UNICEF im Iran
Die militärische Eskalation im Nahen Osten gefährdet Millionen Kinder im Iran und der Region. Trotz der seit Mitte April geltenden Waffenruhe kommt es weiter zu schweren Angriffen. Im Iran wurden laut den Behörden seit Februar insgesamt 383 Kinder getötet und mehr als 2.100 verletzt (Stand: 11. Juni 2026). Wichtige Infrastruktur und grundlegende Dienste wie Gesundheitseinrichtungen wurden bei Angriffen beschädigt. Über zwei Millionen Kinder können nur eingeschränkt medizinisch versorgt werden.
3,2 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben – davon sind etwa 864.000 Kinder. Notunterkünfte sind überbelegt, Wasser- und Sanitäranlagen beschädigt. Millionen Kinder können zurzeit nur online am Unterricht teilnehmen, weil Schulen geschlossen sind.
UNICEF ist im Einsatz und leistet Hilfe für Kinder im Iran, darunter medizinische und psychosoziale Hilfe. Wir bewerten die Lage fortlaufend und passen unsere Hilfe an. UNICEF fordert den Schutz aller Kinder und jungen Menschen vor jeglicher Form von Gewalt und Schaden.
Stand: 12. Juni 2026
Weitere Informationen:
Pressemeldung vom 31. März 2026: "Krieg im Nahen Osten: Humanitäre Krise für Kinder spitzt sich zu"
UNICEF hilft Kindern im Iran
Konflikt im Nahen Osten: UNICEF-Teams sind vor Ort
Die aktuelle Lage ist auch für UNICEF-Teams vor Ort unglaublich herausfordernd. Dennoch sind unsere Teams in der Region unermüdlich für Kinder im Einsatz. Im Iran stellen wir medizinische Hilfsgüter aus unseren Warenlagern bereit – darunter Zelte und Medikamente. Zu unserer medizinischen Hilfe zählen auch Impfdosen, grundlegende medizinische Ausrüstung für die Gesundheitsversorgung von Kindern sowie unsere mobilen Gesundheitsteams.
Darüber hinaus weiten wir zusammen mit unseren lokalen Partnern psychosoziale Hilfsangebote aus, vor allem in Regionen, die besonders von der Gewalt betroffen sind. Parallel dazu helfen wir dabei, mögliche Schäden an der Wasser- und Sanitärversorgung zu prüfen.
Gemeinsam mit unseren Partnern bewerten wir von UNICEF die Lage im Iran fortlaufend neu und stehen bereit, unsere Hilfe für Kinder und Familien dem Bedarf anzupassen und zu verstärken.
Seit Jahrzehnten für Kinder im Einsatz: UNICEF im Iran
UNICEF ist bereits seit den 1950er-Jahren im Iran für die Kinder im Einsatz. Unsere Teams vor Ort sind mit unterschiedlichen Programmschwerpunkten aktiv und setzen sich für eine Grundversorgung der Kinder ein, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung und Wasser.

UNICEF ist seit den 1950-er-Jahren für Kinder im Iran im Einsatz.
© UNICEF/UNI520381/SayyariSo unterstützen wir beispielsweise die Wasserversorgung der Kinder und Familien in Regionen, in denen Wasserknappheit herrscht, indem wir Wassersysteme errichten oder sanieren. Wir bauen auch Brunnen und Sanitäranlagen in Schulen aus. In Regionen, in denen Kinder nicht genug zu essen haben, unterstützt UNICEF die Behandlung mangelernährter Kinder. Zudem erhalten bedürftige Familien finanzielle Unterstützung, damit Eltern ihre Kinder mit Nahrungsmitteln versorgen können. Auch unterstützt UNICEF im Iran die Ausstattung von Gesundheitszentren.
Der Iran ist eines der katastrophenanfälligsten Länder in der Region. Nach Naturkatastrophen wie Erdbeben, Dürren und Überschwemmungen kümmert sich UNICEF um die Versorgung betroffener Familien, zum Beispiel mit mobilen Gesundheitsteams.

Nach schweren Überschwemmungen im Südosten Irans 2024 verteilen UNICEF-Teams Hilfsgüter an betroffene Familien.
© UNICEF/UNI711708/SayyariWie UNICEF im Iran und weltweit für Kinder arbeitet
UNICEF setzt sich in über 190 Ländern weltweit für das Wohlergehen und den Schutz von Kindern ein. So sind unsere Teams auch im Iran seit vielen Jahrzehnten für Kinder aktiv. Die Aufgabe bei unserer weltweiten Arbeit ist es zuallererst, Kindern zu helfen, ganz gleich in welchem Land und unter welchen Verhältnissen sie leben.
