Deutschland: Eine Gruppe von Schulkindern posiert für die Kamera.

Aktuell können sich nur Schulen aus Schleswig-Holstein direkt anmelden.

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Schulen leben Kinderrechte

Jedes Kind in Deutschland hat das Recht auf eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung.

Kinder werden immer gestärkt, wenn wir ihnen Raum geben, die Welt mit Kopf, Herz und Hand zu erkunden. Wir Erwachsene stellen den sicheren Rahmen, damit sich die Kinder ausprobieren können um ganzheitlich zu wachsen.

Melanie Engelke, Schulleiterin

Das Kinderrechteschulen Programm von UNICEF Deutschland füllt dieses Recht mit Leben und tritt dafür ein, die UN-Kinderrechtskonvention bundesweit in das deutsche Bildungssystem zu integrieren. Das Programm ist bereits in den drei Bundesländern Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gestartet – weitere sollen folgen.

Unter dem Motto „Wir leben Kinderrechte“ unterstützt UNICEF Schulen dabei, das Wissen über Kinderrechte und ihre Verwirklichung zu einem Teil des Unterrichts- und Schulentwicklungsprozesses werden zu lassen.

In einer Kinderrechteschule werden die Kinderrechte in der Schulgemeinschaft gelernt, respektiert, geschützt und gelebt - von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen.

So werden zum Beispiel Beteiligungsformate mit und für Kinder, wie Schülerparlament, Kinderrat und Zukunftswerkstatt entwickelt, Ideen für ein Anti-Diskriminierungskonzept ausgearbeitet und Beschwerdeformate für Streit, Gewalt und Mobbing eingeführt.

Kinder erleben ihre Kinderrechteschule als einen Lernort, in dem ihre Meinungen ernst genommen und ihre Talente gefördert werden. Sie lernen respektvoll miteinander umzugehen und Verantwortung zu übernehmen – für sich und andere.

Lehr- und Fachkräfte werden in ihrer kinderrechtsorientierten Haltung gestärkt und im Schulalltag entlastet.

Kinder haben Rechte und die sollen sie an unserer Schule kennen- und schätzen lernen. Da Kinder in unserer Gesellschaft oft noch nicht als stimmgewaltig wahrgenommen werden, wollen wir unsere Schüler*innen […] stärken und ein deutliches Zeichen nach außen setzen.

Katja Tank, Schulleiterin
Greven: Ein Mädchen steht an der Tafel und betrachtet ein Bild zu Kinderrechten

Da wir eine sehr vielfältige Schulfamilie haben, wurden als erstes Projekt die Hautfarbestifte eingeführt. […] Regelmäßig wird im Unterricht thematisiert, dass die Farbe der Haut keine Rolle spielt. Unterschiedliche Hautfarben, Religionen oder soziale Herkunft sind unseren Schüler*innen im Zusammensein nicht mehr wichtig.

Sandra Beckermann, Schulleitung
Malsch: Kinder von der Waldhausschule halten ihre Hände in die Mitte. Sie tragen ein blaues UNICEF Band um das Handgelenk.

Wir konnten auch mitbestimmen, wie wir unseren Schulhof gestalten wollen.

Tilda, Schülerin
Greven: Schüler*innen spielen auf dem Schulhof ein Hüpfspiel

Das Kinderrechteprogramm zeigte uns, dass wir bereits sehr viele Aspekte zur ganzheitlichen Entwicklung und Stärkung der Kinder an unserer Schule umsetzen. Somit nutzten wir das Programm, um die vorhandenen Bereiche auszubauen und die Teilhabe, Mitbestimmung und Sensibilisierung für Vielfalt zu vertiefen.

Claudia Schneider, Rektorin
Ein Junge streckt seine Faust in die Höhe beim Schülerlauf der Schule am Mohnweg.

Die Schüler*innen fühlen sich gesehen und ernst genommen […]. Durch die verschiedenen Aktivitäten (Klassenrat, Friedenstreppe, Gefühlskarten, Sozialtraining) haben die Kinder gelernt, auf Streitigkeiten gewaltfrei zu reagieren. Dies ist eine großartige Entlastung im Schulalltag.

Susanne Prehm, Schulleiterin
Rosche: Eine Schülerin mit einem Mikrofon in der Hand steht mit der Schulleiterin vor einem Pult.

Das UNICEF Kinderrechteschulen Programm

Das Kinderrechteschulen Programm von UNICEF schafft die Grundlage für einen nachhaltigen Schulentwicklungsprozess.

Das siebenstufige Trainingsprogramm für Schul- und Fachpersonal vereint digitale Lerneinheiten mit Präsenzveranstaltungen und Aktivitäten vor Ort. Jede Stufe bietet neben theoretischem Wissen auch praxisnahe Beispiele für die Umsetzung der Kinderrechte mit den Schüler*innen.

