5. WIE WIRD DIE AGENDA 2030 AUF POLITISCHER EBENE UMGESETZT UND WIE WIRD DIE UMSETZUNG NACHVERFOLGT?

Alle Länder sind dazu verpflichtet, einen eigenen Aktionsplan bezüglich der Agenda 2030 zu entwickeln und festzulegen, wie die nachhaltigen Entwicklungsziele im eigenen Land umgesetzt werden – was also zum Beispiel Deutschland tun wird, um Kinderarmut zu beseitigen. Es geht aber auch darum, was Regierungen tun können, um weltweit einen Beitrag zur Verwirklichung der nachhaltigen Entwicklungsziele zu leisten. Zum Beispiel durch Entwicklungszusammenarbeit mit Ländern, die aufgrund von Armut noch besonders weit vom Erreichen der Ziele entfernt sind. Denn der wichtigste Grundsatz der Agenda 2030 lautet: niemand darf zurückgelassen werden (leave no one behind).

Die Umsetzung der Agenda 2030 soll auf nationaler, regionaler und globaler Ebene unter Einbindung aller Akteure erfolgen.

Das Hochrangige Politische Forum für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (High Level Political Forum on Sustainable Development, HLPF) ist das zentrale Gremium für die Überprüfung der Agenda 2030 auf globaler Ebene. Es findet jährlich in New York statt und soll den Austausch zu Erfolgen, Herausforderungen und Erfahrungen ermöglichen.

Zusätzlich findet alle vier Jahre auf Ebene der Staats- und Regierungschefs ein globaler UN-Nachhaltigkeitsgipfel („SDG-Gipfel“) statt, zum ersten Mal im September 2019. Dabei geht es um eine globale Bestandsaufnahme der Agenda 2030-Umsetzung, unter anderem auf der Basis des ersten „Global Sustainable Development Reports“.