Immer mehr Kinder sind Opfer des sich verschärfenden Konflikts im Nahen Osten
New York/Köln •
“Gut zehn Tage nach Beginn des sich verschärfenden Konflikts im Nahen Osten ist die Lage für Millionen von Kindern in der gesamten Region katastrophal. Seit dem 28. Februar wurden mehr als 1.100 Kinder bei den Gewalttaten verletzt oder getötet. Darunter sind 200 Kinder, die Berichten zufolge im Iran getötet wurden, 91 im Libanon, vier in Israel und eines in Kuwait. Da die Gewalt eskaliert und sich ausbreitet, werden diese Zahlen wahrscheinlich noch steigen.
Durch die weitreichenden Beeinträchtigungen im Bildungsbereich können Millionen von Kindern in der gesamten Region nicht zur Schule gehen. Hunderttausende Kinder wurden durch unerbittliche Bombardierungen vertrieben. Zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, Schulen sowie Wasser- und Abwassersysteme, von denen Kinder zum Überleben abhängig sind, wurden von den Konfliktparteien angegriffen, beschädigt oder zerstört. Nichts rechtfertigt die Tötung und Verstümmelung von Kindern oder die Zerstörung und Beeinträchtigung lebenswichtiger Dienstleistungen, auf die Kinder angewiesen sind.
Schwere Verstöße gegen Kinder in bewaffneten Konflikten können Verstöße gegen das Völkerrecht darstellen, einschließlich des humanitären Völkerrechts und der internationalen Menschenrechtsnormen. UNICEF bekräftigt die Forderung des UN-Generalsekretärs an die Konfliktparteien, die Kämpfe zu beenden und diplomatische Verhandlungen aufzunehmen. UNICEF fordert die Konfliktparteien außerdem auf, bei der Wahl der Mittel und Methoden der Kriegsführung alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um Schäden für die Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten.
Die Kinder der Region – insgesamt 200 Millionen – zählen darauf, dass die Welt schnell handelt.“