
Erdbeben in Venezuela: Kinder in Gefahr
Nach starken Erdbeben wurde in Venezuela der Notstand ausgerufen. Das ganze Ausmaß der Schäden ist noch unklar. Es werden außerdem schwere Nachbeben befürchtet, mit verheerenden Folgen für die Kinder – sie sind am stärksten von der Katastrophe betroffen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Der Nordwesten Venezuelas wurde am frühen Mittwochabend, den 24. Juni 2026, von zwei schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschüttert. Etwa Tausend Menschen wurden verletzt und viele getötet (Stand: 25. Juni 2026).
- UNICEF bereitet die Nothilfe für Familien vor. Mit 49 Euro können wir nach dem Erdbeben zum Beispiel je ein Paket mit medizinischer Soforthilfe bereitstellen.
- UNICEF stimmt aktuell mit Partnern die dringendsten Bedarfe ab. Wir liefern lebensrettende Hilfsgüter in Notsituationen in weniger als 72 Stunden.
UNICEF Deutschland trägt das Spendensiegel des DZI. Es bestätigt UNICEF Deutschland eine seriöse und vertrauenswürdige Mittelverwendung. Zudem wurde UNICEF Deutschland als "TÜV geprüftes Online Portal" ausgezeichnet und erfüllt geprüfte Qualitäts- und Sicherheitsstandards.
Aktuelle Situation in Venezuela: Hunderte Menschen wurden verletzt
Am frühen Abend des 24. Juni erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,2 den Nordwesten Venezuelas. Häuser stürzten ein, Straßen wurden beschädigt oder zerstört. Kurz darauf folgte ein zweites, noch stärkeres Beben mit einer Magnitude von 7,5. Die Erschütterungen waren in weiten Teilen des Landes zu spüren, darunter in der Hauptstadt Caracas sowie in La Guaira, Aragua, Carabobo und angrenzenden Bundesstaaten. Nach ersten Berichten lagen die Epizentren in der Nähe von Morón im Bundesstaat Carabobo. La Guaira ist mit am schlimmsten von den Auswirkungen der Erbeben betroffen.
Berichten zufolge sind mehrere Menschen getötet und fast 1.000 verletzt worden. Kinder haben in den Trümmern ihr Zuhause und möglicherweise Familienmitglieder verloren. Die humanitären Folgen sind noch nicht absehbar, aber es wird befürchtet, dass das Ausmaß katastrophal ist. Das Land hat den Notstand ausgerufen.

Kinder- und Wohnzimmer, Küche und Badezimmer: Familien im Nordwesten Venezuelas haben wegen verheerender Erdbeben in den frühen Abendstunden des 24. Juni 2026 ihr Zuhause verloren. Dieses Bild zeigt eines der zerstörten Wohnhäuser. Das vollständige Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht bekannt (Stand: 25. Juni 2026).
© UNICEF/UN0876166/Parra/AFPSo helfen wir den Kindern in Venezuela
Wir von UNICEF sind seit Jahrzehnten in Venezuela im Einsatz und versorgen Kinder mit lebensrettender Hilfe. Wir liefern zum Beispiel Trinkwasser, Medikamente und stellen medizinische Ausstattung bereit.
Aktuell arbeitet UNICEF gemeinsam mit Partnern unter Hochdruck daran, Nothilfe-Pakete zu packen, um damit die betroffenen Kinder und Familien zu erreichen. Wir prüfen derzeit die Bedarfe und setzen alles daran, die Familien in Kürze mit Hilfe zu erreichen. UNICEF-Teams sind bereits vor Ort.
Dringend benötigt werden nach solchen Katastrophen unter anderem Zelte, Decken, Hygienesets und medizinische Kits, um Kinder und ihre Familien mit Erster Hilfe zu versorgen. In Nothilfelagen wie diesen richten wir außerdem kinderfreundliche Räume ein und helfen mit psychosozialer Betreuung, damit Kinder die traumatischen Erlebnisse verarbeiten können.
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