Grafiken zu Kinderfreundlichen Kommunen von UNICEF.
Pressemitteilung

Ebersberg erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Ebersberg

Die Stadt Ebersberg wird heute mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Damit würdigt der Verein Kinderfreundliche Kommunen die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich die Stadt Ebersberg dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und stellt sich zugleich einem regelmäßigen Prüfverfahren.

Das Siegel vergibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen. Es ist Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt zu mehr Kinderfreundlichkeit und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen.

Erster Bürgermeister Ulrich Proske betonte: Die Auszeichnung als Kinderfreundliche Kommune zeigt: Hier in Ebersberg stehen Kinderrechte im Mittelpunkt unseres Handelns – nicht nur theoretisch, sondern ganz konkret. Schritt für Schritt werden wir die Maßnahmen aus unserem Aktionsplan verwirklichen und damit Beteiligung, Schutz und Förderung nachhaltig stärken. Ebersberg zeigt damit, was möglich ist, wenn Politik, Verwaltung und junge Menschen an einem Strang ziehen. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den über 400 Kindern und Jugendlichen, die unseren Aktionsplan mitgestaltet haben.“

Haimo Liebich, Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, beglückwünschte Ebersberg und betonte im Namen des Vereins: „Mit ihrem Aktionsplan sendet die Stadt Ebersberg ein starkes und ermutigendes Signal für die Rechte junger Menschen. Die klare Vision, Kinder und Jugendliche als gleichwertigen und bereichernden Teil der Stadtgesellschaft zu verstehen, wird hier nicht nur formuliert, sondern durch konkrete Maßnahmen mit Leben gefüllt. Besonders beeindruckend ist die beabsichtigte Bedarfsplanung für Jugendtreffpunkte, bei der junge Menschen gemeinsam mit Verwaltung und Stadtplanung ihre Ideen einbringen. So entstehen Räume, die wirklich zu ihnen passen und Selbstwirksamkeit spürbar machen. Ebersberg zeigt eindrucksvoll, wie lebendige Beteiligung Demokratie vor Ort wachsen lässt.“

Die zuständigen Sachverständigen des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, Prof. Dr. Andreas Eylert-Schwarz und Paul-Martin Richter, lobten: „Ebersberg setzt mit seinem Aktionsplan wichtige Impulse für eine systematische und alltagsnahe Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Besonders hervorzuheben ist die geplante Schulinspektion unter Einbeziehung der Klassensprecherinnen und Klassensprecher, die jungen Menschen ermöglicht, ihre Perspektiven gleichberechtigt in die Gestaltung ihres Schulumfelds einzubringen. Ebenso stärkt die altersgerechte Aufbereitung von Stadtratsinformationen Transparenz und politische Bildung. So werden Entscheidungsprozesse verständlich gemacht und demokratische Teilhabe früh erfahrbar. Ebersberg schafft damit tragfähige Strukturen, die Beteiligung verlässlich verankern und setzt in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte ein klares Zeichen für Kinder- und Familienfreundlichkeit. Wir freuen uns, die Stadt dabei zu begleiten.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch den Stadtrat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit über zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte und Gemeinden und nun auch Landkreise bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Mehr als 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Papenburg, Potsdam, Regensburg und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Digitale Pressemappe zur Siegelübergabe in Ebersberg:

https://www.kinderfreundliche-kommunen.de/digitale-pressemappen/digitale-pressemappe-siegeluebergabe-ebersberg/

www.kinderfreundliche-kommunen.de

www.childfriendlycities.org

Ansprechpartner_innen:

Kinderfreundliche Kommunen e.V., Dominik Bär, Geschäftsführer, Telefon 01590 13 57 567,
E-Mail: info@kinderfreundliche-kommunen.de

Stadt Ebersberg, Christian Zeisel, Stadtjugendpflege, Telefon 08092 825565, E-Mail: c.zeisel@ebersberg.de

UNICEF Deutschland, Simone Morawitz, Pressereferentin, Telefon 0221 93650 257, E-Mail: presse@unicef.de

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030 308693 11, E-Mail: presse@dkhw.de