Pressemitteilung
ÜBERSCHWEMMUNGEN IN PAKISTAN - UNICEF: ÜBER EINE MILLION KINDER BRAUCHEN HILFE
Köln
Mittwoch, 12. Februar 2014, 14:36 Uhr

UNICEF VERTEILT TRINKWASSER, MEDIKAMENTE UND ZUSATZNAHRUNG

Nach Schätzungen von UNICEF brauchen über eine Million Kinder in den Überschwemmungsgebieten im Nordwesten Pakistans dringend Hilfe. „Die größte Gefahr für Kinder sind jetzt Durchfall und Cholera. Es gibt bereits Kinder, die an lebensgefährlichem Durchfall erkrankt sind. Sauberes Wasser, Nahrung, Medikamente, Kleidung und Impfstoffe werden dringend benötigt. Wir haben die ersten Ladungen Hilfsgüter bereits verteilt und bringen weitere. Dies ist die entscheidende Phase um Leben zu retten”, sagt Martin Mogwanja, Leiter von UNICEF Pakistan.

Insbesondere jüngere Kinder sind nach Einschätzung von UNICEF jetzt von lebensgefährlichem Durchfall, Malaria und Infektionskrankheiten sowie Haut- und Augenkrankheiten bedroht. Die Schlammmassen haben Brunnen und Wasserwerke verseucht und unbrauchbar gemacht.

Blick auf die Provinz Khyber-Pakhtunkhwa. © UNICEF/Mogwanja

Blick auf die Provinz Khyber-Pakhtunkhwa - eine Region, die mit am schlimmsten von der Flutkatastrophe betroffen ist.
© UNICEF/Mogwanja

UNICEF bringt große Mengen Hilfsgüter ins Katastrophengebiet. Gemeinsam mit lokalen Partnern und den Behörden hilft UNICEF, Brunnen zu reinigen und die Wasserversorgung wieder in Gang zu setzen und die Kinder mit dem Nötigsten zu versorgen:

  • UNICEF hat bislang die Einrichtung von 24 Notlazaretten unterstützt und dazu zum Beispiel Medikamente und technisches Gerät bereitgestellt.
  • 73 Brunnen wurden wieder hergerichtet, die die Wasserversorgung für 800.000 Menschen unterstützen. UNICEF stellt auch Chemikalien zur Wasserreinigung bereit.
  • 12 Tankwagen verteilen Trinkwasser an rund 100.000 Obdachlose.
  • UNICEF bringt auch tausende Pakete mit Hygieneartikeln sowie hochproteinhaltigen Keksen ins Katastrophengebiet.

„Die Häuser schwimmen regelrecht im Dreckwasser. Die Ernte wurde weggespült, Bäume und Mauern umgerissen“, sagt Martin Mogwanja. Viele Überlebende haben sich auf Dächer geflüchtet. Während die Wassermassen in einigen Teilen der Region langsam sinken, wird mit weiteren heftigen Monsunregenfällen gerechnet.

UNICEF schätzt, dass es mindestens drei bis sechs Monate dauern wird, selbst nur die einfachsten sozialen Einrichtungen wie Gesundheitsstationen im Nordwesten Pakistans wieder in Gang zu setzen.

UNICEF ruft zu Spenden für die Flutopfer auf:

Spendenkonto: 300.000Bank für Sozialwirtschaft Köln BLZ 370 205 00

Rückfragen: UNICEF-Pressestelle.

Rudi Tarneden

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