EINE WELT FÜR KINDER
Freitag, 21. Februar 2014, 15:18 Uhr
von Lena Dietz | 0 Kommentare

Vor zehn Jahren, am 10. Mai 2002, verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen ein historisches Dokument mit dem Titel „A World Fit for Children“ (zu Deutsch etwa so viel wie „Eine kindgerechte Welt“). Damit verpflichteten sich die Staaten dieser Welt, die Kinderrechte, das Wohlergehen und die Würde aller Kinder zu fördern. Zum ersten Mal beschäftigte sich eine UN-Vollversammlung ausschließlich mit Kindern, ihren Bedürfnissen und Rechten.

Eine Welt für Kinder. ©UNICEF/Caleo

Eine Welt für Kinder.
© UNICEF/NYHQ2009-0961/Caleo

Aber nicht das Dokument alleine war und ist nach wie vor von historischer Bedeutung, sondern vor allem der Prozess, der ihm vorangegangen war. Zum ersten Mal waren nämlich auch die anwesend und kamen zu Wort, um die es geht: Zu einem „UN-Kinderforum“ am Rande der Generalversammlung, das UNICEF zusammen mit weiteren Partnern organisiert hatte, kamen über 400 Kinderdelegierte aus aller Welt. Beeindruckend deutlich, klar und selbstsicher stellten sie sich vor die vielen internationalen Vertreter und erklärten, was für eine Welt Kinder aus ihren Augen brauchen.

Und jetzt?

Die Jugendlichen von damals ziehen heute selbst Bilanz: „Heute gehen vor allem so viel mehr Mädchen in die Schule als vor zehn Jahren – das war eins unserer größten Bedenken.“ Caroline Barebwoha war damals 15 Jahre alt und repräsentierte Uganda auf dem Forum. Heute ist sie Anwältin und berät UNICEF noch immer zur Beteiligung von Jugendlichen.

Unter die positiven Tönen mischt sich aber auch Skepsis: „Damals haben wir wirklich gehofft und geglaubt, dass es sich nicht nur um ein Dokument handelt. Wir waren so enthusiastisch!“

UNICEF klemmt sich dahinter und versteht sich als Anwalt der Kinder, die darauf vertrauen, dass die Versprechen eingehalten werden. „Wir haben noch viel zu tun“, sagt Tony Lake, Exekutiv-Direktor von UNICEF. „Aber wir nehmen dieses zehnjährige Jubiläum auch zum Anlass, um unser Versprechen zu wiederholen. Eine Welt, die gut für unsere Kinder und Kindeskinder ist, wird zu einer besseren Welt für uns alle.“

Offenes Ohr

Damals wurde auch darüber gesprochen, eine solche Veranstaltung nach zehn Jahren zu wiederholen. Können wir wirklich über so einen langen Zeitraum an einer Welt arbeiten, von der wir denken, dass sie gut für Kinder ist, ohne immer und immer wieder die Meinung der eigentlich „Betroffenen“ zu erfragen? Die Kinder von 2002 sind heute erwachsen. Was denken die Kinder von heute? Was sind ihre Wünsche, Sorgen und Hoffnungen? Eine Welt die „fit“ ist für Kinder, ist eine, die Kinder ernst nimmt und sich für ihre Meinung interessiert.

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