Pressemitteilung

TAIFUN HAGUPIT: BEDROHUNG FÜR TAUSENDE KINDER

Köln, Manila, New York, 08. Dezember 2014

UNICEF ORGANISIERT HILFE AUF DEN PHILIPPINEN

„Hagupit weiter eine ernste Bedrohung für Tausende Kinder“

Während sich der Taifun Hagupit der philippinischen Hauptstadt Manila nähert, organisiert UNICEF zusammen mit den Behörden die Hilfe für Kinder in den besonders stark betroffenen Gebieten. Schätzungsweise eine Million Menschen haben auf der Flucht vor dem Taifun ihre Häuser verlassen – darunter 400.000 Kinder.

Taifun Hagupit Philippinen

© UNICEF/UNI175840/Samson

Der Taifun, der am Samstag auf das Festland traf, bewegt sich langsam weiter. Auch wenn er sich etwas abgeschwächt hat, bringt er gefährliche Sturmböen und schwere Regenfälle, Überflutungen und Erdrutsche mit sich. Das genaue Ausmaß der Schäden steht noch nicht fest.

„Die raschen Evakuierungen haben viele Menschen vor Verletzungen oder dem Tod bewahrt“, sagt Lotta Sylvander, Leiterin von UNICEF Philippinen. „Aber Hagupit ist weiter eine ernste Bedrohung für Tausende Kinder und ihre Mütter, die unsere Hilfe brauchen. UNICEF und seine Partner arbeiten rund um die Uhr, um sie zu versorgen.“

Im UNICEF-Büro in Tacloban werde derzeit Lastwagen mit lebensnotwendigen Hilfsgütern aus dem lokalen Warenlager beladen, um sie in besonders betroffene Gebiete auf der Insel Samar zu bringen. Das UNICEF-Team in Tacloban sammelt gemeinsam mit den Behörden Informationen über Schäden und Hilfsbedarf in der Region, um Evakuierte und Obdachlose zu versorgen.

Unhygienische Bedingungen, verschmutztes Wasser und fehlende sanitäre Einrichtungen bedrohen jetzt besonders die Kinder. Deshalb ist jetzt die Priorität Nr. 1, die Wasserversorgung wieder in Gang zu bringen. In seinen Warenlagern in Tacloban, Manila und Cotabato hält UNICEF Hygienepakete, Wasserpumpen, Generatoren, Kanister und Materialien zur Wasseraufbereitung bereit. Hinzu kommen Spezialnahrung für mangelernährte Kinder, Medikamente gegen Durchfall und Plastikplanen.

Hagupit hat auch die Region Eastern Visayas getroffen, die vor 13 Monaten durch den Taifun Haiyan schwer verwüstet worden war. UNICEF leistet dort psychosoziale Hilfe für die Kinder, die durch die erneute Naturkatastrophe stark verängstigt sind. Schulzelte und Lernmaterial werden bereitgestellt, damit Kinder weiter lernen können.

„Glücklicherweise hat dieser Taifun bis jetzt weniger Verwüstungen nach sich gezogen als Haiyan. Trotzdem mussten fast eine Million Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen – viele von ihnen leiden noch unter den Folgen der letzten Naturkatastrophe. „Diese Menschen haben seither ihr Leben erfolgreich wieder organisiert. Sie brauchen unsere Hilfe. Damit diese hart erarbeiteten Fortschritte nicht erneut weggespült werden“, so Lotta Sylvander.

Rudi Tarneden

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Rudi Tarneden
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UNICEF-Hilfsgüter für die vom Taifun betroffenen Gebiete. @ UNICEF Philippinen

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