Bild von Mensch mit roter Handfläche

RED HAND DAY 2022 – INTERNATIONALER TAG GEGEN DEN EINSATZ VON KINDERSOLDAT*INNEN

Bis heute werden schätzungsweise 250.000 Minderjährige als Kindersoldaten und Kinder­soldatinnen missbraucht. Dagegen setzen sich Menschen auf der ganzen Welt am 12. Februar – dem internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldat*innen – ein. Hierfür werden weltweit rote Handabrücke gesammelt und mit diesem Symbol die Forderung "Stopp! Kein Einsatz von Kindern als Soldatinnen und Soldaten!" verbreitet.

Mit dieser Aktion sollen Politikerinnen und Politiker erreicht werden. Sie sollen ihren Einfluss geltend machen und die Forderung des Red Hand Day umsetzen. UNICEF führt jährlich internationale Sammelaktionen durch und auch wir als UNICEF-Hochschulgruppe machen dieses Jahr wieder mit dieser Aktion gegen den Einsatz von Kindersoldat*innen aufmerksam.

Wieso der 12. Februar?
Dieser Tag wurde gewählt, da am 12. Februar 2002 die UN-Kinderrechts­konvention durch ein Fakultativprotokoll ergänzt wurde. Dieses verbietet die Beteiligung von Kindern in bewaffneten Konflikten. Es bewertet die Rekrutierung von Kindern unter 15 Jahren als Kriegs­verbrechen und bestimmt, dass Minderjährige nicht gegen ihren Willen an Kampfhandlungen beteiligt werden dürfen. 168 Staaten sind bisher beigetreten; Deutschland hat das Zusatzprotokoll 2004 ratifiziert. Das Abkommen löste weltweite Gespräche und Gesetzesänderungen aus. Erstmals wurden Verantwortliche vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagt. Trotzdem leiden bis heute Minderjährige unter Konflikten, wie im Südsudan, der Zentralafrikanischen Republik oder in der Demokratischen Republik Kongo.  Sie werden nicht nur in Kampfeinsätzen missbraucht, sondern auch für jegliche andere Tätigkeiten wie Spionieren oder Kochen. Gerade Mädchen sind oft zusätzlich sexueller Gewalt ausgesetzt.

Wie wird geholfen?
Die Mitglieder des Deutschen Bündnis Kindersoldaten, zu dem auch UNICEF Deutschland gehört, haben zwölf Forderungen formuliert, um den Einsatz von Kindersoldat*innen komplett zu unterbinden und den Betroffenen zu helfen. Diese Forderungen beinhalten, dass kein Kind unter 18 Jahren in Armeen, bewaffneten oder anderen militärischen Gruppen eingesetzt werden darf. Außerdem fordern sie die Bestrafung der Verantwortlichen, sowie Versorgung, Schutz und Hilfe für betroffene Geflüchtete und damit verbunden auch die Gewährung von politischem Asyl. Zusätzlich wird der Stopp aller deutschen Waffenexporte, insbesondere in Krisengebiete gefordert. Außerdem sollen die finanziellen Mittel für Hilfsprogramme erhöht werden.

Wie kann ich helfen?
Es gibt spezifische UNICEF-Hilfsprojekte, in denen beispielsweise Kindern und Jugendlichen, die als Kindersoldaten und Kindersoldatinnen eingesetzt wurden, eine Unterkunft zu Verfügung gestellt wird, die sowohl professionelle medizinische als auch psychologische Betreuung bietet. UNICEF unterstützt Betroffene darüber hinaus auch mit Bildungsangeboten, wie Schulen oder praktischen Ausbildungen. Dennoch sind die Kinder oft traumatisiert und können nur langsam wieder in die Gesellschaft integriert werden. Zudem werden viele der ehemaligen Kinder­soldaten und Kindersoldatinnen von ihren Familien verstoßen. Wenn Sie UNICEF bei diesen Projekten unterstützen möchten, können Sie dies gerne mit einer finanziellen Spende für diese Projekte auf der Internetseite von UNICEF Deutschland machen.
Außerdem sammeln wir als Hochschulgruppe rote Handabdrücke, welche wir gemeinsam mit den Forderungen des Deutschen Bündnis Kindersoldaten an den Auswärtigen Ausschuss im Bundestag schicken werden. Alle, die ein Symbol gegen den Einsatz von Kinder­soldaten und Kindersoldatinnen setzen wollen, können uns bis zum 20. Februar ihren roten Handabdruck zusammen mit ihrem (Vor-)Namen entweder als Foto per E-Mail (info@hochschulgruppe-heidelberg.unicef.de) oder auf Papier per Post an Friedrichstraße 6, 69117 Heidelberg senden.