Pressemitteilung

Niedersachsen will Kinderrechte noch stärker in Schulen verankern

Köln/ Hannover

Kinderrechteschulen Programm / 38 Schulen schon zum Start dabei

Kultusminister Grant Hendrik Tonne und der Vorstandsvorsitzende von UNICEF Deutschland, Georg Graf Waldersee, unterzeichnen Kooperationsvertrag

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Mit dem „Kinderrechteschulen Programm“ von UNICEF will das Land Niedersachsen verstärkt die UN-Kinderrechtskonvention in seinen Schulen verankern. Am (heutigen) Dienstag haben Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Georg Graf Waldersee, Vorstandsvorsitzender von UNICEF Deutschland, während einer Auftaktveranstaltung des „Niedersächsischen Kinderrechte Schulnetzwerkes“ den Kooperationsvertrag unterzeichnet.

„Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit UNICEF Deutschland den Startschuss für das niedersächsische „Kinderrechte Schulnetzwerk“ und die Umsetzung des „Kinderrechteschulen Programms“ von UNICEF geben können,“ sagte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne bei der Online-Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen dem Niedersächsischen Kultusministerium und UNICEF Deutschland. „Die Stärkung der Demokratiebildung von Anfang an hat für uns höchste Priorität in der schulischen Bildung. Mit unserer Ende 2019 gestarteten Initiative „Demokratisch gestalten“ haben wir uns vorgenommen, Kinderrechte und Partizipation im Primarbereich zu stärken – als wichtiges Element eines gelebten und gestaltbaren demokratischen Erfahrungs- und Handlungsraums.“

Für UNICEF Deutschland unterzeichnete der Vorstandsvorsitzende Georg Graf Waldersee die Kooperationsvereinbarung: „Wir freuen uns sehr, dass Niedersachsen das „Kinderrechteschulen Programm“ unterstützt und damit den Kinderrechten einen besonderen Stellenwert in den Schulen des Landes gibt“, so Georg Graf Waldersee, Vorstandsvorsitzender von UNICEF Deutschland. „Mit dem Kinderrechteschulen Programm wird die UN-Kinderrechtskonvention ganz konkret im Unterricht und im Schulalltag verankert. Die verbrieften Rechte von Kindern werden so zum festen Bestandteil der Schulgemeinschaft. Kinder und Jugendliche leben ihre Rechte und fordern diese auch über die Schulgrenzen hinaus ein.“

Die Unterzeichnung fand im Rahmen der Auftakttagung des niedersächsischen „Kinderrechte Schulnetzwerks“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, das „Kinderrechteschulen Programm“ von UNICEF in den niedersächsischen Schulentwicklungsprozess einzubinden.

Nachhaltige und hochqualitative Bildung gehört zu den Kinderrechten

Gemäß Vertrag haben das Niedersächsische Kultusministerium und das Deutsche Komitee für UNICEF e.V. das gemeinsame Ziel, eine nachhaltige und hochqualitative Bildung für alle Kinder in Niedersachsen sicherzustellen, wie sie in den Artikeln 12, 28 und 29 der UN-Kinderrechtskonvention als Recht verankert und beschrieben ist. Während der Vertragslaufzeit vom 1. Mai 2021 bis 30. April 2024 ist die Teilnahme am „Kinderrechteschulen Programm“ für alle Schulen, die am „Kinderrechte Schulnetzwerk“ teilnehmen werden, obligatorisch.

Während des ersten Vertragsjahres stellt UNICEF Deutschland dem Kultusministerium die erforderlichen sachlichen Mittel sowie personellen Ressourcen (u. a. Einführungsvideo, Trainingsinhalte, Unterlagen/Materialien, zertifizierte Trainerinnen und Trainer, Online-/E-Learning-Module) für bis zu vierzig Schulen zur Verfügung. Nach dem ersten Vertragsjahr übernehmen und nutzen das Kultusministerium und seine nachgeordneten Behörden die aufgebauten und finanzierten Programm-Kapazitäten.

Das Kultusministerium strebt an, das Programm im Falle einer erfolgreichen Evaluation im „Kinderrechte Schulnetzwerk“ innerhalb des Vertragszeitraums fest zu verankern und anschließend weiterzuführen. Bereits ab Vertragsbeginn stellt das Kultusministerium eine für die landesseitigen inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben hinreichende Anzahl an Mitarbeitenden aus dem eigenen Geschäftsbereich zur Verfügung.

38 Schulen haben sich bereits verbindlich für das Programm angemeldet. UNICEF begleitet die Schulen auf ihrem Weg zur Kinderrechteschule und verleiht, gemeinsam mit dem Kultusministerium, nach erfolgreicher Teilnahme an einem mehrstufigen Training das „Kinderrechteschulen Siegel“.

Während der Tagung stellte UNICEF Deutschland die Grundlagen des „Kinderrechteschulen Programms“ vor und beantwortet den Vertreterinnen und Vertretern der Teilnehmerschulen Fragen.

Die neue Website www.kinderrechte-netzwerk.de für das „Kinderrechte Schulnetzwerk“ enthält Materialien, Hinweise zu geplanten Veranstaltungen, eine detaillierte Darstellung des Kinderrechteschulen Programms von UNICEF sowie ein Forum für den interaktiven Austausch. Mehr zum „Kinderrechteschulen Programm“ von UNICEF Deutschland gibt es zudem unter www.unicef.de/kinderrechteschulen.

Kontakt

Niedersächsisches Kultusministerium, Pressestelle, Ulrich Schubert, 0511 120 7168, ulrich.schubert@mk.niedersachsen.de

UNICEF Deutschland, Simone Morawitz, 0221 - 93650-655, simone.morawitz@unicef.de