AGENTS OF CHANGE: DIE GESICHTER UNICEF JORDANIENS

5. Oktober 2016 von Hai Ha Tran 0 Kommentare

Momentan sind zehn unserer UNICEF-Ehrenamtlichen auf Projektreise in Jordanien. Sie alle sind in ihrer Stadt schon länger ehrenamtlich für UNICEF aktiv und haben sich auf die Projektreise beworben. Sie wurden ausgewählt, weil sie wissen, wie sie UNICEF-Anliegen und -Themen den Menschen nahe bringen können und das nach ihrer Reise gerne noch intensiver tun wollen.

Hier im Blog berichten sie von ihren Erlebnissen und der UNICEF-Arbeit vor Ort.

Projektreise nach Jordanien Teil 1: UNICEF Jordanien

Die Fahrt zum UNICEF Länderbüro Jordaniens führte uns mitten durch die Rush-Hour Ammans. Nur langsam schoben wir uns an Autos und Häusern vorbei, deren beige Sandsteinfassaden das Stadtbild Ammans prägen. Trotz voller Straßen vermittelten der langsame Fluss aus Autos und die Farbeinheit der Häuser eine seltsame Ruhe. Es war mein erster Eindruck von Amman am Tag und die Strahlen der Sonne erschienen durch die hellen Fassaden der Häuser noch intensiver.

Ein Stahltor vor den Türen des Länderbüros deutete schon an, dass wir nicht vor dem UNICEF-Büro in Köln standen. Hier in Jordanien gelten andere Sicherheitsvorschriften. UNICEF nimmt es mit der Sicherheit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr ernst. 

Projektreise Jordanien: Ehrenamtliche vor dem UNICEF Büro in Amman

© UNICEF Dt/2016/Kerstin Schönenborn

In der 6. Etage wurden wir herzlich von Miraj Pradhan, UNICEF Jordaniens Head of Communication, begrüßt. „Schön euch kennenzulernen“, sagte Miraj, „Endlich kenne ich dein Gesicht.“ Eine lockeres „Wie geht‘s?“ schiebt er gleich hinterher. Ich hatte das Gefühl willkommen zu sein. Ein ähnliches Gefühl glaube ich auch in den Gesichtern meiner Mitreisenden gesehen zu haben. 

UNICEF wird gebraucht. Jetzt mehr denn je.

Wir stellten uns in einer kurzen Vorstellungsrunde vor. Miraj hieß uns nochmal herzlich willkommen und stieg ohne viel Zeit verlieren zu wollen direkt in die Agenda ein. Zeit wird in Amman sehr geschätzt.

"Vor ein paar Jahren war das Länderbüro in Jordanien noch ganz anders aufgestellt", erzählte Miraj. Seit der Syrien-Krise und den tausenden Flüchtlingen, die nach Jordanien kommen, ist das Büro von 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf 130 angewachsen. Allesamt sehr geschätzte Expertinnen und Experten auf ihrem Gebiet. Fünf von ihnen führten uns in den folgenden vier Stunden in die verschiedenen Bereiche der Arbeit von UNICEF in Jordanien ein.

Ich beschäftige mich mit der Arbeit von UNICEF seit vielen Jahren. Die Briefings waren sehr intensiv und viele Eindrücke über die Situation geflüchteter Menschen habe ich neu erfahren können. Die Eindrücke und Erlebnisse von UNICEF Kolleginnen und Kollegen vor Ort aus erster Hand zu hören war etwas ganz Besonderes. Diese Menschen stehen zu einhundert Prozent hinter ihrer Arbeit und ich habe mich mit ihnen verbunden gefühlt. Ich weiß, wofür das Geld benötigt wird. Ich weiß, dass UNICEF sich für Bildung, psychosoziale Betreuung, Wasser und Kinderschutz einsetzt – für die Flüchtlingskinder und die jordanischen Kinder. Jetzt weiß ich, welche Menschen dahinter stehen und ich vertraue ihnen. 

Verwundbare Kinder

Oft ging es bei den Briefings um „vulnerable children“, verwundbare Kinder. 26 Dimensionen von Verwundbarkeit formuliert UNICEF, dazu gehören zum Beispiel unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Der Großteil aller syrischen geflüchteten Kinder sind verwundbar. „85 Prozent“, sagt Rafiq Khan, UNICEF Kinderschutz-Spezialist. Dies entspricht einer Zahl von mehr als 180.000 Kindern.

Miraj zeigt uns noch ein Video von Hamed. „Ich möchte wichtig sein im Leben“, sagt er. Hamed möchte kein „einfacher Junge“ sein, wie er sagt. Er möchte seiner Community helfen. „Solche Kinder wie Hamed inspirieren uns“, sagt Miraj, „so lange die Kinder Hoffnung haben, so lange werden wir hart dafür arbeiten um Kindern eine Perspektive zu geben“. 

REISETAGEBUCH

Lesen Sie hier alle Berichte der UNICEF-Ehrenamtlichen von ihrer Reise nach Jordanien:

Teil 1: Agents of Change: Die Gesichter UNICEF Jordaniens

Teil 2: Makani – das ist „mein Ort“

Teil 3: Za’atari: Heimat und Hilfe in Zeiten des Krieges

Teil 4: Wir sind die Kinder Syriens, bitte vergesst uns nicht!

Übersicht aller Berichte

Haben Sie auch Interesse, ehrenamtlich bei UNICEF mitzuwirken? Machen Sie es den anderen Reisenden nach und informieren Sie sich in unserer Rubrik Engagement für UNICEF über die zahlreichen Möglichkeiten.

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