Pressemitteilung
"HOFFNUNG FÜR HAITI" - UNICEF-HILFE FÜR KINDER
Köln
Dienstag, 18. Februar 2014, 14:47 Uhr

ERDBEBEN IN HAITI

Lichteraktion heute 17 Uhr / Aufrufe im Internet und per SMS

Während zunehmend mehr Menschen im Erdbebengebiet in Haiti Hilfe erhalten, wächst die internationale Hilfsbereitschaft. Unter dem Motto „Hoffnung für Haiti“ ruft UNICEF Deutschland mit Aktionen im Internet, über SMS, Spendentelefone und lokale Veranstaltungen zur Solidarität auf.

Die Aktion knüpft an den großen Aufruf „Hope for Haiti“ in den USA an, an der sich am Freitag internationale Stars wie George Clooney und die meisten TV-Netzwerke beteiligen. Die Erlöse dort gehen an UNICEF, das Rote Kreuz und andere Organisationen.

„Setz Dich ein. Es geht um Mitgefühl. Es gibt Zeiten in unserem Leben, wo Menschen in Not wirklich ohne jede Hilfe dastehen. Jeder sollte an die Organisation spenden, die ihm am besten gefällt“, rief George Clooney Anfang dieser Woche insbesondere junge Menschen zur Unterstützung auf.

„Wir brauchen einen langen Atem, um die Grundversorgung der Kinder sicherzustellen. Aber Hilfe ist nicht unmöglich. Die Helfer tun unter den chaotischen Bedingungen das Menschenmögliche und kommen langsam voran“, sagte Rudi Tarneden, Sprecher von UNICEF Deutschland.

UNICEF-Hilfe in Haiti

Eine Woche nach dem verheerenden Beben werden nach Angaben der UN immer noch Überlebende aus den Trümmern geborgen. So gelang es den Bergungstrupps, aus einem Kinderheim in Carrefour 44 Kinder zu bergen - es hatten sich vermutlich 150 in dem Gebäude aufgehalten.

UNICEF weist darauf hin, dass die Hilfe für Kinder und schwangere Frauen absolute Priorität haben muss. Im Krisengebiet gibt es schätzungsweise 37.000 schwangere Frauen. UNICEF versorgt derzeit rund 100.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser und verteilt Trinkwasserflaschen in Krankenhäusern. Zusammen mit Partnern wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Wasserversorgung provisorisch wieder in Gang zu setzen. Weiter werden Hygieneartikel, Wasserkanister und Tabletten zur Wasseraufbereitung für 60.000 Menschen verteilt. Insgesamt 30 Verteilstellen sind bisher in Betrieb.

Mit Flugzeugen bringt UNICEF Großzelte, Spielmaterial und technisches Gerät aus seinen zentralen Warenlagern in Panama, Kopenhagen und Dubai nach Haiti. Sie sind für Schutzzonen für Kinder bestimmt. Die Flüge bringen weiter Materialien zur Wasseraufbereitung und Medikamente sowie medizinisches Gerät. Gemeinsam mit seinen Partnern hat UNICEF mit der Registrierung unbegleiteter Kinder begonnen und bereitet die Suche nach Angehörigen vor. Ein erstes Schutzhaus für 200 unbegleitete Kinder wird gerade eingerichtet.

UNICEF-Mitarbeiterin Tamar Hahn berichtet aus Port-au-Prince. ©UNICEF/LeMoyne

UNICEF-Mitarbeiterin Tamar Hahn berichtet aus Port-au-Prince.
© UNICEF/LeMoyne

Solidaritätsaktionen in Deutschland

Genau eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben setzen die ehrenamtlichen UNICEF-Gruppen bundesweit mit vielen Studenten, Schülern und Mitbürgern unter dem Motto "Hoffnung für Haiti" ein Zeichen der Solidarität. Weil um 17 Uhr Ortszeit in Haiti die Erde bebte, zünden sie heute um 17 Uhr an zentralen Plätzen in ihren Städten Kerzen für die Erdbebenopfer an und rufen zu fünf Schweigeminuten auf.

