Kamerun: Ein Baby erhält therapeutische Erdnusspaste zur Behandlung von Mangelernährung.
Kamerun: Ein Baby erhält therapeutische Erdnusspaste zur Behandlung von Mangelernährung.

Drohende Hungersnot in Teilen Afrikas – jetzt spenden

Hungernde Kinder in Afrika brauchen dringend unsere Hilfe

Die Ernährungssituation für Kinder ist in vielen Ländern Afrikas verheerend. Auf dem afrikanischen Kontinent sind rund 278 Millionen Menschen von Hunger betroffen – vor allem am Horn von Afrika (ÄthiopienSomalia und Kenia) kämpfen mangelernährte Kinder um ihr Überleben. In manchen Regionen droht eine Hungersnot. Millionen Menschen dort, sowie in Ländern wie Südsudan und Nigeria, sind akut vom Hungertod bedroht, darunter ein großer Teil Kinder. Sie brauchen uns jetzt, denn jede Sekunde zählt.

Unterernährung in Afrika: Ein Mädchen im Niger wird gewogen.

In einem Gesundheitszentrum in Niger wird dieses Mädchen gewogen und gemessen. So finden die UNICEF-Mitarbeiter*innen schnell heraus, ob es Spezialnahrung braucht.

© UNICEF/UN0317919/Frank Dejongh

Kinder und die Hungerkrise in Afrika

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Hungersnot, Ernährungskrise, Mangelernährung – Was ist das?

Der Krieg in der Ukraine verschärft aktuell die Nahrungsmittelknappheit (mehr dazu unten im Abschnitt "Was sind Ursachen des Hungers?"). Doch in einigen Ländern Afrikas ist die Lage schon seit Jahren dramatisch: Millionen Menschen in Afrika sind von chronischem Hunger betroffen, darunter viele Mädchen und Jungen. Chronischer Hunger bedeutet, dass ein Kind zu wenig oder zu schlecht zu essen hat, um sich normal entwickeln und gut leben zu können. Die Folgen solcher Hungerperioden im Leben eines Kindes sind oft tödlich verlaufende Erkrankungen oder lebenslange Entwicklungsschäden.

Hungernde Kinder in Afrika: UNICEF schult Gesundheitspersonal im Umgang mit Mangelernährung.

Bild 1 von 7 | Claudine in Burundi isst eine Mahlzeit, die eine Gesundheitshelferin speziell für sie gekocht hat. Die Helferin wurde von UNICEF darin geschult, wie sie unterernährte Kinder unterstützen kann.

© UNICEF/UNI213008/Prinsloo
Hunger in Afrika: Ein mangelernährtes Kleinkind hält auf dem Schoß seiner Oma ein Päckchen Erdnusspaste in der Hand.

Bild 2 von 7 | In einem Gesundheitszentrum im Südsudan hat der extrem unterernährte Barach Spezialnahrung erhalten. Seine Großmutter füttert den 17 Monate alten Jungen, damit er bald wieder zu Kräften kommt.

© UNICEF/UN0574000/Chol
Schwer mangelernährte Kinder sind vom Hungertod bedroht. Hilfsorganisationen wie UNICEF helfen.

Bild 3 von 7 | Garang ist neun Monate alt und durch die Unterernährung sehr geschwächt. In einem Kinderkrankenhaus in Juba (Südsudan) wird er behandelt.

© UNICEF/UN0272217/Campeanu
Unterernährung in Afrika: Ein Kind im Südsudan wird auf Mangelernährung untersucht.

Bild 4 von 7 | Das Maßband am Oberarm zeigt Rot – das heißt, die sieben Monate alte Yar Makoi im Südsudan ist schwer akut mangelernährt. Ihre Mutter hatte nicht genug Milch für sie, um sie ausreichend satt zu bekommen.

© UNICEF/UN0234689/Ryeng
Hungerkrise in Afrika: Der elf Monate alte Johannes in Ostafrika erhält stärkende Erdnusspaste.

Bild 5 von 7 | Erdnusspaste und Spezialmilch gehören zu den effektivsten Therapiemaßnahmen gegen Hunger. Auch Johannes Adhiambo in Kenia wird so mit unserer Nahrungsmittelhilfe wieder aufgepäppelt.

© UNICEF/Schermbrucker
Gestiegene Lebensmittelpreise: Babys wie dieses in Niger sind schwer unterernährt.

