Familientag im Märkischen Museum 2019 © mawil/www.mawil.net

EINE KINDERRECHTE-AUSSTELLUNG ZUM 30. GEBURTSTAG

Familientag im Märkischen Museum Berlin

In diesem Jahr stand der Familientag im Märkischen Museum unter dem Motto Kinderrechte

Am 17. November um 11 Uhr wurde die Schülerausstellung „30 Jahre Kinderrechte“ im Foyer eröffnet, die Patricia Thoma (Berliner Künstlerin)  organisiert und betreut hat. Paul Spies (Museumsdirektor der Stiftung Stadtmuseum Berlin) begrüßte und dankte der Künsterlin. Graf Fidi rappte und sorgte für tolle Stimmung: er machte das mit links!

Thomas Gill (Leiter der Berliner Landeszentrale für politische Bildung) und Ann-Katrin Fahrenkamp (Leiterin von UNICEF Berlin) äußerten sich in ihren Grußworten zur Entstehungsgeschichte der Kinderrechte und ihrer Bedeutung heute.

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Frau Fahrenkamp erklärte, dass die Kinderrechtskonvention aufgrund ihrer Ratifizierung rechtsverbindlich sei und UNICEF für ihre Aufnahme ins Grundgesetz plädiere. Denn "Kinderrechte sind Menschenrechte, aber nicht nur.  Kinder haben auch noch andere als Menschenrechte, weil sie besondere Bedürfnisse haben. Die Kinderrechtskonvention regelt eine Reihe von grundlegenden Versorgungs-, Schutz- und Beteiligungsrechten. Kinder haben das Recht besonders vor Gewalt und Ausbeutung geschützt werden, sie benötigen eine medizinische Grundversorgung und vollwertige Ernährung, damit sie sich gut entwickeln und gut lernen können. Nur mit einem Zugang zu Bildung haben sie auch die Chance auf eine gute Zukunft, in der sie ein selbstständiges und unabhängiges Leben führen können.”

Im Anschluss schilderte Ann-Katrin Fahrenkamp die aktuelle Situation der Kinderrechte in Deutschland und präsentierte die Ergebnisse der Umfrage “My Place, my Rights”

Da UNICEF aber eine Weltorganisationen sei, fuhr Frau Fahrenkamp fort, sei auch über den deutschen Tellerrand zu schauen. Neben vielen Erfolgen, wie der Senkung der Sterblichkeitsrate und der akuten Mangelernährung oder der Einschulung von 90 % aller Kinder weltweit, sei eine starke Zunahme von Konflikten und Naturkatastrophen zu konstatieren, die Millionen von Kindern in extreme Notlagen bringe.

 "UNICEF ist vor Ort, um diese Kinder schnellstmöglich mit dem Nötigsten zu versorgen, eine medizinische Grundversorgung und psychosoziale Unterstützung zu leisten, Nahrungs- und Hygienemittel zu verteilen und um Notschulen einzurichten... Kriege und Naturkatastrophen sind auch auf moralisches und ökologisches Fehlverhalten zurückzuführen. Deshalb haben wir alle eine Mitverantwortung, unsere Zivilgesellschaft ebenso wie Wirtschaft und Politik. Das Wohlergehen der Kinder und ihre Zukunft sollte der Maßstab unseres Handelns sein”, schloß Frau Fahrenkamp ihr Grusswort.

Im Anschluss konnte das Publikum sich beim Museumsrundgang an verschiedenen UNICEF-Stationen informieren:

Wie lebten Kinder früher und was hat sich bis heute verändert? Im ganzen Museum gab es viele spannende Aktionen, die sich mit dem Thema beschäftigen und dazu einladen, selbst aktiv zu werden. Darüber hinaus konnten Kinder einem Märchenerzähler lauschen, historische Spiele in der Großen Halle ausprobieren oder gemeinsam Dekorationen für die Adventszeit gestalten.

Vielen Dank an alle für eine tolles Fest für die Kinderrechte!