zu unterstützen. Sie versorgen Geflüchtete zum Beispiel mit medizinischer Hilfe und Trinkwasser und leisten psychosoziale Hilfe. Kinderschutzteams identifizieren und unterstützen verletzte, unbegleitete und von ihren Familien getrennte Kinder.
Mehr zu unserem Einsatz im Libanon und Spendenmöglichkeiten finden Sie auf unserer Libanon-Seite.
Die humanitäre Lage der Kinder im Gazastreifen ist weiter katastrophal. Häuser, Schulen und Spielplätze liegen in Trümmern. Tausende Familien leben in notdürftigen Unterkünften. Es mangelt an Trinkwasser, medizinischer Versorgung und Lebensmitteln.
UNICEF leistet Nothilfe für Kinder und Familien in Gaza. Wir versorgen mangelernährte Kinder mit Spezialnahrung, unterstützen die Wasserversorgung und erreichen Kinder mit psychosozialer Hilfe. Besonders freuen wir uns, dass wir Anfang 2026 unsere Bildungskampagne "Back to Learning" starten konnten. Damit sorgen wir dafür, dass Kinder nach über zwei Jahren wieder zur Schule gehen und eine Perspektive für eine bessere Zukunft entwickeln können.
Mehr zu unserem aktuellen Einsatz in Gaza und Spendenmöglichkeiten finden Sie hier auf unserer Gaza-Seite.
Warum UNICEF?
Sie fragen sich, warum Sie für UNICEF spenden sollten? Ganz einfach:
Ihre Spende verändert Kinderleben. Unsere Teams helfen den Kindern vor Ort. Und Sie von zuhause aus.
- Sie spenden – und wir impfen Aichata in Mali als Baby gegen Malaria, damit sie besser vor der tödlichen Krankheit geschützt ist.
- Sie spenden – und wir geben dem 18-monatigen Nasratullah in Afghanistan therapeutische Nahrung, damit er wieder Energie hat zum Spielen.
- Sie spenden – und wir bohren in Tansania ein Wasserloch im Dorf von Tausi, damit die Elfjährige nicht mehr stundenlang unterwegs ist zum Wasserholen und wieder zur Schule gehen kann.
UNICEF wurde 1946 als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gegründet. Seitdem setzen wir uns in über 190 Ländern für die Kinderrechte und für Kinder in Not ein. Jedes Kind ist uns gleich wichtig – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Besonders kümmern wir uns um die ärmsten und am meisten benachteiligten Kinder: Kinder in Krisenregionen, entlegenen Dörfern oder auf der Flucht.
Wir arbeiten mit Regierungen und lokalen Organisationen zusammen, um gemeinsam das Beste für die Kinder zu erreichen und ihnen direkt während einer Krise, aber auch langfristig zu helfen. Unsere Partner vertrauen uns, weil wir seit Jahrzehnten weltweit als Hilfsorganisation für Kinder anerkannt sind.
Wir sind Profis in Sachen Logistik und geübt darin, Kindern bei Krisen und Katastrophen schnell zu helfen. Das ist wichtig, denn für Kinder in Not zählt jede Minute. Innerhalb von 72 Stunden bringen wir unsere Hilfsgüter in jeden Winkel der Erde.
Wie wir das machen? Wir haben ein riesiges Warenlager in Kopenhagen – das größte humanitäre Lager weltweit. Hier verpacken wir unsere Hilfsgüter und verschicken sie dorthin, wo Kinder sie bereits dringend erwarten. Dazu kommen fünf weitere große UNICEF-Warenlager sowie hunderte kleinere Regionallager auf den verschiedenen Kontinenten. Weit über Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die Beschaffung und Lieferung von UNICEF-Hilfsgütern, um Kinder und Familien für eine gesündere, sicherere und hoffnungsvollere Zukunft zu rüsten: Von Spezialnahrung und Impfstoffen bis hin zu Erste-Hilfe-Sets und Schulrucksäcken – die UNICEF-Logistik-Experten sorgen dafür, dass die wertvolle Fracht heil am richtigen Ort ankommt, egal ob per Flugzeug, Lastwagen, Schiff oder manchmal auch per Motorrad oder Lastesel.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht erfahren Sie, wie viel Geld UNICEF Deutschland eingenommen hat, in welche Länder wir die Spendengelder überwiesen haben und wie sie den Kindern vor Ort in dem Jahr konkret geholfen haben. Sie können sich im Geschäftsbericht auch darüber informieren, wie hoch die interne Kostenquote bei UNICEF Deutschland ist und wie viel wir zum Beispiel für Personal und Spendenwerbung ausgeben.
Das DZI-Spendensiegel bestätigt seit Jahren unsere verantwortungsvolle Verwaltung der Spendengelder. UNICEF Deutschland lässt sich regelmäßig prüfen, um höchste Transparenz und Seriosität zu gewährleisten. Mit dem DZI-Spendensiegel gehören wir seit vielen Jahren zu den besonders vertrauenswürdigen Spendenorganisationen.
Allein kann man wenig bewirken, gemeinsam aber viel. Mit Ihrer Spende werden Sie Teil einer großen UNICEF-Gemeinschaft. Über 300.000 Menschen in Deutschland unterstützen unsere Programme mit einer Dauerspende – zum Beispiel für Ernährung, Gesundheit, Bildung und Kinderschutz.
Dazu kommen Hunderttausende Einzelspenderinnen und -spender, Tausende Ehrenamtliche, zahlreiche Unternehmen sowie viele Prominente, die sich für UNICEF engagieren. Gemeinsam können wir die Welt für Kinder verändern.

UNICEF: Seit Jahrzehnten sind wir für Kinder im Einsatz, weltweit in über 190 Ländern.
© UNICEF/UNI610093/Dejongh