Bild 6 von 7 | Die acht Monate alte Nana aus Niger war wegen der Hungerkrise im Land schwer unterernährt. Dank therapeutischer Nahrung kann sie aber wieder ihrer Mutter Raya spielen. Erfolge wie dieser machen Mut.

© UNICEF/NYHQ2012-0177/Asselin
Hunger in Afrika: Dieses Baby in Somalia war dem Hungertod nahe, aber ist nun wieder gesund.

Bild 7 von 7 | Auch der kleine Aziz aus Somalia war lebensbedrohlich mangelernährt – doch jetzt geht es ihm wieder gut. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für Kinder, die Hunger leiden. Vielen Dank für jede Spende!

© UNICEF/Javier Suarez Argueta

Und der Hunger kommt selten allein: Krankheiten wie Masern, Aids, Malaria, Cholera und auch Covid-19 sind besonders bedrohlich, wenn Kinder schon ausgezehrt und kraftlos sind. Die wenigsten Familien haben Zugang zu medizinischer Versorgung oder sauberem Wasser.

Doch die Lage ist nicht hoffnungslos – wir können viel tun und Kinder mit einfachen Mitteln wie Erdnusspaste vor dem Hunger retten. Wir müssen jetzt handeln, um die hungernden Mädchen und Jungen rechtzeitig zu versorgen. Dafür benötigen wir Ihre Hilfe.

Hungersnot verhindern – jetzt für Kinder in Afrika spenden

Millionen Kinder sind in Gefahr. Nur mit vereinten Kräften können wir eine Hungersnot verhindern und Kinderleben in Afrika und anderen von Hunger betroffenen Ländern retten!

Drohende Hungersnot in Afrika: Wie kann ich den Kindern helfen?

Hilfe ist ganz gezielt möglich: Mit Spezialnahrung, die Kinder schnell wieder zu Kräften bringt. Bereits mit kleinen Spenden helfen Sie, Kinderleben zu retten. Langfristig können wir dank Ihrer Hilfe zahlreiche Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal in Afrika unterstützen.

So bekämpft UNICEF mit Ihren Spenden den Hunger in Afrika

  • Nahrung: Schwere Mangelernährung führt vor allem bei Kleinkindern schnell zum Hungertod. Deshalb versorgen wir hungernde Kinder in den betroffenen Ländern mit therapeutischer Milch und Erdnusspaste. Dank dieser Spezialnahrung kommen die Kinder wieder zu Kräften.

  • Medikamente: Wir liefern Hygieneartikel und Medikamente für Millionen Familien und Kinder in verschiedene Länder Afrikas, um Krankheiten wie etwa Cholera oder andere schwere Durchfallerkrankungen einzudämmen. 

  • Trinkwasser: Gemeinsam mit Ihnen erreichen wir beispielsweise im Südsudan oder in Somalia Hunderttausende Menschen mit sicherem Trinkwasser. Sauberes Wasser ist überlebenswichtig und schützt vor zahlreichen lebensbedrohlichen Krankheiten.

  • Aufklärung: UNICEF-Mitarbeiter*innen informieren die Familien über gesunde Ernährung und verabreichen wichtige Vitamine und Mikronährstoffe, um Mangelernährung langfristig zu vermeiden.

Was sind Ursachen des Hungers in Afrika?

Hunger durch Dürre, Klimawandel und Umweltzerstörung

Der Klimawandel bringt in vielen Regionen Afrikas immer häufigere und dramatischere Wetterereignisse. Es häufen sich Naturkatastrophen – Dürren und Fluten, auch verstärkt durch das Klimaphänomen El Niño. Die hier normalen Regen- und Sturmperioden sind immer öfter ungewohnt heftig. Es kommt zu Überschwemmungen, die Ernten, Häuser und ganze Existenzen vernichten.

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Dürre in Ostafrika: Kreislauf aus Katastrophe und Armut

Das Gleiche bewirken die ebenfalls ungewöhnlich langen Dürreperioden. Der Regen bleibt aus – ganze Ernten werden vernichtet und ein großer Teil des Viehs verendet. Der Osten Afrikas etwa kämpft derzeit mit der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten. Durch die Wasserarmut steigen Lebensmittelpreise extrem an, und selbst einfache Nahrungsmittel und auch Trinkwasser werden unbezahlbar.

