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UNICEF IM KINO: "DAS MÄDCHEN HIRUT"

Anlässlich der Filmvorstellung „Das Mädchen Hirut“ im Kino Delphi Lux informierte das Aktionsteam Events und Sponsoren am Sonntag, den 11. Februar 2018 über das Thema Kinderheiraten und die Aufklärungskampagnen von UNICEF.

2014 gewann „Das Mädchen Hirut“ als erster afrikanischer Beitrag den Panorama Publikums-Preis der Berlinale. Der Film erzählt von der 14-jährigen Hirut, die zum Zweck der Eheschließung entführt und vergewaltigt wird. Auf der Flucht erschießt sie ihren Peiniger, weshalb dem Mädchen die Todesstrafe droht. In Addis Abeba kämpft die Anwältin Meaza Ashenafi um ihre Freiheit. Auf berührende Weise zeigt der preisgekrönte Film, wie der Mut eines Mädchens zum Wendepunkt für die Mädchenrechte in Äthiopien wurde.

Anlässlich der 20. Verleihung des Panorama Publikumspreises zeigt das Delphi Lux den Film am Sonntag, den 11. Februar 2018. Das Aktionsteam Events und Sponsoren war vor Ort dabei und informierte über das Thema Kinderheiraten. Immer noch zählt Äthiopien zu den Ländern mit der höchsten Rate an Kinderheiraten. Gerade in den ländlichen Gebieten ist die im Film thematisierte Tradition, Mädchen zum Zweck der Zwangsverheiratung zu entführen, weit verbreitet. Wieland Speck, Berlinale Panorama-Leiter von 1992 bis 2017, betonte, dass politische und gesellschaftliche Themen bei der Wahl des Publikumspreises immer eine große Rolle spielen und Filme wie dieser wichtig sind. Das zeigten auch die intensiven Gespräche mit interessierten Zuschauern nach dem Film am Infostand des Aktionsteams Events und Sponsoren.

In über 50 Ländern betreibt UNICEF Aufklärungskampagnen und politische Arbeit zum Thema Kinderehen und Mädchenrechte. Denn in Zeiten von Krieg, Konflikten und Flucht werden Mädchenrechte noch weiter eingeschränkt. Viele Mädchen erfahren sexuelle Gewalt, müssen hart arbeiten, können nicht zur Schule gehen und werden viel zu früh verheiratet. Weltweit wurden 27 Prozent der Mädchen unter 18 Jahren als Kinder verheiratet – einige mit nicht einmal sieben Jahren. Jedes Jahr kommen weitere 15 Millionen Mädchen hinzu. Nach der Heirat gehen die Mädchen oft nicht mehr zur Schule. Frühe Schwangerschaften gefährden ihre Gesundheit.