Venezuela Armut: Die Lage für Millionen Kinder in Venezuela hat sich stark verschlechtert.

Krise in Venezuela: Kinder in Gefahr

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die anhaltende Wirtschaftskrise hat Lebensmittel unerschwinglich gemacht. Viele Kinder hungern.
  • Das Gesundheitssystem liegt brach, und Hunderttausende Lehrerinnen und Lehrer fehlen.
  • Trotz der jüngsten Entwicklungen in Venezuela geht die UNICEF-Hilfe für Kinder im Land weiter. Unsere Teams ermöglichen Kindern Bildung, sauberes Wasser, Spezialnahrung und Impfungen.

Aktuelle Situation in Venezuela: Lage für Kinder hat sich dramatisch verschlechtert

Armut, Kriminalität, Gewalt und eine schlechte medizinische Versorgung zwingen Millionen Menschen in Venezuela zu fliehen. Anissa (4, Foto oben) und ihr Vater sind zwei von ihnen.

Die humanitäre Lage in Venezuela hat sich dramatisch verschärft: Fast acht Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter knapp vier Millionen Kinder (Stand: Dezember 2025). Das öffentliche Gesundheitssystem Venezuelas ist am Boden. Medikamente und Impfstoffe sind knapp, vermeidbare Krankheiten breiten sich aus. Fast acht Millionen Menschen sind aus Venezuela geflohen, weil sie dort keine Zukunft mehr sehen – es ist die größte Flüchtlingskrise in der modernen Geschichte Lateinamerikas. Der Großteil der Menschen flüchtet in direkte Nachbarländer von Venezuela oder in andere Länder in Südamerika – zum Beispiel nach Kolumbien, Brasilien, Peru, Chile oder Ecuador.

Kriminalität und Gewalt sind hoch. Manche Kinder werden gezwungen, für Banden zu arbeiten. Schulen fehlt es an Lehrkräften und Unterrichtsmaterialien. Millionen Kinder haben nur noch zwei oder drei Tage pro Woche Schulunterricht, viele lernen nicht einmal Schreiben und Rechnen. Die Wirtschaftskrise in Venezuela hat zu einer sehr hohen Inflation geführt. Eltern wissen nicht mehr, wie sie ihren Kindern etwas zu essen kaufen können, und immer mehr Kinder leiden unter Mangelernährung.

Wir von UNICEF sind für die Kinder in Venezuela da. Bitte unterstützen Sie die Kinder mit einer Spende.

Ihre Spende hilft Kindern in Venezuela und Lateinamerika

  • 84 €
    z. B. für 42 Schulrucksäcke
  • 154 €
    z. B. für 280 Dosen Masern-Impfstoff
  • 240 €
    z. B. für 6 Hygienesets für je 1 Familie
Story
Flucht aus Venezuela


Anissa (4) hat Asthma, aber bekam in Venezuela keine Medikamente mehr. Ihr Vater Anthony verlor wegen der Wirtschaftskrise seine Arbeit. An vielen Abenden musste er seine Tochter hungrig ins Bett schicken. Er sah keine andere Möglichkeit, als mit Anissa das Land zu verlassen. Die Flucht ist extrem gefährlich.

(Klicken Sie auf das Foto, um Anissas Geschichte zu lesen.)

So helfen wir den Kindern in Venezuela und der Region

Sauberes Wasser, Impfungen, Kinderschutz

UNICEF sorgt dafür, dass Kinder in Venezuela zur Schule gehen können und geimpft werden und dass sie sauberes Wasser und Spezialnahrung gegen Hunger bekommen. Unsere Teams sind auch in Grenzgebieten und südamerikanischen Nachbarländern für die Kinder im Einsatz und kümmern sich zum Beispiel darum, dass unbegleitete Kinder und Jugendliche auf der Flucht geschützt werden.

  • Behandlung von Mangelernährung: Unsere Gesundheitshelfer*innen überprüfen, ob Kinder unterernährt sind. Mangelernährten Kindern helfen wir mit Spezialnahrung, damit sie schnell wieder zu Kräften kommen.

  • Wasser und Hygiene: Wir verteilen Wasch- und Hygienesets und liefern sauberes Trinkwasser in die Region. Wir vermitteln Kindern auch wichtige Hygieneregeln, damit sie gegen Krankheiten geschützt sind. 