Hunger in Afrika: Eine verendete Kuh im Nordosten Kenias aufgrund der anhaltenden Dürre.

Kenia: Es herrscht eine der schlimmsten Dürreperioden seit Jahren. Der Nordosten Kenias ist staubtrocken. Tiere verenden und die Landwirte leiden unter den Folgen.

© UNICEF/UN0560890/Hedemann

Hunger durch Armut in Afrika

Wo Hunger herrscht, sind Menschen meist auch von extremer Armut betroffen. Schätzungsweise 490 Millionen Menschen in Afrika leben von weniger als 2 Euro am Tag. Durch den Hunger ausgezehrte Menschen sind kaum noch in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Millionen Eltern können somit ihre Töchter und Söhne nicht mehr aus eigener Kraft ernähren.

Hunger durch Kriege und bewaffnete Konflikte

Kriege und bewaffnete Konflikte sind eine weitere Ursache für Hunger, denn sie bedeuten für viele Kinder Flucht und Zerstörung. Unzählige Familien verlieren ihr weniges Hab und Gut und damit ihre ganze Lebensgrundlage. Von heute auf morgen sind sie nicht mehr imstande, sich selbst zu versorgen. Krieg und Gewalt machen sie zu heimatlosen und von Nothilfe abhängigen Flüchtlingen.

Auch der Krieg in der Ukraine verschärft die Hungerkrise in Afrika: Länder wie Kenia, Somalia und Äthiopien importieren einen Großteil ihres Weizens aus der Ukraine und Russland. Nun bleiben Importe aus, der Preis für Weizen schießt in die Höhe.

Hintergrund

Ukraine und die Hungerkrise

Zahlreiche Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind auf Weizen und andere Lebensmittelimporte aus der Ukraine und Russland angewiesen. Russland und die Ukraine gelten als "die Kornkammern der Welt": Ein Drittel der weltweiten Weizenlieferungen kommen aus den beiden Ländern. Doch durch den Krieg sind die Produktion und die Lieferungen dieser Lebensmittel unterbrochen. Extreme Preissteigerungen sind die Folge, und vor allem die ärmsten Familien bekommen sie zu spüren. Lebensmittel wie Weizen, Mais oder Speiseöl sind in vielen Ländern so teuer wie nie zuvor. Millionen gefährdete Familien stürzen noch weiter in die Ernährungsunsicherheit.

Auch unsere Spezialnahrung für mangelernährte Kinder, die Erdnusspaste, ist von den steigenden Preisen betroffen. Die Preissteigerung ist eine direkte Auswirkung des Ukraine-Krieges. Für Hunger leidende Kinder, die auf die nährstoffreiche Erdnusspaste angewiesen sind, kann sie den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Gerade jetzt ist deshalb jede Spende wichtig und trägt dazu bei, ausreichend Spezialnahrung für die Kinder bereitzustellen.

Wo droht in Afrika eine Hungersnot?

Die Ernährungssituation ist in zahlreichen Ländern Afrikas besorgniserregend. Vor allem am Horn von Afrika (Äthiopien, Somalia, Kenia) sowie in der zentralen Sahelzone (Burkina Faso, Mali, Niger) ist die Lage extrem angespannt. In einigen dieser Regionen droht eine offizielle Hungersnot. Die Versorgung mit Nahrung ist dort so schlecht, dass die Menschen großen Hunger leiden und Unterernährung weit verbreitet ist. Gerade für Kinder ist das fatal.

Hungersnot Afrika verhindern: Dieses Kleinkind in Somalia konnte mit Spezialnahrung gerettet werden.

Mohommed wird wegen einer schweren akuten Mangelernährung und einer Lungenentzündung in einer Gesundheitsstation in Dollow, Somalia, behandelt. Er bekommt therapeutische Milch, bis sein Zustand stabiler ist.

