Die Auswirkungen des Klimawandels auf Kinder und Jugendliche

Die Klimakrise ist eine Krise der Kinderrechte

Die Auswirkungen des Klimawandels und Folgen der Umweltzerstörung sind spürbar – überall auf der Welt. Obwohl Kinder und Jugendliche am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich sind, werden sie am stärksten von den Folgen getroffen. Die jungen Menschen von heute und nachfolgende Generationen müssen vor den Auswirkungen des Klimawandels geschützt werden. Dafür setzt UNICEF sich ein. Gleichzeitig fordern wir Regierungen, Unternehmen und weitere Akteure dazu auf, jetzt schnell und umfassend zu handeln – für Kinder und mit ihnen gemeinsam.

Wie die Klimakrise Kinder und Jugendliche trifft

Die globale Klimakrise bedroht das Leben und die Zukunft von allen Kindern. Infolge von Klimawandel und Umweltbelastungen haben Kinder nicht genügend sauberes Wasser, gehen hungrig ins Bett oder können nicht lernen. Im Vergleich zu Erwachsenen sind Kinder weniger in der Lage, extreme Wetterereignisse zu überleben oder anfälliger für giftige Chemikalien, Temperaturschwankungen und Krankheiten.

Fast die Hälfte aller Kinder auf der Welt ist mindestens drei Klimagefahren gleichzeitig ausgesetzt, zum Beispiel Dürren, extremer Hitze und tropischen Stürmen. In vielen Weltregionen sind Kinder durch die Auswirkungen des Klimawandels extrem stark gefährdet, weil sie in ihren Heimatländern in den Bereichen Wasser und Sanitär, Gesundheit, Ernährung, Bildung ohnehin nicht ausreichend versorgt und sozial abgesichert sind.

  • 97,5 %
    der Kinder in Deutschland

    erleben mindestens eine Klimaauswirkung.

  • 1,1 Mrd.
    Kinder weltweit

    sind mindestens drei Klimagefahren gleichzeitig ausgesetzt.

  • 62,1 Mio.
    Vertreibungen von Kindern

    gab es zwischen 2016 und 2023 infolge von Klimaauswirkungen.

Nahezu jedes Kind auf der Erde ist bereits heute mindestens einer Form von klima- und umweltbedingten Gefahren, Schocks und Belastungen wie Hitzewellen, Überschwemmungen oder Luftverschmutzung ausgesetzt. Erfahren Sie in die Galerie mehr dazu.

  • Somalia: Junge sammelt Wasser in einer Pfütze.

    1,5 Milliarden Kinder weltweit sind Hitzewellen ausgesetzt. 1,8 Milliarden Kinder sind von Dürren betroffen.

    © UNICEF/UN0607653/Rich
  • Pakistan: Ein Mann fährt mit einem kleinen Kind auf einem Motorrad durch die überschwemmten Gebiete.

    337 Millionen Kinder sind von Hochwasser an Flüssen betroffen, 33 Millionen Kinder von Überschwemmungen an Küsten.

    © UNICEF/UN0696409/Moin
  • Lungenentzündung verursacht durch Luftverschmutzung in Bangladesch

    2,3 Milliarden Kinder leben in Gebieten mit Luftverschmutzung.

    © UNICEF/UN0400938/Habibul Haque
  • Elfenbeinküste: Eine Mutter schützt ihre zweijährige Tochter mit einem Moskitonetz

    Eine Milliarde Kinder sind von Malaria bedroht, einer von vielen Krankheiten, die in Folge der Erderwärmung zunehmen.

    © UNICEF/UN0452583/Frank Dejongh
  • Bangladesch: Kinder stehen vor zerstörter Hütte

    662 Millionen Kinder sind tropischen Wirbelstürmen (Zyklone) ausgesetzt.

    © UNICEF/UN0842873/Himu