Wie ist die Lage der Kinder aus der Ukraine nach vier Jahren Krieg?
Der Krieg in der Ukraine ist für Millionen Familien ein endloser Albtraum. Schon seit 2014 litten die Menschen unter einem anhaltenden Konflikt, der in der Ostukraine begann und sich mit dem Angriffskrieg im Februar 2022 dramatisch verschärfte. Die Kinderrechte werden durch den Krieg massiv verletzt. Jedes einzelne Kind in der Ukraine ist vom Krieg betroffen, denn nirgendwo ist es sicher. Der Krieg bedeutet für die Minderjährigen Angst, Bombardierungen, zerstörte Schulen und zerrissene Familien. Mehr als ein Drittel der ukrainischen Kinder und Jugendlichen sind auf der Flucht (Stand: Februar 2026).
2025 haben die Familien in der Ukraine die schwersten Angriffe seit Beginn des Krieges erlebt: Die Zahl der getöteten und verletzten Kinder stieg 2025 gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent. Wegen der anhaltenden Angriffe – darunter auch zunehmend Langstreckenangriffe – wird es immer schwieriger für die Kinder, Schutz zu finden.
Mehr als 1.700 Schulen und Bildungseinrichtungen sind im Laufe des vierjährigen Kriegs beschädigt oder zerstört worden (Stand: Februar 2026). Auch viele Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen wurden bei den Angriffen getroffen. Im Laufe der letzten Monate haben zudem gezielte Angriffe auf die Energieinfrastruktur stark zugenommen. Regelmäßig kommt es dadurch zu Ausfällen von Wasser-, Strom- und Heizsystemen. Besonders in den Frontgebieten ist die Lage dramatisch.
Der Tod von Angehörigen und Freund*innen, die ständige Angst vor neuen Angriffen und der Verlust ihres gewohnten Alltags belasten viele Kinder schwer. Jedes dritte Kind in der Ukraine kann wegen der Gefahr von Angriffen nicht mehr normal – das heißt ganztägig – am Schulunterricht teilnehmen (Stand: Februar 2026). Über eine Million Kinder können nur noch online oder in einem hybriden Format aus Präsenz- und Onlineunterricht lernen.