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STOP & SHOP TO #ENDHUNGER

Shoppen und dabei gleichzeitig gegen Hunger ankämpfen? Was auf dem ersten Blick komisch erscheinen mag, wurde diesen Dienstag, den 26. Juni 2018, von der ehrenamtlichen UNICEF-Gruppe Berlin im Rahmen der World Food Convention möglich gemacht. 

Auf der World Food Convention des Tagesspiegels wurden in den Bölle Sälen in Berlin Entscheidungsträger*innen und internationale Vertreter*innen aus dem Bereich Politik und Wirtschaft, sowie Interessierte zusammengeführt, um über das Thema Welthunger und über Strategien zur weltweiten Hungerbekämpfung zu diskutieren. Ziel der World Food Convention war es, den Einfluss des Konsumverhaltens in Industrienationen auf Entwicklungs- und Schwellenländer zu evaluieren. Dabei sollte dem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie Strategien zur Bekämpfung von Hunger, Armut und ungleichen Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung Rechnung getragen werden.


Die ehrenamtliche UNICEF-Arbeitsgruppe Berlin lud unter dem Motto: Stop & Shop to #EndHunger dazu ein, am UNICEF-Stand ein Nothilfepaket zu erstellen. Hierbei konnten die Besucher*innen mehr über die Wirkung der Arbeit von UNICEF erfahren und ins Gespräch über die Probleme kommen, die der Ernährungssicherheit und den Entwicklungschancen von Kindern weltweit entgegenstehen.


Das Nothilfepaket sollte möglichst ausgewogen für ein Kind in einer Krisenregion aus den am Stand ausgestellten UNICEF-Produkten zusammengestellt werden. Das Ziel war dabei, ein gesetztes Budget von 5 Euro nicht zu übersteigen. Da keine Preise ausgeschildert waren, stellte sich dies als große Herausforderung für die Besucher*innen dar und selten wurden mehr als 3 Euro bei den Zusammenstellungen erreicht. Hierdurch wurde darauf aufmerksam gemacht, dass auch eine kleine Summe schon große Dinge bewegen und ein Kind dabei vor lebensbedrohlichen Gefahren bewahren kann.


Produkte wie Protein-Kekse oder die kalorienreiche Erdnusspaste werden in vielen Teilen der Welt eingesetzt, um unterernährte Kinder zu versorgen. Denn Hunger ist eine Katastrophe und schädigt Kinder für ihr gesamtes Leben. Die Mädchen und Jungen bleiben körperlich und geistig zurück, sind häufig krank, können ihre Fähigkeiten nicht entfalten. Jedes dritte Kind auf der Welt ist von Unterernährung betroffen und jährlich sterben über drei Millionen Kinder an Unterernährung, Millionen mehr leiden unter den Folgen von Unterernährung. UNICEF hilft von Anfang an und klärt Mütter über gesunde Ernährung und die Bedeutung des Stillens auf. In Notsituationen rettet UNICEF von Hunger betroffene Kinder mit verschiedenen Nothilfeprodukten das Leben.


Zusätzlich zur Bereitstellung von spezifischen Lebensmitteln wie der Erdnusspaste, Mikronährstoffpulver und den Proteinkeksen zur Deckung des Kalorien- und Nährstoffbedarfs, unterstützt UNICEF Kinder durch Impfungen gegen Polio, Tetanus und Masern. Zur humanitären Hilfe gehört jedoch nicht nur die Sicherung der Gesundheit von Kindern, sondern auch die Umsetzung des Rechtes auf Bildung, weshalb am Stand auch Produkte des Schulbedarfs mit in das Nothilfe-Paket gepackt werden konnten.


Den gesamten Tag über konnten sich die Besucher*innen weiterhin Vorträge oder Diskussionen über Themenbereiche wie „The Green Data Revolution“, „Conflict. Migration. Hunger“ oder „Regulatory Affairs“ anhören. Als Gastredner*innen waren unter anderem Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, und Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, vor Ort.


Auch wenn sich die Problematik des Welthungers nicht an einem Tag lösen lässt, trug dieses Event doch dazu bei, dass sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt wurde und man dem Ziel #EndHunger ein Stückchen näher kommen konnte, #foreverychild. 

Lazara Teufel