Pressemitteilung
KINDER IN NOT – UNICEF ORGANISIERT HILFE
Köln
Donnerstag, 5. September 2013, 13:54 Uhr

KÄMPFE IN MALI

Angesichts der Kämpfe in Mali fürchtet UNICEF eine weitere Verschlechterung der Lage der Kinder in dem westafrikanischen Land. Bereits über 30.000 Menschen sind seit dem Beginn der Militäroperation Frankreichs gegen islamistische Gruppen in der Region Mopti im Norden des Landes auf der Flucht, darunter viele Kinder.

UNICEF hat drei Lastwagen mit Medikamenten für 33.000 Menschen sowie Plastikplanen, Wasserkanister und andere Hilfsgüter für 3.600 Flüchtlinge in die Ortschaft Ségou und in das Krankenhaus in Sévaré gebracht. Weitere Hilfsmaßnahmen werden vorbereitet.

Die Region Mopti ist ein wichtiger Umschlagplatz von UNICEF und seinen Partnern, von dem aus unter normalen Umständen Hilfsgüter in den Norden Malis gelangen. Aufgrund der Kämpfe sucht UNICEF deshalb unter Hochdruck mit seinen Partnern nach alternativen Versorgungsrouten. Im von Rebellen besetzten Norden stehen nur geringe Vorräte an Medikamenten und medizinischen Material zur Verfügung. Die Grundversorgung der Bevölkerung mit Nahrung, medizinischer Hilfe und anderen lebenswichtigen Gütern ist bedroht.

Während immer mehr Menschen vor den Kämpfen fliehen, wächst die Gefahr, dass Kinder von ihren Eltern getrennt werden. UNICEF befürchtet auch, dass Kinder und Jugendliche aktiv in die Kämpfe verwickelt werden. Schon im vergangenen Jahr wurden in dem andauernden Konflikt immer wieder Kindersoldaten eingesetzt. Bei einem Ausweiten der Kämpfe sind außerdem viele zivile Opfer zu befürchten. Innerhalb Malis waren bereits vor Ausbruch der aktuellen Kämpfe über 230.000 Menschen auf der Flucht. Rund 144.000 Malier sind in den vergangenen Monaten bereits vor Hunger, Instabilität und Gewalt in die Nachbarländer geflüchtet.

Zusätzlich zu der politischen Krise leidet die Bevölkerung Malis – vor allem die Kinder – nach wie vor unter den Folgen von Nahrungsmittelknappheit. Hunderttausende Jungen und Mädchen sind mangelernährt, zum Teil schwer. UNICEF arbeitet mit nationalen und internationalen Hilfsorganisationen zusammen, um die Kinder mit therapeutischer Spezialnahrung, medizinischer Hilfe und sicherem Trinkwasser zu versorgen. UNICEF unterstützt auch Impfkampagnen und klärt Kinder und Jugendliche über die Gefahren von Landminen und Blindgängern auf. Die angespannte Sicherheitslage schränkt die Hilfe in verschiedenen Gebieten immer wieder ein.

Rudi Tarneden

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