Pressemitteilung

UNICEF: SYRISCHE KINDER BRAUCHEN MEHR HILFE

Köln, 14. August 2012

UN-KOORDINATORIN FÜR HUMANITÄRE HILFE REIST HEUTE NACH SYRIEN

Kinder sind sichtlich traumatisiert/ UNICEF ruft zu Spenden auf

UNICEF ruft dringend dazu auf, die humanitäre Situation im Syrien-Konflikt stärker in den Blick zu nehmen. Die UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe Valerie Amos reist heute nach Syrien und Libanon, um auf das Leid der Zivilbevölkerung aufmerksam zu machen. Zwei Millionen Menschen sind von der Gewalt in Syrien betroffen. Rund eine Million Menschen sind im eigenen Land auf der Flucht, 140.000 Menschen haben Zuflucht in den Nachbarländern gesucht – die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugendliche.

Die Menschen, die sich fast mittellos über die Grenze zum Beispiel nach Jordanien retten konnten, berichten, dass sie Angst um ihr Leben und um das ihrer Kinder hatten. „Die Mädchen und Jungen sind sichtlich traumatisiert und viele haben eine schreckliche Reise durch Syrien hinter sich“, sagt Dominique Hyde, Leiterin von UNICEF in Jordanien. „Sie sind oft völlig verängstigt, haben Alpträume oder machen ins Bett. Viele haben den Tod von nahen Familienangehörigen miterleben müssen.“

UNICEF hilft in Syrien und den betroffenen Nachbarländern:

  • Syrien: Anfang August haben weitere 6.000 Flüchtlinge in der Region von Damaskus Hilfsgüter wie Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Kochöfen erhalten. UNICEF unterstützt in Damaskus fünf kinderfreundliche Zonen in Flüchtlingsunterkünften. In Aleppo leisten 22 mobile Teams psychosoziale Hilfe für Kinder. In mehr als 100 Schulen finden Notunterricht, Freizeitaktivitäten und psychosoziale Hilfe statt.
  • Jordanien: Im Zaatari Camp in der Nähe von Mafraq versorgt UNICEF die Flüchtlinge zusammen mit Partnern mit täglichen Trinkwasser-Lieferungen, Duschen und Latrinen. Zehn kinderfreundliche Spielzelte wurden aufgestellt sowie ein Spielplatz gebaut. Das Flüchtlingscamp kann bis zu 150.000 Menschen aufnehmen. UNICEF stellt auch Hilfsgüter wie Zeltplanen, Matten, Wasserkanister und Spiel- und Lernmaterial bereit.
  • Libanon: Über die 15 bestehenden kinderfreundlichen Spielzonen hinaus richtet UNICEF fünf weitere ein – insgesamt können so 5.000 Kinder regelmäßig betreut werden. 2.000 Kinder nehmen an Sommerkursen teil, um in Libanon regelmäßig am Unterricht teilnehmen zu können.

UNICEF ruft dringend zu Spenden für die syrischen Kinder auf.
Spendenkonto 300.000,
Bank für Sozialwirtschaft Köln,
BLZ 370 205 00,
Stichwort: Syrien

Gerne können wir Kontakt zu einem deutschsprachigen UNICEF-Mitarbeiter in der Region herstellen und Fotos zur UNICEF-Nothilfe zur Verfügung stellen.

Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Ninja Charbonneau.
Ausführliche Informationen auf www.unicef.de/syrien

Ninja Charbonneau

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0221-93650-298
E-Mail: presse(at)unicef.de


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