Kolumbien: UNICEF unterstützt Kinder und Familien nach Erdbeben
Bogotá/Panama-Stadt/New York/Köln •

Freiwillige und Rettungskräfte suchen in Cali nach dem Erdbeben nach Überlebenden in den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes. | [NICHT-EXKLUSIVES BILDMATERIAL ZUR VERWENDUNG DURCH UNICEF FÜR EIN JAHR, BIS ZUM 10. AUGUST 2027.]
© UNICEF/UN0905537/Sarmiento/AFPNach dem Erdbeben der Stärke 7,4 im Westen Kolumbiens weitet UNICEF seine Hilfe für betroffene Kinder und Familien im Departamento Chocó sowie in Buenaventura an der Pazifikküste aus. Tausende Menschen, darunter viele Kinder, sind von den Folgen der Katastrophe betroffen. Das Departamento Chocó ist besonders schwer betroffen. Es gehört zu den ärmsten Regionen des Katastrophengebiets.
Nach offiziellen Angaben kamen durch das Erdbeben 181 Menschen ums Leben, 195 werden noch vermisst, mehr als 2.595 Menschen wurden verletzt. Wie viele Kinder insgesamt betroffen sind, wird derzeit noch ermittelt. Die Behörden gehen davon aus, dass 796 Schulen beschädigt wurden. Damit wächst die Sorge um den Zugang von Kindern zu Bildung sowie zu sicheren Orten.
„Kinder mussten erleben, wie ihre Häuser und Schulen beschädigt wurden. Zugleich sind sie wachsenden Risiken ausgesetzt, weil die Grundversorgung in den am stärksten betroffenen Gemeinden weiterhin eingeschränkt ist“, sagte Tanya Chapuisat, UNICEF-Leiterin in Kolumbien. „UNICEF mobilisiert in Chocó und Buenaventura die Hilfe für betroffene Familien in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene, um Gesundheitsrisiken zu verringern und die Würde der betroffenen Familien zu schützen, während die Versorgung schrittweise wiederhergestellt wird und weitere Bedarfe ermittelt werden.“
Schäden an zentraler Infrastruktur erschweren den Zugang zu Wasser, Strom, Bildung, Gesundheitsversorgung und Telekommunikation. Zudem erschweren eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten und die weite geografische Verteilung der betroffenen Gemeinden weiterhin die Ermittlung des Hilfsbedarfs.
UNICEF stellt Wasser-, Sanitär- und Hygieneartikel für 22.000 Menschen in Chocó und Buenaventura bereit. Dazu gehören Kits für Familien, Sets für die Versorgung von Müttern, Menstruationshygiene-Sets sowie Wassertanks. Darüber hinaus arbeitet UNICEF mit dem Kolumbianischen Institut für Familienwohlfahrt (ICBF) zusammen, um Schutzmaßnahmen für betroffene Kindern zu stärken.
UNICEF ist seit mehr als 20 Jahren in Chocó tätig und kontinuierlich in Buenaventura präsent. Die Hilfsmaßnahmen werden eng mit nationalen und lokalen Behörden sowie Partnerorganisationen abgestimmt. UNICEF steht bereit, seine Unterstützung weiter auszuweiten, damit Kinder und ihre Familien lebensrettende Hilfe und Schutz erhalten.
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Über UNICEF: Hilfe für Kinder seit 80 Jahren
Das UN-Kinderhilfswerk wurde vor 80 Jahren am 11. Dezember 1946 ins Leben gerufen, um Kindern im vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Europa zu helfen. Heute setzt sich UNICEF weltweit in über 190 Ländern für die Umsetzung der Rechte aller Kinder ein. Von der schnellen Nothilfe bis zu langfristigen Programmen hilft UNICEF, dass Mädchen und Jungen überall auf der Welt gesund und geschützt groß werden und ihre Fähigkeiten voll entfalten können.
Das Deutsche Komitee für UNICEF mit Sitz in Köln wurde 1953 als Verein gegründet und ist heute eine der wichtigsten Stützen der weltweiten UNICEF-Arbeit. In ganz Deutschland sind rund 7.000 ehrenamtliche Erwachsene und Jugendliche für UNICEF aktiv. Mit Programmen und politischer Arbeit trägt UNICEF Deutschland auch hierzulande zu einem besseren Verständnis der Rechte und der Belange von Kindern bei. Weitere Informationen: www.unicef.de.