Fakten und Aufbau des Programms
  • In der ersten Stufe startet die Schule mit einem Pädagogischen Tag. Alle Schulmitarbeitenden erhalten eine erste Einführung in das Training, lernen die UN-Kinderrechtskonvention kennen und formulieren ein Ziel, für den schuleigenen Weg zur Kinderrechteschule.

  • Weitere Stufen des Trainings behandeln u.a. die Themen Beteiligung, Vielfalt und Nicht-Diskriminierung, Gewaltprävention und Kinderrechte global. Diese Themen werden ausschließlich digital auf einer Lernplattform (LMS) vermittelt.

  • Das E-Learning bietet eine flexible und ortsunabhängige Weiterbildung und ist individuell auf allen mobilen Endgeräten mit Internetzugang durchführbar. Dadurch lässt sich das Training gut in den Schulalltag integrieren.

  • Auf ihrem Weg zur Kinderrechteschule wird die Schule von speziell ausgebildeten Trainer*innen begleitet. Sie unterstützen die Schule während des siebenstufigen Trainings und sind drei Tage prozessbegleitend vor Ort.

  • Am Ende des Trainings erhält die Schule das Siegel „Kinderrechteschule – Wir leben Kinderrechte“. Netzwerktreffen mit anderen Kinderrechteschulen sowie zusätzliche Angebote helfen, die Kinderrechte nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Nach drei Jahren ist eine Rezertifizierung geplant.

>> Möchten Sie mehr über den Aufbau des Kinderrechteschulen Trainings erfahren? Dann klicken Sie hier und sehen Sie sich unser Video an.

Als fortlaufender Prozess unterstützt das Kinderrechteschulen Programm die Schulentwicklung und fördert die Personal-, Unterrichts- und Organisationsentwicklung.

So können Sie Ihre Schule zum Programm anmelden

Aktuell können sich nur Schulen aus Schleswig-Holstein direkt für das UNICEF Kinderrechteschulen Programm anmelden. Schulen aus Niedersachsen können eine Anfrage an das Kultusministerium stellen. Weitere Bundesländer folgen – Informationen dazu finden Sie unter der Kachel Mein Bundesland ist nicht dabei – Und jetzt?

  • 13.348
    Schüler*innen

    Über dreizehntausend Kinder besuchen eine UNICEF Kinderrechteschule in Deutschland.

  • 59
    Schulen

    59 Schulen aus drei Bundesländern nehmen am Programm teil.

  • 1.746
    Lehr- und Fachkräfte

    Über tausendsiebenhundert Mitarbeitende an Schulen engagieren sich im Kinderrechteschulen Programm.

Nachhaltige Verankerung und Zusammenarbeit mit den Ministerien

Um die Nachhaltigkeit des Programms zu gewährleisten, strebt UNICEF die Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Bundesländer an.

Dazu wird ein Plan zur Umsetzung des Programms im jeweiligen Bundesland erarbeitet und ein gemeinsamer Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel von UNICEF ist es, das Kinderrechteschulen Programm in die Hände des jeweiligen Ministeriums zu übergeben, damit es als dauerhaftes Landesprogramm etabliert werden kann.


InfoDas bekommen teilnehmende Schulen von UNICEF


Alle teilnehmenden Schulen erhalten ein Starterpaket von UNICEF. Dieses beinhaltet Unterrichtsmaterialien zum Thema Kinderrechte, altersgerechte UN-Kinderrechtskonventionen und ein Arbeitshandbuch.

Ein Leitfaden, Checklisten und Unterlagen zur Meilensteinplanung, als Hilfestellung für die einzelnen Stufen.

Freien Zugang für alle Schulmitarbeitenden zur Lernplattform (LMS), mit E-Learning-Modulen zu verschiedenen Themen.

Zertifikate für die Schulmitarbeitenden sowie eine Urkunde und Siegel für das Schulgebäude, bei erfolgreicher Teilnahme.

Sprechstunden mit UNICEF und regionale Netzwerktreffen helfen beim Austausch.

Während des gesamten Trainings werden die Schulen von UNICEF ausgebildeten Trainer*innen begleitet und in ihrem Schulentwicklungsprozess unterstützt.

Materialien zum Download

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen und Dokumente zur Teilnahme am Kinderrechteschulen Programm von UNICEF Deutschland im Überblick:

Teilnahmevoraussetzungen
Stand: (PDF 91,9 kB)
Flyer Kinderrechteschulen Programm
Stand: (PDF 410 kB)
Siebenstufiges Training
Stand: (PDF 729 kB)
Theorie des Wandels
Stand: (PDF 153 kB)

Ansprechpartnerin

Sie haben noch mehr Fragen zum Kinderrechteschulen Programm von UNICEF? Dann melden Sie sich gerne bei uns.

Simone Brandt

Simone BrandtKinderrechteschulen Programm

0221-936 50-674kinderrechteschulen@unicef.de