Checkliste Todesfall: Eine ältere Frau liest Papiere am Schreibtisch

Checkliste im Todesfall: Die wichtigsten Schritte für Angehörige

Ganz gleich, wie die Umstände sind: Wenn ein Mensch stirbt, gerät die Welt für die Angehörigen ins Wanken. Und auch wenn es Zeit braucht, um den Verlust zu verarbeiten, müssen bestimmte Dinge möglichst schnell nach dem Todesfall geregelt werden. Unsere Checkliste gibt Ihnen einen Überblick, welche Formalitäten nach einem Sterbefall wichtig sind und was Sie in den ersten Tagen erledigen sollten.

Todesfall-Checkliste zum Download: Was tun, wenn jemand stirbt?

Direkt nach dem Todesfall: Was sofort zu tun ist

Auch wenn Sie unmittelbar nach dem Verlust wahrscheinlich ganz andere Dinge im Kopf haben, ist es wichtig, dass die wichtigsten Formalitäten innerhalb von 24 Stunden nach dem Todesfall erledigt werden.

In den ersten Tagen nach dem Todesfall: Was möglichst bald zu erledigen ist

Ist der erste Schock verarbeitet und die oder der Verstorbene ins Bestattungsunternehmen überführt worden, beginnt die eigentliche Organisation. Suchen Sie sich, wenn möglich, Unterstützung bei diesen Aufgaben. Für eine einzelne Person kann es belastend sein, alle Formalitäten in den ersten Tagen nach dem Todesfall allein zu bewältigen.

Was in den ersten Wochen nach einem Todesfall zu regeln ist

Einige organisatorische Aufgaben haben Zeit bis nach der Beerdigung, wenn wieder etwas Ruhe eingekehrt ist. So bleibt auch etwas Zeit, sich einen Überblick über laufende Verträge, Konten und nicht zuletzt das digitale Erbe des oder der Verstorbenen zu verschaffen.

Gut zu wissen: Wenn Sie als Erbe eingesetzt wurden und sich um den Nachlass der verstorbenen Person kümmern, sollten Sie beim Nachlassgericht einen Erbschein beantragen. Diesen brauchen Sie unter Umständen als Nachweis, wenn Sie zum Beispiel ein Bankkonto der oder des Verstorbenen auflösen möchten. Liegt ein notarielles Testament vor, sollten Sie bei einem Notar oder einer Notarin nachfragen: In vielen Fällen ersetzt dieses Testament den Erbschein.

Hinweis

Als Erbe oder Erbin übernehmen Sie die Rechtsnachfolge der oder des Verstorbenen. Das heißt nicht nur, dass eventuell vorhandenes Vermögen auf Sie übergeht, sondern auch, dass Sie die Verantwortung für eventuelle Verbindlichkeiten übernehmen, sowie weitere Aufgaben wie die Erfüllung von Vermächtnissen, Veräußerung von Wertgegenständen und Immobilien. Welche Aufgaben UNICEF als Erbe übernimmt, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Nachlassabwicklung.

Für uns alle wichtig: Wie entlaste ich meine Angehörigen im Todesfall?

Der Tod eines nahestehenden Menschen trifft die Angehörigen oft schwer – und die vielen Entscheidungen, die rund um den Sterbefall getroffen werden müssen, können belastend sein. Wenn Sie schon zu Lebzeiten die wichtigsten Dinge regeln und klare Absprachen treffen, stellen Sie sicher, dass Ihre eigenen Wünsche berücksichtigt werden – und Sie geben Ihren Hinterbliebenen auch Raum zum Trauern und zum Verarbeiten der Situation. Das können Sie tun:

Checkliste
  • Handschriftliches oder notarielles Testament verfassen
  • Vorsorgevollmachten zum Beispiel für Banken und Versicherungen erstellen
  • Vorsorge regeln und ggf. Patienten- oder Betreuungsverfügung erstellen
  • Dokumentenmappe mit allen wichtigen Unterlagen füllen (laufende Verträge, Versicherungspolicen, Bankunterlagen, Wertpapierdokumente, Dokumente zu Immobilien, Verbindlichkeiten oder Krediten)
  • ggf. Bestattungsvorsorgevertrag, oder Wünsche zur Beerdigung besprechen oder verfassen
  • digitalen Nachlass vorbereiten: Liste mit E-Mail- und Online-Banking-Zugängen, Streaming-Abos, Kundenkonten und anderen relevanten Zugangsdaten
  • ggf. Gespräche mit Angehörigen über Werte, Wünsche und Regelungen nach dem Tode führen

Zudem können Sie über die Möglichkeit nachdenken, mit Ihrem Nachlass Gutes zu bewirken – zum Beispiel mit einer Testamentsspende an gemeinnützige Organisationen wie UNICEF.

FAQ: Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Was tun im Todesfall?“

Weitere Infos