Pressemitteilung
UNICEF: KAMPF GEGEN AIDS TROTZ FINANZKRISE VERSTÄRKEN!
Köln
Freitag, 7. Februar 2014, 16:02 Uhr

INTERNATIONALE AIDS-KONFERENZ IN KAPSTADT VOM 19. BIS 22. JULI

Zum Auftakt der heute beginnenden internationalen AIDS-Konferenz in Kapstadt (Südafrika) warnt UNICEF davor, dass die globale Finanzkrise jüngste Fortschritte im Kampf gegen AIDS gefährden könnte. Bis heute sind die am stärksten von der AIDS-Epidemie betroffenen Länder nicht in der Lage, die medizinische Versorgung für alle betroffenen Menschen sicher zu stellen. Der größte Teil der AIDS-Medikamente und Testmöglichkeiten in den ärmsten Ländern wird aus Spenden von Regierungen, Stiftungen, Firmen und Organisationen finanziert. „Sollten diese Mittel gekürzt und dadurch Therapien unterbrochen werden, hätte dies lebensbedrohliche Folgen“, sagte die Geschäftsführerin von UNICEF Deutschland Regine Stachelhaus.

UNICEF ruft insbesondere dazu auf, die Diagnose und die medizinische Versorgung von HIV-infizierten Schwangeren, Neugeborenen und Kleinkindern sicher zu stellen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Überlebenschancen der Kinder dramatisch steigen, wenn ihre Infektion frühzeitig entdeckt und sie medizinische Hilfe erhalten. Aber noch immer werden in den Entwicklungs- und Schwellenländern weniger als 10 Prozent der Babys von HIV-positiven Müttern frühzeitig getestet. Gut 50 Euro kostet es nach Berechnungen von UNICEF, ein Neugeborenes auf eine HIV-Infektion zu testen und es ein Jahr lang medizinisch zu versorgen.

Familien, die von AIDS betroffen sind, leiden besonders an den Folgen der globalen Krise. Sinkende Einkommen und hohe Lebensmittelpreise machen es ihnen immer schwerer, ausreichend Nahrung und medizinische Hilfe zu bezahlen. Ihre Kinder können oftmals nicht mehr zur Schule gehen. Waisenkinder, deren Eltern an den Folgen von AIDS gestorben sind, erhalten häufig weniger Mahlzeiten. Die wachsende Armut erhöht auch die Gefahr von HIV-Infektionen bei Mädchen. Aktuelle Untersuchungen aus Botswana, Swasiland, Malawi, Sambia und Tansania haben einen Zusammenhang von Hunger und einer Zunahmen von Prostitution belegt.

UNICEF Deutschland unterstützt mit Spenden in zwölf Ländern umfangreiche Programme für von AIDS betroffene Kinder - wie zum Beispiel die Einrichtung mobiler Teststationen, medizinische Hilfe für Schwangere und Neugeborene, Tageskrippen und Gemeindehelfer sowie Sozialarbeit für betroffene Kinder und ihre Familien.

Die Internationale AIDS-Konferenz in Kapstadt ist die wichtigste wissenschaftliche Konferenz zu HIV/AIDS in diesem Jahr. Themenschwerpunkte sind Krankheitsverläufe, Behandlung und Prävention von AIDS. 5.000 Forscher, Ärzte und Experten des öffentlichen Gesundheitswesens beraten über neueste Forschungsergebnisse. Weitere Informationen zu der Konferenz unter www.ias2009.org/.

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Rudi Tarneden

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