In Mainz laden die Ehrenamtlichen mit der UNICEF-Hochschulgruppe zur Lichteraktion am Bahnhof ein.Die UNICEF-Gruppe in Karlsruhe, der UNICEF-Partnerstadt 2010, wird mit ihren JuniorBotschaftern um 17 Uhr bei der Pyramide auf dem Marktplatz sein.In Nürnberg findet eine Mahnwache vor dem Hauptportal der St. Lorenzkirche statt.In Dresden zündet die UNICEF-Hochschulgruppe auf dem Campus Lichter für Haiti an.An der Lichteraktion und den Spendensammlungen beteiligen sich gemeinsam mit den UNICEF-Gruppen auch viele ECE-Einkaufscenter, unter anderem in Hamburg, Kassel, Karlsruhe, Leipzig, Essen, Remscheid und Wolfsburg.

SMS-Aktion

Helfen kann man auch per SMS mit dem Stichwort UNICEF an die Telefonnummer 81190. Von 5 Euro je SMS (zzgl. Transportleistung) gehen 4,83 Euro direkt an UNICEF für die Nothilfe in Haiti.

Stiftung „United Internet“ für UNICEF

Die Stiftung United Internet ruft die Nutzer der Online-Dienstleister 1&1, GMX und Web.de zu Spenden für die UNICEF-Nothilfe in Haiti auf. Die Spenden werden ohne Abzug von Kosten direkt an UNICEF überführt.

ING DiBa

Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit mit UNICEF ruft die ING DiBa ihre Mitarbeiter zu Spenden für die UNICEF-Hilfe in Haiti auf. Alle Mitarbeiterspenden werden vom Unternehmen verdoppelt.

NRW hilft Haiti

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident startet heute einen Aufruf unter dem Motto „NRW hilft Haiti“. UNICEF ist eine von sechs Organisationen, die unterstützt werden.

UNICEF benötigt allein für die Hilfe für die Kinder in Haiti in den kommenden sechs Monaten rund 120 Millionen Dollar.UNICEF ruft dringend zu Spenden für die Kinder in Haiti auf:Konto: 300.000Bank für SozialwirtschaftBLZ 370 205 00Stichwort: Haiti

Bitte spenden Sie!

Tausende haben die UNICEF-Nothilfe für Kinder in Haiti schon unterstützt - vielen Dank! Jeder Beitrag hilft, Kinderleben zu retten:

  • 45 Euro = 30 Trinkwasserkanister
  • 58,80 Euro = 150 Päckchen Erdnusspaste
  • 230 Euro = eine Notapotheke

Bisherige Hilfe von UNICEF

  • 26 große Trinkwassetanks aufgestellt, tägliche Versorgung von Zehntausende Menschen mit Wassertankern organisiert, 120.000 Liter in Flaschen abgefülltes Trinkwasser verteilt
  • 5,5 Millionen Wasserreinigungstabletten, Kanister, Erste-Hilfe-Pakete, Medikamente, Moskitonetze sowie Plastikplanen, Zelte und Schlafmatten bereitgestellt
  • Seife und weiteren Hygienebedarf für 60.000 Menschen verteilt
  • 7.000 Pakete mit nahrhafter Erdnusspaste bereitgestellt
  • 2.500 Kochsets an Familien verteilt
  • mit der Einrichtung von Kinderzentren begonnen

Nächste Schritte

  • unbegleitete Kinder betreuen, mangelernährte Kinder versorgen
  • Trinkwasserversorgung für drei Millionen Menschen sicherstellen
  • 300.000 Kinder langfristig zurück in die Schule bringen

Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Rudi Tarneden.

Rudi Tarneden

PRESSEKONTAKT

Rudi Tarneden
0221-93650-235
E-Mail: presse(at)unicef.de