  • Bildung: Wir verbessern die Bildungsqualität in Venezuela, indem wir Lehrpersonal ausbilden und Bücher und andere Lernmaterialien bereitstellen. Wir setzen uns außerdem in Venezuela und den anderen Ländern Lateinamerikas für das Recht der Kinder auf Bildung ein. 

  • Mobile Gesundheitsteams: Wir bieten den Familien grundlegende Gesundheitsservices an. Unsere Gesundheitsteams impfen Kinder vorsorglich und behandeln kranke Kinder – auch an entlegenen Orten, die zum Beispiel nur über Flüsse erreichbar sind. 

  • Kinderschutz: Wir richten kinderfreundliche Räume ein, in denen die Kinder geschützt spielen, basteln und lernen können. Sie haben dort auch Ansprechpartner*innen für ihre Probleme und Sorgen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung von Kindern mit Behinderung oder indigener Herkunft.

  • Richtlinien entwickeln: Mit den Regierungen der Nachbarländer Venezuelas erarbeiten wir Richtlinien, wie migrierte Kinder am besten geschützt werden können. Auf unbegleitete Kinder achten wir dabei besonders.

  • Venezuela Armut: Schulkinder in Venezuela sitzen in einem Klassenzimmer.

    Bild 1 von 4 | Bildung: Rund 200.000 Lehrerinnen und Lehrer mussten wegen der Wirtschaftskrise in Venezuela ihre Jobs aufgeben (Stand: Dezember 2025). Mehrere Millionen Kinder verpassen ihre Grundbildung. UNICEF bildet Lehrkräfte aus und stellt Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. So wie hier an einer Schule in der Sinamaica-Lagune, einer entlegenen Region im Nordwesten Venezuelas.

    © UNICEF/UNI921744/Pocaterra
  • Venezuela Armut: Ein UNICEF-Gesundheitshelfer bereitet ein Mädchen auf seine Impfung vor.

    Bild 2 von 4 | Impfungen: Die dreijährige Jacknielis lebt in einer entlegenen Region Venezuelas im Bundesstaat Zulia. Hier fällt oft der Strom aus, und Impfstoffe können nicht mehr gekühlt werden. UNICEF sorgt mit Solaranlagen dafür, dass Kühlketten eingehalten werden und Kinder ihre Routineimpfungen bekommen. So sind sie geschützt gegen gefährliche Infektionskrankheiten. 

    © UNICEF/UNI886918/Pocaterra
  • Venezuela Hunger: Viele Kinder in Venezuela haben aktuell nicht genug zu essen.

    Bild 3 von 4 | Behandlung von Mangelernährung: Mit einem Maßband können UNICEF-Helfer*innen ganz einfach überprüfen, ob ein Kind mangelernährt ist. Viele Kinder haben nicht mehr genug zu essen, weil sich Venezuela in einer schweren Wirtschaftskrise befindet und Lebensmittel knapp sind. Bei diesem Mädchen hier ist zum Glück alles im grünen Bereich. 

    © UNICEF/UNI527426/Fernandez
  • Venezuela Armut: Eine UNICEF-Mitarbeiterin zeigt einem Jungen das Händewaschen.

    Bild 4 von 4 | Sauberes Wasser und Hygiene: Ein Junge lernt in einer Schule, wie er sich richtig die Hände wäscht. Und er erfährt, dass diese einfache Maßnahme ein wirkungsvoller Schutz gegen Infektionskrankheiten ist. UNICEF unterstützt die Schule und sorgt dafür, dass die Kinder sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen haben. 

    © UNICEF Venezuela/2022/Núñez

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Hintergrundinformationen zur Lage der Kinder in Venezuela

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Mit Ihrer Unterstützung setzen wir unsere Hilfsprogramme für die Kinder in Venezuela und der Region in Lateinamerika weiter fort. Denn die Mädchen und Jungen haben das Recht, in einer sicheren und gesunden Umgebung aufzuwachsen.

Venezuela Hunger: Zwei Freundinnen in einer Schule in Venezuela umarmen sich lächelnd.

Ihre Hilfe kommt an – herzlichen Dank für jede Unterstützung!

© UNICEF/UNI793255/Pocaterra

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Warum UNICEF?

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Hungersnot verhindern: Ein Kleinkind mit Zucchini in der Hand bei einem UNICEF-Helfer auf dem Arm

UNICEF: Seit Jahrzehnten sind wir für Kinder im Einsatz, weltweit in über 190 Ländern. 

© UNICEF/UNI610093/Dejongh
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