© UNICEF/UN0727550/Sewunet

So ist die aktuelle Situation in den am stärksten von Hunger betroffenen afrikanischen Ländern:

  • Somalia: Mehrere Regionen Somalias stehen kurz vor einer Hungersnot. Somalia gehört seit Jahren zu den Ländern mit andauernden Nahrungsengpässen – durch verheerende Dürren ausgelöst und durch Terror und Gewalt stetig verschlimmert. Mehr als eine halbe Million schwer mangelernährte Kinder kämpfen um ihr Überleben. Täglich verlieren Hunger leidende Kinder ihr Leben. Wir müssen jetzt handeln, um eine Hungerkatastrophe wie 2011 zu verhindern.
  • Äthiopien: Die Vereinten Nationen warnen vor einer Hungersnot in der nördlichen Region Tigray. Mehrere Hunderttausend Kinder in Äthiopien lebten schon 2021 unter Bedingungen, die einer Hungersnot gleichkamen – auch wenn sie offiziell noch nicht ausgerufen wurde. Fast 10 Millionen Menschen in Äthiopien benötigen aktuell dringend humanitäre Hilfe in den betroffenen Gebieten. Darunter sind über 4 Millionen Kinder. Durch die Gewalt in der Region Tigray sind viele Menschen geflohen und können ihre Felder nicht bestellen. Die Mehrheit der Menschen in Tigray sind auf Hilfslieferungen angewiesen, um zu überleben. Auch in anderen Regionen Äthiopiens herrscht Hunger. Ernährungsexpert*innen schätzen, dass die Zahl der lebensbedrohlich mangelernährten Kinder noch weiter steigen wird. 
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Dürre in Kenia: Staubiger Sand, so weit das Auge reicht
  • Kenia: Das Land ist von der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren betroffen. In Kenia lebt ein großer Teil der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Langanhaltende Dürreperioden kommen aufgrund des Klimawandels immer häufiger vor und führen zu Wasserknappheit und ausgefallenen Ernten und verschärfen die Lebensmittelknappheit.
  • Auch in der Sahelzone – vor allem in Mali, Niger und Burkina Faso – steigt die Zahl der hungernden Menschen rasant und hat sich seit 2021 verdoppelt. Die gesamte zentrale Sahelregion ist für Kinder ein gefährlicher Ort zum Aufwachsen. Konflikte, Vertreibung, Krankheiten, Überschwemmungen und Dürren sind tägliche Realität für Millionen Kinder. Millionen Menschen in der Sahelzone leiden unter der Hungerkrise.
  • ​​​​​​Südsudan: Auch hier ist die Not riesig: Weit über 7 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen, um dauerhaft überleben zu können, und brauchen dringend mehr humanitäre Hilfslieferungen. Verheerende Überschwemmungen in den letzten drei Jahren, Konflikte und Vertreibung sowie die hohen Lebensmittelpreise verschlimmern die Situation.
  • Nigeria: In Nigeria ist die Lage ähnlich dramatisch: Millionen hungernde Kinder sind dringend auf Nothilfe angewiesen. Die Versorgungslage ist extrem unsicher, und die Fluchtsituation verschärft die Nahrungsmittelknappheit zusätzlich. Die Region Borno ist besonders betroffen.

Schwelende Hungerkrisen: Auch hier hungern Kinder

Insgesamt sind fast 60 Prozent der Menschen in Afrika von Nahrungsmittelunsicherheit betroffen. Auch in diesen Ländern hungern Kinder:

  • Madagaskar: 2021 konnte eine Hungersnot dank großer humanitärer Hilfe knapp abgewendet werden. Dennoch sind nach wie vor Millionen von Menschen in Madagaskar von Hunger betroffen. Hinzu kommen Überflutungen, eine lang andauernde Dürre und die Corona-Pandemie.
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Fotos: Überleben in der Dürre Madagaskars
  • Malawi: Das Klimaphänomen El Niño führt zu dramatischen Ernteausfällen und schwerer Mangelernährung bei vielen Kindern in Malawi. Die Folgen für die Nahrungssituation sind noch lange spürbar.

Hunger in Afrika: Den Kindern gemeinsam helfen

Dank Ihrer Spende können wir den Kindern in Afrika und anderen vom Hunger betroffenen Ländern schnell und gezielt helfen.

Hunger in Afrika und weltweit

Auf dem afrikanischen Kontinent sind besonders viele Länder von Hunger betroffen. Doch auch in anderen Ländern ist die Zahl der hungernden Menschen zuletzt dramatisch angestiegen, zum Beispiel im Libanon oder in Krisenregionen wie dem Jemen oder Afghanistan. Der Krieg in der Ukraine verschärft die Situation weiter. Hier finden Sie mehr Informationen zur weltweiten Hungerkrise.

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